-
Merz schlägt "assoziierte" EU-Mitgliedschaft der Ukraine vor - Kritik der Slowakei
-
Beck und Schuster im Visier: Anklage enthüllt mutmaßliche iranische Anschlagspläne
-
French Open: Zverev zum Auftakt gegen Bonzi
-
Alabali Radovan bezeichnet Ben Gvirs Video von Gaza-Aktivisten als "verstörend"
-
Keine Einigung bei Antarktis-Konferenz zum besseren Schutz von Kaiserpinguinen
-
Airbus-Rüstungschef fordert Festhalten an Luftkampf-System FCAS
-
Dänemarks Behörden wollen Buckelwal Timmy bergen und obduzieren
-
Dänemarks Behörden wollen Buckwal Timmy bergen und obduzieren
-
Mutmaßliche iranische Anschlags- und Mordpläne in Deutschland: Spion angeklagt
-
Senkung der Luftverkehrsteuer: Günstigere Preise für Flugtickets bleiben ungewiss
-
Lustrinelli neuer Trainer von Union Berlin
-
Migrationsforscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
-
Gaza-Flotte: Aktivisten warten auf Rückführung - Empörung über israelischen Umgang
-
Jahrelanger Streit über Job nur für Kirchenmitglieder geht zugunsten von Kirche aus
-
Rio-Paris-Absturz: Air France und Airbus wegen fahrlässiger Tötung verurteilt
-
Ebola-Ausbruch im Kongo: Erster Infektionsfall in Provinz Süd-Kivu bestätigt
-
China kritisiert US-Anklage gegen Raúl Castro und fordert Ende der Drohungen gegen Kuba
-
Neuer bei der WM die Nummer eins: "Wird der Mannschaft helfen"
-
Teheran beansprucht Kontrolle über Straße von Hormus bis zu Häfen der Emirate
-
Staatsanwältin während Urteilsverkündung in Hessen von Angeklagtem angegriffen
-
Hilfen für Geduldete: Pro Asyl fordert nach Karlsruher Beschluss Stopp von Gesetz
-
Mann tötet in Bayern schlafende Partnerin und sich selbst
-
WM-Tickets für Neuer und Karl - El Mala fehlt
-
Elon Musk will mit SpaceX zu Rekord-Börsengang abheben - trotz roter Zahlen
-
Berliner Abgeordnetenhaus stimmt für Olympiabewerbung
-
Nord-Stream-Anschläge: Hitzige Debatte über AfD-Antrag für Untersuchungsausschuss
-
Energiepreisschock: EU-Kommission senkt Prognose für Deutschland deutlich
-
Aufregung um Rente mit 70: Rentenkommission dementiert Festlegung
-
Urteil: Plattformbetreiber muss Nutzerdaten bei Falschbehauptung herausgeben
-
Blinde Patientin von Rehaklinik abgewiesen: Kein Anspruch auf Entschädigung
-
OECD: Mehr als 100 Milliarden Dollar für Klimaschutz 2024
-
Hilfen für Geduldete bei kurzem Aufenthalt dürfen niedriger sein als Sozialhilfe
-
CDU-Politiker Müller rechnet durch Steuersenkung nicht mit billigeren Flugtickets
-
DB meldet vor Pfingsten große Nachfrage - auch nach Last-Minute-Tickets
-
Conference Finals in der NHL: Vegas gewinnt Auftakt in Colorado
-
Rente mit 70: Kommissionsmitglieder dementieren Festlegung auf Empfehlung
-
Medien: Union holt Lustrinelli als Cheftrainer
-
Mutmaßliche China-Spione in Untersuchungshaft genommen
-
Philippinen erlassen Haftbefehl gegen flüchtigen Ex-Polizeichef Dela Rosa
-
CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke sieht "falschen Schritt"
-
Rente mit 70: DGB-Chefin Fahimi dringt auf mehr Erwerbstätige statt höheres Rentenalter
-
EU-Beitritt der Ukraine: Merz schlägt "assoziierte Mitgliedschaft" vor
-
CDU-Arbeitnehmer warnen vor höherem Rentenalter - Radtke: "der falsche Schritt"
-
Unzureichende Unterstützung für Tierheime: Tierschutzbund verklagt den Staat
-
"Ein echter Torjäger": Auch Undav im WM-Kader
-
Kimmich als Erster: DFB präsentiert WM-Kader häppchenweise
-
Iran prüft neuen US-Vorschlag - Trump sieht Gespräche "auf Messers Schneide"
-
Hartenstein mit Double-Double: OKC gleicht gegen Spurs aus
-
Steinmeier: Iran-Konflikt ist "ein unnötiger Krieg"
-
Nach Hauseinsturz in Görlitz: Frauenleiche in Trümmern gefunden
Migrationsforscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
Studierende und Auszubildende aus dem Ausland landen in Deutschland oft in der Schuldenfalle oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Der Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR) weist in einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse darauf hin, dass die vereinfachten Möglichkeiten für Fachkräfte und Studierende aus Drittstaaten "Spielräume für eine zweckwidrige Nutzung" eröffneten und damit "zu prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen führen" könnten.
Um Deutschland für Fachkräfte aus Drittstaaten sowie für eine Ausbildung oder ein Studium attraktiver zu machen, ist das Bildungs- und Erwerbsmigrationsrecht liberalisiert worden. Inzwischen zeigen sich jedoch laut dem Sachverständigenrat auch Schattenseiten dieser Entwicklung.
In den vergangenen Monaten hätten sich Berichte darüber gehäuft, "dass internationale Studierende und Auszubildende teilweise hochverschuldet sind und in prekären Arbeitsverhältnissen landen", erklärte SVR-Geschäftsführerin und Co-Autorin Cornelia Schu. "Fast sprichwörtlich geworden sind die etwa aus Indien stammenden Fahrer für Lieferdienste."
Junge Menschen aus Drittstaaten nähmen zum Teil hohe Kosten auf sich, um in Deutschland eine Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen. "Private Vermittlungsagenturen im Herkunftsland locken sie mit dem Versprechen, sich um Studienplatz oder Ausbildungsvertrag, Sprachprüfung und Visum zu kümmern. Dafür verlangen sie erhebliche Summen", erklärte Schu.
Auch private Hochschulen, die sich vorwiegend über Studienentgelte finanzieren, würden gezielt internationale Studierende anwerben. "Um ihren Aufenthalt finanzieren und die Schulden begleichen zu können, sind manche internationalen Auszubildenden und Studierenden dann gezwungen, nebenher zu arbeiten - häufig in schlecht bezahlten und prekären Beschäftigungsverhältnissen wie etwa in Nagelstudios oder eben bei Lieferdiensten."
Der eigentliche Aufenthaltszweck, also die Ausbildung nach § 16a oder das Studium nach § 16b Aufenthaltsgesetz, trete dadurch in den Hintergrund, kritisierte der Sachverständigenrat. Das führe die Betroffenen in eine berufliche Sackgasse.
Bei ausländischen Studierenden werde diese Entwicklung durch den Ausbau von Online-Lehrangeboten an privaten Hochschulen verschärft. "Dadurch stellt sich zunehmend die aufenthaltsrechtliche Frage, ob Studiengänge mit geringen oder fehlenden Präsenzanteilen überhaupt eine Aufenthaltserlaubnis rechtfertigen", erklärte Holger Kolb, Co-Autor der Kurzstudie und Leiter des Bereichs Jahresgutachten beim SVR.
Viele Auszubildende verfügten zudem nur über geringe Deutschkenntnisse und könnten ihre Rechte gegenüber Arbeitgebenden oder Ausbildungsbetrieben oft kaum wahrnehmen. Kolb empfiehlt daher, dass die Behörden vor einer Visa-Erteilung einen Sprachnachweis einfordern, "auch um die meist sehr jungen Menschen besser zu schützen".
Bei den Vermittlungsagenturen aus dem Ausland gestalte sich die Nachsteuerung schwieriger. "Da die deutschen Gesetze zur privaten Arbeitsvermittlung in Drittstaaten nicht greifen, ist es wichtig, dass für mehr Transparenz auf dem Vermittlungsmarkt gesorgt wird, etwa durch Zertifizierung, empfiehlt Schu.
Auch bei der Chancenkarte, dem Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche in Deutschland, zeigen sich den Experten zufolge Nebenwirkungen. Nutzer der Chancenkarte können branchen- und qualifikationsübergreifend einer Halbtagsbeschäftigung nachgehen. Dies berge das Risiko, dass Menschen die Chancenkarte nicht nutzen, um nach einer Beschäftigung zu suchen, die ihrer eigentlichen Ausbildung entspricht, sondern schlicht als Weg in eine vorübergehende Erwerbstätigkeit.
Der Sachverständigenrat für Integration und Migration ist ein unabhängiges und interdisziplinär besetztes Gremium der wissenschaftlichen Politikberatung. Mit seinen Gutachten soll das Gremium zur Urteilsbildung bei allen integrations- und migrationspolitisch verantwortlichen Instanzen sowie der Öffentlichkeit beitragen.
Z.AbuSaud--SF-PST