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Macron ruft vor UN-Ozeankonferenz in Nizza zu internationalem Einsatz auf
Einen Tag vor Beginn der UN-Ozeankonferenz in Nizza hat der französische Präsident Emmanuel Macron zum internationalen Einsatz für den Meeresschutz aufgerufen. "Wir sind verpflichtet, uns zu mobilisieren, denn die Erkenntnisse der Wissenschaft sind eindeutig", sagte Macron am Sonntag zum Abschluss eines Forums über die sogenannte Blaue Wirtschaft, die die wirtschaftliche Nutzung der Ozeane mit deren verstärktem Schutz vereinbaren will.
Macron bedauerte, dass der Klimawandel - der auch die Ozeane stark bedroht - in der öffentlichen Debatte derzeit keine Priorität mehr habe. Das Kürzen von Geldern für die Wissenschaft sei ein "riesiger Fehler", sagte er mit Blick auf die USA, die in diesem Jahr keine offizielle Delegation zur UN-Ozeankonferenz entsenden.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte am Nachmittag auf dem neuen Forschungsschiff "Malizia Explorer" des Extremseglers Boris Herrmann an der Schiffsparade zum Auftakt des Ozeans-Gipfels teilgenommen. "Meeresforschung ist das Fundament jeder guten Politik für den Ozeanschutz, denn nur was wir kennen, können wir schützen", sagte er nach Angaben seines Sprechers.
Schneider sprach demnach zudem mit dem Präsidenten der Kapverden, José Maria Neves, über die Ausbildung westafrikanischer Meeresschützer mit deutsche Unterstützung in dem Inselstaat. Die dort ausgebildeten Wissenschaftler sollen künftig Hochsee-Schutzgebiete ausweisen, sobald ein entsprechender UN-Vertrag ratifiziert ist.
Macron empfing am Abend gut 50 Staats- und Regierungschef zu einem Eröffnungsdinner, unter der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und UN-Generalsekretär António Guterres. Von Montag an kommen Vertreter von etwa 130 Staaten und 40 internationalen Organisation zur dritten UN-Ozeankonferenz im südfranzösischen Nizza zusammen.
Die alle vier Jahre stattfindende UN-Ozeankonferenz gilt als wichtigster internationaler Gipfel für den Meeresschutz. Deutschland will sich bei der Konferenz insbesondere dafür einsetzen, möglichst bald Schutzgebiete auf Hoher See einzurichten, Plastikmüll in den Meeren zu verringern und eine vorsorgliche Pause des Tiefseebergbaus durchzusetzen.
U.Shaheen--SF-PST