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Trump: Pläne zu Angriffen auf iranische Kraftwerke nach "sehr guten" Gesprächen vertagt
US-Präsident Donald Trump hat nach von ihm als "sehr gut und konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit Teheran die Pläne für US-Angriffe auf Kraftwerke im Iran vertagt. Die Iran-Gespräche beträfen die "vollständige und endgültige Beilegung unserer Kampfhandlungen", erklärte Trump am Montag auf seiner Onlineplattform Truth Social. Zuvor hatte der US-Präsident dem Iran wegen dessen Blockade der Straße von Hormus eine Frist bis Dienstag um 01.44 Uhr MEZ gesetzt und mit Angriffen auf iranische Kraftwerke gedroht, sollte der Iran die Blockade bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgegeben haben.
Trump erklärte, er habe nun das "Kriegsministerium" angewiesen, "jegliche militärischen Angriffe gegen iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für einen Zeitraum von fünf Tagen auszusetzen, sofern die andauernden Gespräche erfolgreich verlaufen". Die Gespräche fanden ihm zufolge "in den vergangenen zwei Tagen" statt und sollen in dieser Woche fortgesetzt werden.
Unmittelbar nach Trumps Ankündigung sank der Ölpreis drastisch. Der Preis sackte gegen Montagmittag um mehr als zehn Prozent ab. Die europäischen Börsen reagierten mit massiven Kursgewinnen, der deutsche Aktienindex machte seine Verluste seit Handelsbeginn wett und lag plötzlich mehr als ein Prozent im Plus.
Trump hatte dem Iran am Samstag das Ultimatum gestellt. Sollte der Iran die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden wieder für den Schiffsverkehr freigeben, "werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", hatte Trump erklärt. Die Frist wäre am Dienstag um 01.44 Uhr MEZ abgelaufen.
Das iranische Militär hatte das Ultimatum beantwortet, indem es mit einer langfristigen Blockade der Straße von Hormus drohte, die seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert wird. Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, kam seitdem nahezu zum Erliegen. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.
D.Khalil--SF-PST