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Ex-Minister Wissing rechnet mit FDP-Kurs ab
Der ehemalige FDP-Generalsekretär und Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat den aktuellen Kurs seiner Ex-Partei scharf kritisiert. Die aktuelle Ausrichtung der FDP sei die Ursache für die schlechten Zustimmungswerte, sagte Wissing am Mittwoch dem "Spiegel". "Der libertäre Kurs, der dort gefahren wird, den halte ich doch für recht fragwürdig", sagte er. "Wir sind 2021 nicht mit so einem Kurs in die Bundesregierung gegangen, sondern hatten ein breiteres Verständnis von Liberalismus."
Eine Rückkehr in die FDP, die er infolge des Bruchs der Ampel-Koalition verlassen hatte, schloss Wissing aus. "Ich bin glücklicher Rechtsanwalt und zufrieden mit meiner Kanzlei", sagte er. "Ich freue mich, dass ich ab Mai dort wieder Mandate annehmen kann."
Als großen Fehler kritisierte es Wissing, dass es die FDP 2024 auf den Bruch der Ampel-Koalition habe ankommen lassen. Er habe die damalige Führung vor der Gefahr gewarnt, dass die FDP durch den Koalitionsbruch "in eine Existenzkrise gerät".
Nach dem Bruch der "Ampel" hatte Wissing die FDP verlassen und war - anders als die anderen FDP-Minister - im Kabinett geblieben. Bei der Bundestagswahl 2025 verpasste die FDP den Einzug in den Bundestag; sie liegt aktuell in Umfragen unter der Fünf-Prozent-Marke.
K.Hassan--SF-PST