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Baerbock fordert von Deutschland und EU mehr Investitionen in Sicherheit
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Deutschland und die EU aufgefordert, mehr in die Sicherheit zu investieren. Der europäische Pfeiler in der Nato müsse gestärkt werden, unabhängig davon, wer demnächst in den USA regiert, sagte Baerbock am Freitag bei einer Veranstaltung der "Zeit". "Die Vorstellung, dass wir uns nicht verteidigen müssen, hat (Russlands Präsident Wladimir) Putin zerbombt."
Deutschland benötige einen Sicherheitshaushalt, der das entsprechend widerspiegele. "Wir in Deutschland sind immer davon ausgegangen, dass wir auf einem Friedenskontinent leben", sagte die Grünen-Politikerin. Warnzeichen, die die baltischen Länder gesehen hätten, seien in Deutschland viel zu spät gesehen worden. Deswegen habe Deutschland im Hinblick auf die eigene Verteidigungsfähigkeit nicht im vergleichbaren Umfang investiert wie andere Länder.
"Meine eigene Partei und auch ich persönlich haben gedacht, wir werden hier ewig in Frieden weiter leben können", fuhr Baerbock fort. Die Vergangenheit könne zwar nicht geändert, die Zukunft jedoch besser gemacht werden. Um Deutschland künftig verteidigungsfähig zu machen, brauche es mehr Soldaten, sagte Baerbock. Für die Wiedereinführung einer Wehrpflicht sprach sie sich jedoch nicht aus.
O.Farraj--SF-PST