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Russland meldet abgewehrte Angriffe und Zerstörung von zwei ukrainischen Booten
Russland hat nach eigenen Angaben das Einsickern von "Saboteuren" auf russisches Gebiet verhindert und zwei ukrainische Boote im Schwarzen Meer zerstört. Überdies seien am Dienstag am fünften Tag in Folge ukrainische Drohnen in der Region Moskau abgeschossen worden, teilte die russische Armee mit. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte in Berlin zu den Drohnenangriffen, die Ukraine verteidige sich "im Rahmen des internationalen Rechts".
Der russische Gouverneur der Region Brjansk, Alexander Bogomas, meldete am Dienstag im Onlinedienst Telegram ein Eindringen von bewaffneten "Saboteuren" aus der Ukraine in die russische Grenzregion. Der Angriff sei abgewehrt worden. "Heute haben ukrainische Saboteure versucht, die Grenze im Klimowsky-Distrikt zu durchbrechen", erklärte der Gouverneur. Sicherheitskräfte des Inlandsgeheimdienstes FSB, des Verteidigungsministeriums, der Nationalgarde und anderer Behörden hätten die Angreifer zurückgedrängt, hieß es weiter.
Das russische Verteidigungsministerium meldete am Dienstag seinerseits die Zerstörung von zwei ukrainischen Booten im Schwarzen Meer. "Am 22. August gegen 11.00 Uhr Moskauer Zeit (10.00 Uhr MESZ) hat ein russisches Armeeflugzeug östlich der Schlangeninsel ein Willard Sea Force-Schnellboot aus US-amerikanischer Produktion mit einer ukrainischen Landetruppe an Bord zerstört", teilte das Ministerium mit.
Wenige Stunden zuvor hatte das Ministerium bereits die Zerstörung eines ukrainischen Aufklärungsboots nahe einer russischen Gas-Förderanlage im Schwarzen Meer gemeldet. Einzelheiten zur Art des ukrainischen Schiffes oder dem genauen Ort wurden zunächst nicht bekannt.
Erst am Montag waren nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zwei ukrainische Drohnen über dem Schwarzen Meer, 40 Kilometer nordwestlich der Halbinsel Krim, abgeschossen worden. Russischen Angaben zufolge wurden zudem eine Reihe ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer vereitelt.
Außenministerin Baerbock erklärte in Berlin, mutmaßliche ukrainische Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt Moskau seien durch das internationale Recht gedeckt. "Russland hat die Ukraine angriffen" und "die Ukraine verteidigt sich im Rahmen des internationalen Rechts", sagte sie nach einem Treffen mit ihrem estnischen Kollegen Margus Tsahkna.
Die Ministerin bekräftigte die Bedeutung des Strafbefehls des Internationalen Gerichtshofs (ISzGH) gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dass Putin nicht am Treffen der Gruppe der Brics-Staaten in Südafrika teilnehmen werde, zeige, dass der "Internationale Strafgerichtshof, der Haftbefehl, eben kein zahnloser Tiger ist", sagte Baerbock.
A.AlHaj--SF-PST