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Borrell: EU wird neue Machthaber im Niger nicht anerkennen
Die Europäische Union wird nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell die selbsternannten neuen Machthaber im Niger nicht anerkennen. "Die Europäische Union erkennt die Putsch-Behörden nicht an und wird sie auch nicht anerkennen", erklärte Borrell am Samstag in Brüssel. "Jede Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich ist mit sofortiger Wirkung und auf unbestimmte Zeit ausgesetzt."
Der von den putschenden Militärs im Niger abgesetzte Staatschef Mohamed Bazoum bleibe für die EU "der einzige legitime Präsident des Niger", betonte Borrell weiter. Bazoum müsse umgehend freigelassen werden.
Nigrische Militärs hatten am Mittwoch den seit 2021 amtierenden Bazoum festgesetzt. Am Freitag erklärte sich dann der Chef der Präsidentengarde, General Abdourahamane Tchiani, zum neuen Machthaber. Er rechtfertigte den Umsturz mit einer seinen Angaben zufolge unter Bazoum erfolgten Verschlechterung der Sicherheitslage.
Bazoum war der erste Staatschef des seit dem Ende der französischen Kolonialherrschaft im Jahr 1960 unabhängigen Niger, der durch eine friedliche Machtübergabe auf den Posten gelangt war. In dem westafrikanischen Land sind neben anderen ausländischen Soldaten auch etwa hundert Bundeswehrsoldaten stationiert.
T.Samara--SF-PST