-
Industrie und Handel kritisieren "Recht auf Reparatur"
-
Zum Trinken von tödlicher Menge Alkohol animiert: Jugendliche verurteilt
-
Studie: Jeder dritte ausgeschriebene Job hat mit "Green Economy" zu tun
-
NSU-Helfer Ralf Wohlleben aus Gefängnis entlassen: Haft vollständig verbüßt
-
Spionage für chinesischen Geheimdienst: Ehepaar in München festgenommen
-
Nach neuen Trump-Drohungen: Irans Revolutionsgarden warnen vor weitreichender Reaktion
-
Leichter Rückgang antisemitischer Vorfälle in Berlin - aber weiter hohes Niveau
-
IEA rechnet mit 30 Prozent E-Autos an 2026 verkauften Neuwagen
-
Pro Asyl fordert Abschiebestopp nach Afghanistan - Kritik an Asyl-Entscheidungen
-
Niedersachsen: 91-Jähriger übergibt Goldmünzen in Wert von 300.000 Euro an Betrüger
-
Streit um Transsexuelle: Frauenfitnessstudio soll 6000 Euro zahlen
-
Führerschein soll "bezahlbarer und moderner" werden - Kabinett beschließt Reform
-
Nach Messerangriff in Stuttgart: Ermittler gehen von rechtsextremem Hintergrund aus
-
Bundesregierung beschließt Ausbau von Zivilschutz
-
Prozess um mutmaßlichen Mord an Gerichtsvollzieher in Saarbrücken begonnen
-
Fahrlehrer fordern Nachbesserungen bei Führerschein-Reform
-
"Braucht kein Wunder": Paderborn vor Relegation selbstbewusst
-
Nordrhein-Westfalen: Betrüger nutzen Ebola-Epidemie für Schockanruf bei Seniorin
-
Drei Vermisste nach Hauseinsturz in Görlitz: Rettungskräfte setzen Suche fort
-
USA reduzieren Kampfbrigaden in Europa von vier auf drei - Vance spricht von Umschichtung von Ressourcen
-
Bundesfinanzhof: Grundsteuer in Baden-Württemberg ist verfassungsgemäß
-
Dongfeng aus China wird E-Autos im Stellantis-Werk in der Bretagne bauen
-
Planungssicherheit: Deutsche Wirtschaft begrüßt EU-Einigung zu US-Zöllen
-
Arbeitgeberverband Pflege fordert Fokus auf Schaffung neuer Pflegeplätze
-
Sieben Millionen Erwachsene verletzen sich jährlich bei Unfällen
-
Objekte aus Nachlass von Schauspieler Matthew Perry werden versteigert
-
Putin kurz nach Trump in Peking - Xi nennt Beziehungen "unerschütterlich"
-
Lange Haftstrafen für Führerscheinbetrüger aus Baden-Württemberg
-
Nach Hauseinsturz in Görlitz Gas an Unglücksort abgestellt
-
Streiks bei Samsung ab Donnerstag - Südkoreas Wirtschaft in Aufruhr
-
"Keine ausländischen Mächte": Lai bekräftigt Anspruch Taiwans auf Selbstbestimmung
-
"Unverkäuflich": Hainer will Kompany lange halten
-
Tipps vom Gegner? Schuster sieht Emery als Inspiration
-
Vor Präsidentenwahl: Autokolonne von Senator in Kolumbien beschossen
-
Xi und Putin heben bei Treffen in Peking enge Beziehungen ihrer Länder hervor
-
NBA: Dämpfer für Schröder im ersten Halbfinale
-
Trump sagt Teilnahme an G7-Gipfel in Frankreich zu
-
Abschied? Guardiola verweist auf Vertrag
-
Freiburg hofft auf Standards als Schlüssel zum Titel
-
Bundesfinanzhof urteilt über Grundsteuer in Baden-Württemberg
-
Kabinett befasst sich mit Plänen zum Ausbau des Zivilschutzes
-
Reform der Fahrschulausbildung im Kabinett
-
Taiwanische Autorin Yang Shuang Zi erhält Booker-Literaturpreis
-
Nach Trumps Ultimatum: EU setzt Zolldeal um
-
Trump-Widersacher Massie unterliegt bei Kongress-Vorwahl in Kentucky
-
Pentagon: Statt vier nur noch drei US-Brigaden in Europa
-
EU-Verhandler einigen sich auf Umsetzung von US-Zolldeal
-
Medien: Nagelsmann nimmt El Mala und Karl mit zur WM
-
New Yorker Richter schränkt Festnahme von Migranten bei Gericht ein
-
1:1 gegen City: Bournemouth macht Arsenal zum Meister
Reiche-Berater warnen vor politischem Aktionismus bei Spritpreisen
Das Beratergremium von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat vor "kurzfristigem Aktionismus" mit Blick auf die hohen Spritpreise gewarnt. Eingriffe in den Markt wie Preisbremsen, eine Übergewinnsteuer oder ein Tankrabatt sollten "unbedingt vermieden werden", erkärten die Ökonomen. Auch eine Schwächung des europäischen Emissionshandels, also Veränderungen bei der CO2-Bepreisung, lehnen sie demnach ab. Reiche begrüßte die Vorschläge.
Das Gremium unter Vorsitz der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm stellte am Freitag ein Kurzgutachten zu den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges vor. "Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa - und was (nicht) zu tun ist" lautet der Titel. Auf 29 Seiten ist dann auch hauptsächlich zu lesen, welche Maßnahmen die Ökonomen für nicht passend halten.
Die Preissteigerungen an den Zapfsäulen infolge des Iran-Krieges halten die Experten für nachvollziebar. "Wenn Dinge wie etwa Öl knapp sind oder - bei lagerfähigen Gütern - knapp zu werden drohen, so steigen die Preise", schreiben sie. "Manche Nachfrager schränken dann den Konsum mehr oder weniger ein. Genau dies ist bei Knappheiten auch erwünscht." In den Markt sollte daher nicht eingegriffen werden.
Den Emissionshandel bezeichneten die Ökonomen "als zentrales Instrument zur kosteneffizienten Reduktion von Treibhausgasemissionen". Die aktuelle geopolitische Krise sollte nicht als Anlass dienen, ihn zu schwächen oder auszusetzen. Die Forderung, für niedrigere Spritpreise am CO2-Preis zu drehen, kam zuletzt vor allem von AfD und BSW, aber auch von CSU-Chef Markus Söder.
Außerdem fordern die Reiche-Berater einen "verantwortungsvollen Umgang mit fiskalischen Spielräumen". Bei allen Maßnahmen, um den Preissteigerungen und anderen wirtschaftlichen Folgen zu begegnen, solle besonders "auf die Wirtschaftlichkeit" geachtet werden.
Wirtschaftsministerin Reich bedankte sich für das Gutachten. "Interessant ist, was der wissenschaftliche Beirat sagt, was man unterlassen sollte", sagte sie. Es dürfe also keine "milliardengroßen Programme" geben, um "ein Symptom zu heilen, was, wenn ich ans Kartellrecht denke, tiefe Ursachen hat". Wettbewerb sei "die beste Methode für geringere Preise".
Vorschläge, was die Bundesregierung unternehmen könnte, unterbreiteten die Berater vor allem im Bereich der Gasversorgung. Sie sind allerdings eher langfristig ausgelegt. Zum einen sollte Deutschland demnach die Fracking-Technologie zur heimischen Gasförderung erlauben. Zudem sollten langfristige Lieferverträge vereinbart werden. Deutschland will offiziell bis 2045 klimaneutral sein, was jedoch den Abschluss von Lieferverträgen darüber hinaus erschwert.
Reiche setzt stark auf den Bau neuer Gaskraftwerke, um die Stromversorgung in Deutschland zu sichern. "Für gesicherte Leistung kommen nun mal neue Gaskraftwerke zum Einsatz und sind jetzt das Mittel der Wahl", betonte sie. Deshalb sei es richtig, Gaslieferverträge "mit ganz verschiedenen Ländern" zu schließen.
Die Ökonomin Grimm ist Mitglied im Sachverständigenrat Wirtschaft der Bundesregierung, den sogenannten Wirtschafsweisen. Reiche hatte nach ihrem Amtsantritt zudem noch den "Wissenschaftlichen Beraterkreis Wirtschaftspolitik" ins Leben gerufen. Neben Grimm sind darin Justus Haucap, Stefan Kolev, Volker Wieland vertreten.
S.Barghouti--SF-PST