-
UNO: Vorgehen der RSF-Miliz im Sudan weist "Merkmale eines Völkermords" auf
-
EU-Behörden halten Gesundheitsrisiko durch Babymilch nach Rückrufen für gering
-
USA verstärken Angriffsdrohung gegen den Iran - Teheran pocht auf Urananreicherung
-
Sturzdrama: Rydzek und Geiger gehen erneut leer aus
-
30-Jähriger soll in Essen bei Streit Vater getötet haben - Festnahme
-
Chinesische Prostituierte eingeschleust: Razzia in zwei Bundesländern
-
Cannabisplantage mit rund 700 Pflanzen im niedersächsischem Lamspringe entdeckt
-
Skibergsteigen: Paller verpasst Bronze nur knapp
-
Sanierungsplan: Massiver Stellenabbau bei DB Cargo geplant
-
Urteil: Abschiebung in Herkunftsland trotz Schutzstatus in Griechenland möglich
-
Vatikan: Papst Leo XIV. besucht im Juli italienische Insel Lampedusa
-
Charles III. nach Festnahme von Andrew: "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen"
-
Urteil: Land Hessen muss für Unfall nahe Holzlagerplatz nicht haften
-
Studie: Zustimmung zu Idee der Demokratie ist riesig - aber Kritik an Umsetzung
-
Krise in Kuba: Staat erlaubt jetzt Privatfirmen die Einfuhr von Kraftstoff
-
Von der Leyen plant Grönland-Besuch im März
-
Klingbeil und Bas wollen Antragspflicht für Kindergeld abschaffen
-
TotalEnergies weist Klimavorwürfe vor Pariser Gericht zurück
-
102 Millionen internationale Gäste: Frankreich bleibt meistbesuchtes Touristenziel
-
Save the Children: Ukraine-Krieg ist "Krieg gegen Kinder" - Über 4000 Stunden Luftalarm seit Kriegsbeginn
-
Kasse: 56 Prozent der Versicherten warten über einen Monat auf Facharzttermin
-
Deutsche Bahn will 6000 Stellen bei Frachttochter DB Cargo streichen
-
Gericht erlaubt AfD-Termin in Ettlingen und verbietet vorsorglich Auftritt Sellners
-
Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Kriegsrecht-Ausrufung zu lebenslanger Haft verurteilt
-
G-BA: Neuer Alzheimer-Wirkstoff Lecanemab ohne belegten Zusatznutzen
-
Luftkampfsystem FCAS: Airbus bereit zu Entwicklung von eigenem Kampfjet
-
"Enorm stolz": Deutsche Curler siegen zum Olympia-Abschluss
-
Gute Nachrichten für Bayer: Trump stellt Glyphosat-Produktion unter Schutz
-
Macron warnt vor "Spirale der Gewalt" nach Tod von Rechtsradikalem in Lyon
-
Nochmals viele Unfälle durch Schneefall von Hessen bis Bayern
-
Deutsche Curler siegen zum Olympia-Abschluss
-
Epstein-Skandal: Früherer Prinz Andrew wegen mutmaßlichen Amtsmissbrauchs festgenommen
-
Motorradfahrer stürzt über kaputten Gullydeckel: Kein Schadenersatz von Stadt Speyer
-
Wahl-O-Mat zu Landtagswahl in Rheinland-Pfalz online
-
Luftfahrtkonzern Air France-KLM verbucht 2025 Rekordgewinn
-
Hessens Innenminister Poseck fordert Handyortung zu Absicherung von Abschiebungen
-
Mehr als 30 Geckos verhungert und verdurstet: Schockfund bei Kontrolle in Bayern
-
KI-Gipfel in Indien: Modi und Guterres fordern Technologiezugang für alle
-
Renault schreibt Verlust wegen Problemen bei Nissan - dafür Erfolg bei E-Autos
-
Geiger und Rydzek führen nach dem Springen
-
In Bayern verschwundener Kater taucht bei nach Sachsen umgezogenen Nachbarn auf
-
Nach langem Winter: Pollenalarm ab kommender Woche auch im Norden und Osten
-
Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics
-
Dutzende Verbände fordern Rücknahme geplanter Verschärfungen beim Bürgergeld
-
Pillen für Darknet und Schmutz in Labor: Apotheke in Rheinland-Pfalz muss schließen
-
Britisches Ehepaar im Iran wegen Spionage-Vorwürfen zu zehn Jahren Haft verurteilt
-
Nach Viertelfinal-Aus: DEB will "alles genau anschauen"
-
Auftragsbestand in der Industrie im Dezember weiter gestiegen
-
Mann stirbt bei Bahnunfall in Bayern - Autofahrer von Zug erfasst
-
Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter deutlich vor SPD
Save the Children: Ukraine-Krieg ist "Krieg gegen Kinder" - Über 4000 Stunden Luftalarm seit Kriegsbeginn
Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat den Krieg in der Ukraine als "Krieg gegen Kinder" angeprangert. "Die Kinder leiden seit vier Jahren unter einer Dauerkrise", sagte der Geschäftsführer der Nichtregierungsorganisation, Florian Westphal, der Nachrichtenagentur AFP. In der Ukraine gebe es etwa 1,5 Millionen Kinder, bei denen es ein Risiko für Depressionen, Traumata, Angstzustände und Ähnlichem gebe. Seit Beginn des russischen Großangriffs am 24. Februar 2022 gab es nach Angaben von Save the Children durchschnittlich mehr als 4000 Stunden Luftalarm in der Ukraine - was etwa fünfeinhalb Monaten entspricht.
Westphal warnte vor der Gefahr, dass man in dem Krieg "zuerst auf die physischen Verletzungen achtet, weil die viel sichtbarer sind und viel deutlicher zum Ausdruck kommen, und die psychischen Verletzungen darüber vergisst". Kleine Kinder wüssten nicht, was passiert. Sie würden für immer mit den Erfahrungen des Kriegs leben müssen.
Bei einem Besuch in den ostukrainischen Regionen Charkiw und Sumy traf Westphal Ende Januar ein siebenjähriges Mädchen, wie er berichtete. Die Familie des Mädchens baue ihr Haus, das im vergangenen Jahr durch fünf russische Geschosse zerstört worden sei, mit Unterstützung von Save the Children wieder auf. "Das Mädchen hat mir das ganz stolz gezeigt, wo ihr Zimmer sein wird und strahlend erzählt, dass sie mit ihrem Vater das Dach repariere." Gleichzeitig habe die Mutter der Siebenjährigen ihm erzählt, "dass ihre Tochter nach dem Angriff jedes Mal, wenn es eine Explosion gab, am ganzen Körper gezittert habe", sagte Westphal.
Die Familie sei bei einer psychologischen Beratung gewesen und mache nun gemeinsam Atemübungen, wenn es Explosionen gebe, das helfe ein bisschen. "Die Geschichte des Mädchens zeigt, wie häufig Kinder diese optimistische Weltsicht, diesen Blick nach vorn haben. Aber der Krieg bleibt allgegenwärtig."
Was mit Blick auf Erwachsene in der Ukraine auffalle, sei, dass sie "im Hier und Jetzt leben und versuchen, nicht zu sehr über die Zukunft nachzudenken", sagte Westphal weiter. "Die Menschen sprechen zum Beispiel kaum über Friedensverhandlungen oder Politik - nicht, weil es sie nicht interessiert, sondern weil sie vom Krieg in Beschlag genommen sind."
In sogenannten Bunkerschulen in der Nähe der ukrainischen Front wird versucht, ein Stück Normalität für Kinder aufrechtzuerhalten. Westphal hat eine solche Schule in der ostukrainischen Stadt Charkiw besucht: "Das ist wirklich beeindruckend, man geht eine Treppe herunter, durch eine schwere Stahltür und dann ist man in einer Schule sieben Meter unter der Erde." Dort gebe es 20 Klassenzimmer, eine kleine Cafeteria und ein Lehrerzimmer - "wie in einer normalen Schule, nur dass es keine Fenster gibt".
In normalen Schulen über der Erde müssen Kinder und Lehrkräfte sich bei jedem Luftalarm in einen Schutzraum zurückziehen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 haben die Menschen in der Ukraine laut Save the Children durchschnittlich mehr als 4000 Stunden lang Luftalarm erlebt - was etwa fünfeinhalb Monaten entspricht.
In der Hauptstadtregion Kiew und in einigen Frontgebieten habe sich der Alarm sogar auf insgesamt 7000 Stunden, also neuneinhalb Monate, belaufen, erklärte die Kinderrechtsorganisation. Inzwischen seien viele Menschen in der Ukraine so erschöpft davon, "dass sie nicht einmal mehr Schutzräume aufsuchen, sondern sich in ihren weniger sicheren Badezimmern oder Hausfluren aufhalten".
Was ihm nach vier Jahren Krieg Hoffnung mache, sei, dass in Deutschland weiter ein großes Interesse an der Lage der Menschen in der Ukraine bestehe, betonte Westphal. "Ich finde, dass es nach wie vor eine relativ große Solidarität mit den Menschen und den Kinder in der Ukraine gibt."
Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger verwies ihrerseits auf die "dramatische humanitäre Lage in der Ukraine". Insgesamt 10,8 Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen - 3,6 Millionen davon akut. Die Organisation warnte "angesichts der extremen Kälte und anhaltenden Angriffen vor einer weiteren Zuspitzung der Lage".
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erklärte, dass für viele Menschen "die Mischung aus Kälte, Angst um das eigene Leben und stetiger Unsicherheit zermürbend" sei. Die Ukraine erlebt derzeit den härtesten Winter seit Kriegsbeginn mit zum Teil zweistelligen Minusgraden.
Die russische Armee greift die Ukraine regelmäßig mit hunderten Drohnen und Raketen über Nacht an. Russland meldete unterdessen die Abwehr von mehr als hundert ukrainischen Drohnen. Die Luftabwehr habe "113 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört", erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag. Die Angriffe zielten demnach unter anderem auf die nordwestliche Region Pskow.
Am Dienstag und Mittwoch waren Vertreter Russlands und der Ukraine in Genf zu erneuten Verhandlungen über ein Ende des seit 2022 andauernden Konflikts unter Vermittlung der USA zusammengekommen. Die Gespräche gingen ohne greifbare Ergebnisse zu Ende.
M.Qasim--SF-PST