-
Mann tötet Frau und verletzt 13-jährige Tochter in Hannover lebensgefährlich
-
Zwei Tote und mehrere Verletzte nach Kollision auf New Yorker Flughafen LaGuardia
-
Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten begonnen
-
Rehlinger will nicht SPD-Chefin werden - Miersch verteidigt Klingbeil und Bas
-
Bilger nach Landtagswahl: Parteiinterne Debatten halten nur Reformarbeit auf
-
NBA: Erneutes Triple Double für Jokic
-
Regierung: Stromnetz in Kuba vollständig wiederhergestellt
-
Pro-iranische Miliz im Irak verlängert Pause von Angriffen auf US-Botschaft in Bagdad
-
Medien: Book Kandidat auf Kehl-Nachfolge
-
Undav in Topform zum DFB: "Ich will spielen"
-
Iran-Krieg: EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung
-
Spitzengremien der Bundesparteien beraten über Ergebnis der Landtagswahl
-
Von der Leyen reist zu Gesprächen über Handelsabkommen nach Australien
-
Prozess zum schwersten Zugunglück in Griechenland mit 57 Toten beginnt
-
Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten
-
IEA-Chef warnt vor womöglich schwerster Energie-Krise seit Jahrzehnten
-
Teilergebnis: Liberale knapp vor Konservativen bei Wahl in Slowenien
-
Rheinland-Pfalz: Schweitzer lässt politische Zukunft nach Niederlage offen
-
Libanesischer Regierungschef: Iranische Revolutionsgarden befehligen Hisbollah
-
CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit klarem Abstand zu SPD
-
Sondierungsgespräche von Grünen und CDU in Baden-Württemberg beginnen am Dienstag
-
Teilergebnis: Liberale und Konservative bei Wahl in Slowenien fast gleichauf
-
Miami: Drittrunden-Aus für Alcaraz
-
Union kritisiert neue Riester-Rente - kurz vor Entscheidung im Bundestag
-
Schnieder gewinnt Direktmandat in Wahlkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz
-
Undav baut Torserie aus: Stuttgart fegt über Augsburg hinweg
-
Schweitzer verteidigt Direktmandat bei Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
-
Kommunalwahl in Frankreich: Paris und Marseille bleiben links
-
Sensation in München: Grüne stellen erstmals Oberbürgermeister
-
Kommunalwahl in Frankreich: RN erobert 30 Städte, aber nicht Toulon
-
SPD-Spitze will sich Personaldebatte in Partei stellen - Parteilinke unzufrieden
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Präsidentschaftskandidat Philippe gewinnt in Le Havre
-
Kommunalwahl in Frankreich: Rechtspopulisten scheitern in Toulon
-
League Cup: City übertrumpft Arsenal
-
SPD-Amtsinhaber Reiter räumt Niederlage bei Oberbürgermeisterwahl in München ein
-
Prognose: Liberale Partei von Regierungschef Golob bei Wahl in Slowenien knapp vorn
-
St. Pauli verpasst Big Points - Freiburgs Helden jubeln weiter
-
Köln trennt sich von Trainer Kwasniok - Wagner übernimmt
-
Sexualisierte Gewalt im Internet: Tausende protestieren in Berlin
-
Medien: Köln trennt sich von Trainer Kwasniok
-
Hochrechnungen: CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz deutlich vor SPD
-
Skifliegen: Zweiter Männer-Wettkampf in Vikersund abgesagt
-
Prognosen: CDU gewinnt Landtagswahl in Rheinland-Pfalz deutlich vor SPD
-
Sexualisierte Gewalt im Internet: Tausende demonstrieren in Berlin
-
Bei Burkardts Rückkehr: Frankfurt verliert in Mainz
-
Neue israelische Angriffswelle auf Hisbollah: Libanesischer Präsident warnt vor "Bodeninvasion"
-
Handballer feiern Doppelsieg gegen Ägypten - Sorgen um Knorr
-
"Geniales Gefühl": Nawrath Zweiter im Massenstart
-
Nawrath Zweiter im abschließenden Massenstart
-
Früherer FBI-Chef Mueller gestorben - Trump "froh" über Tod von Ex-Sonderermittler
Belgien diskutiert Migration
Belgien verzeichnet seit einigen Jahren ein langsameres natürliches Bevölkerungswachstum. Im Jahr 2024 kamen im Land 65 468 Todesfällen nur 61 781 Geburten gegenüber, so dass die natürliche Bilanz – die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen – negativ ausfiel. Trotz des demografischen Defizits wuchs die Bevölkerung um 0,52 Prozent, weil 2024 194 212 Menschen nach Belgien einwanderten und nur 128 168 auswanderten. Die internationale Migrationsbilanz von +66 044 Personen hat die negativen demografischen Werte kompensiert und für ein Bevölkerungswachstum von 61 901 Menschen gesorgt.
Ein Trend für alle allen Regionen Belgiens?
In Flandern sorgten 94 367 Einwanderungen bei 61 372 Auswanderungen für eine positive Migrationsbilanz, und in Wallonien kamen 45 578 Einwanderungen auf 31 927 Auswanderungen. Auch in der Hauptstadtregion Brüssel übertraf der Zuzug die Abwanderung, oftmals auch mit vielen Problemen, welche die Migration mit sich bringt, vor allem eine wachsende Kriminalität.
Politischer Kurswechsel – die straffere Migrationsagenda
Ende Januar 2025 bildete die nationalistische Neu-Flämische Allianz (N‑VA) eine neue belgische Regierung. Der Koalitionsvertrag bezeichnet die geplante Migrationsagenda als „strengste Migrationspolitik“ und setzt auf „kontrollierte Migration“. Geplant sind unter anderem Abschreckungskampagnen gegenüber Asylsuchenden, die Auswertung von Mobiltelefonen zur Identitätsprüfung, eine Konzentration der Unterbringung in Sammelzentren und strengere Regeln für den Familiennachzug. Außerdem soll der Zugang zu Sozialleistungen für anerkannte Schutzberechtigte erst nach einer Wartezeit von fünf Jahren gewährt werden, während Resettlement-Programme vorübergehend gestoppt werden. Menschenrechtsorganisationen warnen, dass diese Maßnahmen die Grundrechte von Schutzsuchenden gefährden könnten.
Die straffere Linie zeigt sich auch bei Einbürgerung und Integration. Seit 2026 beträgt die Gebühr für die Einbürgerung 1 000 Euro, nachdem sie bis 2025 nur 150 Euro betrug. In der Wallonie wurde die Dauer des verpflichtenden Integrationsprogramms von 18 Monaten auf drei Jahre verlängert und der Schwerpunkt auf Sprachunterricht, Staatsbürgerkunde und berufliche Orientierung gelegt. Gleichzeitig wurden mehr Ausnahmen eingeführt – zum Beispiel für Pflegepersonen oder Teilzeitbeschäftigte – und die regionalen Integrationszentren erhielten den Auftrag, migrantspezifische Beratungen und Beschäftigungsförderung anzubieten. Die Regeln zum Familiennachzug wurden verschärft: Antragstellende müssen nun ein Nettoeinkommen von mindestens 110 Prozent des garantierten Mindestlohns nachweisen und bis zu zwei Jahre warten, bevor Angehörige nachziehen dürfen.
Europäischer Kontext und der Druck zur Rückführung
Die belgische Linie fügt sich in einen europäischen Kontext ein. 2025 stellte die Europäische Union eine Strategie vor, die die Zahl irregulärer Einreisen senken und Rückführungen von Personen ohne Bleiberecht erleichtern soll. EU‑Migrationskommissar Magnus Brunner betonte, dass „Missbrauch der Migration einen schlechten Ruf verleiht“. Die EU plant Rückkehrzentren außerhalb ihrer Grenzen und möchte Länder, die die Rücknahme eigener Staatsangehöriger verweigern, mit Visa‑Sanktionen belegen. Menschenrechtsgruppen warnen, dass eine solche Politik die Abhängigkeit der EU von Drittstaaten verstärke und das Risiko für Menschenrechtsverletzungen erhöhe.
Was im Internet diskutiert wird
Im Internet verdeutlichen Kommentare die Spannbreite der öffentlichen Debatte. In Kommentaren äußern Nutzerinnen Sorge über steigende Kriminalität und warnen vor einer „Drittweltisierung“ Europas. Andere betonen, dass Integration vor allem durch die Migrantinnen selbst gelingen müsse, während wieder andere zu mehr Toleranz aufrufen und darauf hinweisen, dass Pauschalverurteilungen ungerecht sind. Einzelne Kommentator*innen berichten als Zugewanderte von ihren eigenen Anstrengungen, sich zu integrieren, und kritisieren Personen, die dies ablehnen. Die Bandbreite der Meinungen reicht damit von ablehnenden Haltungen über Forderungen nach härteren Maßnahmen bis hin zu Appellen zur Offenheit gegenüber Vielfalt.
Zwischenbilanz: Chancen, Herausforderungen und Ausblick
Belgien steht, wie viele europäische Länder, vor einem doppelten Dilemma: Einerseits sorgt die demografische Entwicklung dafür, dass Zuwanderung nötig ist, um den Rückgang der Bevölkerung auszugleichen und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Andererseits steht das Land politisch unter Druck, irreguläre Migration zu begrenzen und Integration zu verbessern. Die Verschärfung der Einbürgerungs‑ und Familiennachzugsregeln sowie das Ziel, schnellere Rückführungen durchzusetzen, spiegeln einen gesellschaftlichen Stimmungswandel wider, der von Sicherheitsbedenken und Angst vor Überforderung geprägt ist. Gleichzeitig warnen Expert*innen, dass zu restriktive Maßnahmen Integration erschweren und Schutzsuchende in unsichere Situationen drängen könnten.
Ob Migration Belgien „zum Guten“ oder „zum Schlechten“ verändert, lässt sich nicht pauschal beantworten. Demografische Statistiken zeigen, dass Zuwanderung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Bevölkerung leistet. Die politische Debatte und die öffentliche Wahrnehmung hängen jedoch stark von persönlichen Erfahrungen, sozioökonomischen Faktoren und medialer Berichterstattung ab. Ein nachhaltiger Ansatz erfordert daher eine Ausgewogenheit zwischen Kontrolle und Humanität: einerseits klare Regeln und effektive Verfahren, andererseits Investitionen in Sprachförderung, Bildung und Arbeitsmarktzugang, die langfristig allen zugutekommen - Migration ist letztendlich auch der Zusammenstoß von verschiedenen Kulturkreisen und Wertevorstellungen. Gerade in diesem Zusammenhang ist der Staat für sich genommen, mit Polizei und Gesellschaft im Gesamten, als Einheit gefordert.
Chaos: Krankenhäuser in Frankreich wegen Ungeimpfter am Limit
Emmanuel Macron will EU-Ratspräsidentschaft als Bühne nutzen
Putin und Biden erörtern Ukraine-Frage - USA und EU drohen!
Ukraine-Gipfel: Gespräche zwischen Biden und Putin geplant
Fußball mit harten Bandagen: Italien-Star droht Ronaldo Tritte an
FC Bayern München: Hoeneß traut Lewandowski andere Rolle zu
Ab jetzt droht Gefängnis: Härtere Strafen für falsche Impfpässe
Corona-Welle in der Schweiz - Schon 95 % Omikron im Tessin
Corona-Schockwelle: 180.000 Fälle in 24 Stunden in Frankreich
"Wer einmal lügt" - Ein Harlan-Coben-Thriller kommt zu Silvester
Was will Putin? Streit, Krieg, oder gar die alte Sowjeunion zurück?