-
VdK warnt vor Spitzentreffen im Kanzleramt vor Kürzungen im Sozialbereich
-
NHL: Hurricanes gleichen Finalserie erneut aus
-
US-Regierung: "Gute Gründe" für Visa-Entscheidungen
-
Kinderhilfswerk: Eltern interessieren sich nicht genug für digitale Spiele der Kinder
-
Messi trifft bei Argentiniens Generalprobe
-
Völler glaubt an Musiala: "Er ist ganz nah dran"
-
Vor Spitzentreffen im Kanzleramt: Verdi warnt vor Renten-Einschnitten
-
Wadephul empfängt ungarische Außenministerin Orban in Berlin
-
Bundeskanzler Merz eröffnet Luft- und Raumfahrtaustellung in Berlin
-
CSU-Minister Dobrindt und Rainer stehen Bundestag Rede und Antwort
-
Spitzentreffen der Koalition im Kanzleramt mit Sozialpartnern
-
Nach Hubschrauber-Abschuss: USA und Iran greifen sich erneut gegenseitig an
-
Iran meldet Drohnenangriff auf US-Stützpunkt in Bahrain
-
Außenminister Araghtschi: Iran wird "keinen Angriff unbeantwortet lassen"
-
Bericht: Zahl der Rentner in Deutschland erreicht neuen Rekordwert
-
Ausländerfeindliche Proteste nach Messerangriff in Belfast eskalieren
-
"Bild": Finanzlage der Krankenkassen noch schlechter als bisher gedacht
-
US-Repräsentantenhaus billigt 70 Milliarden Dollar für Kampf gegen Migration
-
USA greifen Iran an - Trump: "Kraftvolle" Reaktion auf Hubschrauber-Abschuss
-
Mourinhos Rückkehr zu Real perfekt
-
US-Armee meldet neue Angriffe auf Iran als Vergeltung für Hubschrauber-Abschuss
-
Steinmeier beschwört Einheit Europas bei Staatsbankett in den Niederlanden
-
Nach Messerangriff in Belfast: Proteste in mehreren britischen Städten
-
BBL: Alba fertigt Bamberg ab und folgt München ins Finale
-
Ein Toter bei Protesten gegen Ebola-Quarantäneeinrichtung für US-Bürger in Kenia
-
Lehrer-Streik: Tausende blockieren kurz vor WM-Eröffnung Stadion in Mexiko-Stadt
-
Tausende Demonstranten: Straßenblockade rund ums Aztekenstadion
-
Anthropic veröffentlicht umstrittenes KI-Modell Mythos in eingeschränkter Form
-
"So viel Spaß gemacht": Williams feiert erfolgreiches Comeback
-
Berliner Regierungschef Wegner zu CDU-Spitzenkandidat für Abgeordnetenhauswahl gekürt
-
Nicht nur beten und appellieren - Papst Leo XIV. trifft bei Spanien-Besuch Bad Bunny
-
Quali-Abschluss: DFB-Frauen beschenken Wück mit Sieg
-
Bundesregierung sucht nach Scheitern von FCAS Kampfjet-Alternative
-
Trump kündigt Vergeltung gegen den Iran nach Hubschrauber-Abschuss an
-
Anthropic veröffentlicht eingeschränkte Version von umstrittenem KI-Modell Mythos
-
Trump kündigt Vergeltung gegen Iran nach Hubschrauber-Abschuss an
-
Nasa: Italiener Parmitano nimmt an erster Europäer an Artemis-Mission teil
-
Belgischer Regierungschef nennt Stopp von Kampfjet-Projekt FCAS "komplette Dummheit"
-
Mexikos Präsidentin erbost über Lehrer-Streik kurz vor WM-Eröffnungsspiel
-
Vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern: Merz wirft SPD Blockade vor
-
"Nicht schön": Völler kritisiert politische Eingriffe
-
Israelische Siedler im Westjordanland: Sechs Länder verhängen Sanktionen
-
Stromausfall in Reutlingen: Behörden gehen von Brandstiftung in Umspannwerk aus
-
Schalke verlängert vorzeitig mit Aufstiegsheld Karius
-
Acht nordische und baltische Staaten für EU-Beitritt der Ukraine "so schnell wie möglich"
-
Chatbots auf Whatsapp: EU-Kommission ordnet gleiches Recht für alle Anbieter an
-
Koalition ruft vor Spitzentreffen mit Sozialpartnern zur Kompromissbereitschaft auf
-
Nach Scheitern von FCAS: Bundesregierung sucht Kampfjet-Alternative
-
Bericht: "Neue Qualität" von Antisemitismus in Brandenburg
-
Mord an Vermieterin: 61-Jähriger in Hagen zu lebenslanger Haft verurteilt
Ministerin Reiche: Weniger Subventionen für Erneuerbare - dafür mehr CCS
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt für die Energiewende auf weniger Subventionen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. "Momentan nutzen wir viel des erneuerbaren Stroms nicht", sagte die Ministerin. "Er wird aber gefördert." Hier brauche es Anpassungen. Auf der anderen Seite will Reiche zur Erreichung der Klimaziele unter anderem den Einsatz der CCS-Technologie zur Abscheidung und Einlagerung von CO2 auch in Gaskraftwerken ermöglichen.
Reiche kritisierte die "ungesteuerte Stromproduktion durch die Erneuerbaren". Zu Spitzenzeiten werde derzeit häufig zu viel Solarstrom produziert. Zugleich rechne sich eine Solaranlage mit Speicher bereits schon jetzt für Verbraucher, daher sei das Fördern privater PV-Anlagen "nicht mehr notwendig".
Sie halte daran fest, dass bis 2030 insgesamt 80 Prozent des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll, sagte Reiche weiter. Doch der Strombedarf steige weniger stark als zuvor erwartet. Das von ihr in Auftrag gegebene wissenschaftliche Energiewendemonitoring gehe von einem Verbrauch zwischen 600 und 700 Terawattstunden im Jahr 2030 aus, die Ausbauziele seien jedoch auf 750 Terawattstunden ausgelegt.
Als Gründe für den gesunkenen erwarteten Bedarf nannte die Ministerin vor allem, dass die Industrie deutlich langsamer ihre Prozesse elektrifiziere und der Ausbau von Elektrolyse-Kapazitäten zur Herstellung von Wasserstoff nicht vorankomme. Auch der Einbau von Wärmepumpen und der Absatz von E-Autos bleibe hinter den Erwartungen zurück.
Gebremst werden soll deshalb insbesondere der Ausbau von Offshore-Windanlagen, wie die Ministerin erläuterte. "Durch die Optimierung des Offshore-Ausbaus können Netzanbindungsleitungen eingespart und die Kosten um bis zu 40 Milliarden Euro reduziert werden", erklärte ihr Ministerium.
"Der Erfolg der Energiewende bemisst sich daran, wie gut wir in der Lage sind, jede Kilowattstunde, die aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, optimal zu nutzen", sagte Reiche weiter. Nötig dafür seien auch mehr "stabile und verlässliche Grundlastkraftwerke - idealerweise moderne Gaskraftwerke mit der Umstellungsperspektive auf Wasserstoff".
Kraftwerke sollen laut Reiche zur Erreichung der Klimaziele zudem die sogenannte CCS-Technologie zur Abscheidung und Einlagerung von CO2 einsetzen dürfen. CCS steht für Carbon Capture and Storage: Kohlendioxid oder CO2 wird nicht in die Atmosphäre ausgestoßen, sondern abgeschieden und dann dauerhaft in tiefliegenden Gesteinsschichten gespeichert. Allerdings steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen und ist bislang sehr teuer.
Von Umwelt- und Klimaschützern kam scharfe Kritik. "CCS als Klimaschutztechnologie zu verkaufen ist brandgefährlich - und das angebliche 'Subventionen senken' läuft in Wahrheit auf den Kahlschlag bei wichtigen Förderprogrammen hinaus, während fossile Beihilfen neu geschaffen werden sollen", erklärte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.
Aktivisten, etwa von Campact oder Germanwatch, wie auch der Grünen-Politiker Michael Kellner warfen Reiche vor, aus dem Monitoringbericht die falschen Schlüsse zu ziehen. Der Bericht empfehle, "im Wesentlichen die erfolgreiche Energiewendepolitik ihres Vorgängers fortzuführen", erklärte Kellner, der unter Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Staatsminister war. Reiche hingegen erwecke den Eindruck, sie wolle die Energiewende abbremsen.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßte den Monitoringbericht, warnte aber, dass sich "am erheblichen Ausbaubedarf Erneuerbarer Energien" nichts ändere. "Die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie entwickelt sich aktuell zwar langsamer als angenommen, dennoch sollte man vorbereitet sein auf anwachsende Stromnachfrage durch die erhoffte konjunkturelle Erholung und auf neue und zusätzliche Stromnachfrage unter anderem durch Elektrolyseure, Rechenzentren, die E-Mobilität und die Wärmeversorgung", erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae.
Die Solarwirtschaft kritisierte das Vorhaben, die Förderung privater Solaranlagen zu streichen. "Anstelle von Einschnitten bei der Solarförderung benötigen Betreiber und Branche einen verlässlichen Investitionsrahmen und weniger Marktbarrieren", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BSW, Carsten Körnig.
Aus der Industrie kam Beifall. Ministerin Reiche lege mit ihren Reformvorschlägen "das Fundament für deutliche Effizienzverbesserungen des Energiesystems", erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Holger Lösch.
K.Hassan--SF-PST