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Super Bowl: Lamar stichelt gegen Drake - Trump tritt gegen Taylor Swift nach
Mit einer furiosen Bühnenshow hat Superstar Kendrick Lamar beim Super Bowl die Fans in die Rap-Welt entführt. Der 37-Jährige ließ es sich dabei nicht nehmen, seine Fehde mit seinem Rivalen Drake neu anzuheizen. Unter den Zuschauern war auch Popkönigin Taylor Swift, die sich mit Pfiffen aus dem Publikum konfrontiert sah. Dies nutzte Donald Trump, der als erster US-Präsident überhaupt beim Super Bowl war, zum Nachtreten gegen die von ihm "gehasste" Sängerin.
Lamar tanzte zu Beginn seines 13-minütigen Auftritts beim US-Football-Finale am Sonntagabend in New Orleans vor 80.000 Fans auf einem schwarzen Protz-Auto. Später war er von in den US-Nationalfarben Rot, Weiß und Blau gekleideten Tänzern umgeben. Der 37-Jährige gab mehrere seiner Hits zum besten, darunter "Humble" und "DNA".
Und er führte demonstrativ auch seinen Schmähsong "Not Like Us" über Drake auf. Bei einem der provokativsten Verse des Titels, in dem er seinem Rivalen eine Vorliebe für junge Mädchen vorwirft, blickte Lamar direkt in die Kamera. Die beiden Musiker befinden sich schon seit längerem in einer Fehde, die nicht nur musikalisch ausgetragen wird, sondern auch vor Gericht gelandet ist. Dessen ungeachtet war Lamar vor einer Woche für den sogenannten Disstrack über Drake mit fünf Grammy-Musikpreisen ausgezeichnet worden.
Zeitweise wurde Lamar während seines Super-Bowl-Auftritts von der Sängerin SZA unterstützt. Der Schauspieler Samuel L. Jackson betätigte sich als Ansager des Rap-Stars. Jackson war wie die Figur "Uncle Sam" gekleidet, trug also einen Zylinder mit dem Sternenbanner. Außerdem kam die Tennis-Ikone Serena Williams überraschend zu Lamar auf die Bühne, sie stammt ebenso wie er aus Compton, einem benachteiligtem Vorort von Los Angeles.
Im Publikum saß auch Donald Trump, der als erster amtierender US-Präsident bei einem Super Bowl anwesend war. Als Trump während des Abspielens der Nationalhymne auf den großen Bildschirmen zu sehen war, gab es vereinzelten Applaus auf den Rängen.
Als dagegen Taylor Swift während des Spiels auf der riesigen Videoleinwand des Stadions in New Orleans eingeblendet wurde, gab es lautstarke Buhrufe. Sie war wie schon im vergangenen Jahr zum Football-Finale gekommen, um ihren Partner Travis Kelce anzufeuern, der bei den Kansas City Chiefs spielt. Ein Grund für die Buhrufe könnte gewesen sein, dass im Stadion deutlich mehr Fans der gegnerischen Philadelphia Eagles waren, die das Finale am Ende klar gewannen.
Trump dagegen deutete die Buhrufe ganz anders: "Die einzige, die eine schlimmere Nacht hatte als die Kansas City Chiefs, war Taylor Swift", schrieb er nach dem Spiel in seinem Onlinedienst Truth Social. "Maga ist sehr nachtragend", setzte der Präsident in Bezug auf seine nach der Abkürzung seines Slogans "Make America Great Again" benannte Anhängerschaft hinzu. Swift hatte bei der US-Präsidentschaftswahl offen Trumps demokratische Rivalin Kamala Harris unterstützt, der Republikaner hatte deshalb im vergangenen Jahr erklärt: "Ich hasse Taylor Swift."
Auf dem Rasen erlebten derweil die Chiefs eine krachende Niederlage gegen die Eagles. Die in den vergangenen beiden Jahren im Finale siegreichen Chiefs verpassten damit die Chance, Geschichte zu schreiben und als erstes Team den Super Bowl drei Mal in Folge zu gewinnen.
T.Samara--SF-PST