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Mindestens drei Verletzte bei Schwert-Angriff an schwedischer Schule
An einer schwedischen Schule sind bei einem Angriff mit einem Schwert mindestens drei Menschen verletzt worden. Wie die Behörden der Kleinstadt Fagersta am Freitag mitteilten, drang ein mit einem Schwert bewaffneter Angreifer in die Brinell-Schule der Stadt ein und verletzte dort mehrere Menschen. Medienberichten zufolge wurde er von der Polizei angeschossen und festgenommen. Das Motiv für den Angriff war zunächst unklar.
"Zwei Menschen wurden schwer verletzt", teilte Jonas Cederberg, Leiter der Gesundheitsbehörde der Region Västmanland, der Nachrichtenagentur AFP mit. Sie seien ins Krankenhaus gebracht worden. Eine weitere verletzte Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus, der Grad ihrer Verletzungen sei noch unklar, fügte er hinzu.
Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtete, der Angreifer sei mit einer Machete bewaffnet gewesen. Die Polizei stoppte ihn dem Bericht zufolge mit einem Schuss ins Bein. Es soll sich um einen 18-jährigen ehemaliger Schüler der Schule handeln, berichtete die Zeitung unter Verweis auf nicht näher angegebene Quellen.
Die Behörden teilten mit, dass die Polizei die Schule durchsuche. Eine ursprünglich für den späten Nachmittag angesetzte Pressekonferenz wurde verschoben, da nach dem Vorfall noch eine "Rettungsaktion" im Gang sei.
Wie der schwedische Sender SVT berichtete, befanden sich drei Stunden nach dem Vorfall die Schüler immer noch in der Schule. Neben Rettungswagen und Einsatzfahrzeugen der Polizei war demnach auch ein Polizeihubschrauber an der Schule in der 12.000-Einwohner-Stadt im Einsatz. Andere Schulen in der Umgebung wurden laut den Behörden abgeriegelt.
Im Mai waren Behördenangaben zufolge die Schüler der Brinell-Schule nach Hause geschickt worden, nachdem zuvor eine Drohung eingegangen war.
Regierungschef Ulf Kristersson teilte AFP in einer schriftlichen Erklärung mit, dass sich direkt nach den Sommerferien "an einer Schule in Fagersta ein schwerwiegender Vorfall ereignet" habe. "Es gibt Berichte über Verletzte. Wir wissen noch nicht, was hinter dem Angriff steckt, aber wir wissen, dass die Polizei mit Hochdruck daran arbeitet", betonte Kristersson.
Die Vorsitzende der oppositionellen Sozialdemokraten, Magdalena Andersson, bedauerte im Onlinedienst X die "schrecklichen Nachrichten" aus Fagersta. "Wenn es an einer Schule zu Gewalttaten kommt, weiß ich, dass das jeden in unserem Land trifft. Ganz Schweden steht Fagersta in dieser schweren Zeit zur Seite", fügte sie hinzu.
In Schweden hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Angriffe auf Schulen gegeben. Im Februar 2025 war ein 35-jähriger ehemaliger Schüler in ein Bildungszentrum für Erwachsene in der Stadt Örebro eingedrungen und hatte zehn Menschen und sich selbst erschossen. Es war der schlimmste Schusswaffenangriff in der Geschichte Schwedens. Die Polizei teilte mit, der Täter habe aufgrund finanzieller und psychischer Probleme seinem Leben ein Ende setzen wollen.
2022 hatte ein 18-jähriger Schüler an einer Schule in Malmö zwei Lehrerinnen erstochen. 2015 hatte ein 21-Jähriger bei einem rassistisch motivierten Angriff in einer Schule in Trollhättan drei Menschen mit einem Schwert getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde.
A.AbuSaada--SF-PST