-
US-Importverbot für humanoide Roboter: Deutsches Start-up hofft auf Ausnahme
-
Verbesserte Konjunktur: Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognosen deutlich
-
Iran greift US-Stützpunkte am Golf an - Trump droht mit weiteren US-Angriffen
-
UNO: Versorgung Überlebender in Nepal bleibt "sehr, sehr, sehr schwierig"
-
Menschenrechtsgericht stellt knapp 900 Verfahren gegen Russland ein
-
Malta: Hunderte demonstrieren gegen Freispruch nach Mord an Enthüllungsjournalistin
-
Bekannte US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben
-
Türkische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Erdogan-Rivalen Davutoglu wegen Beleidigung
-
Urteil: Ex-Partner hat in Rheinland-Pfalz kein Bleiberecht in Mietwohnung
-
Sánchez weist erneut marokkanische Verantwortung für Ceuta-Krise zurück
-
Gericht: Steuerrückstände von Gastronomen rechtfertigen Entzug von Betriebserlaubnis
-
DIHK-Umfrage: Unternehmen spüren Druck aus China - wählen aber Flucht nach vorn
-
All-in-One WP Migration: Sicherheitslücke kann über manipulierte Archive bis zur Codeausführung führen
-
iOS 27 soll eine Mobilfunknummer zwischen zwei iPhones übergeben können
-
Regelmäßiger Alkoholkonsum junger Erwachsener erreicht historischen Tiefstand
-
Wiederholte Fehlalarme und Gewaltvorwürfe beschäftigen Schulzentrum in Ludwigshafen
-
Schulze weist generelles Kontaktverbot der CDU zur Linken zurück
-
Berlin plant einheitliche Regeln für Gewalt, Krisen und Schulschwänzen
-
Rülke fordert sichtbaren Neustart der FDP und schließt neuen Parteinamen nicht aus
-
71-Jährige in Celle auf Fahrbahn gestoßen und verletzt
-
Russland will diplomatische Beziehungen zu Deutschland trotz neuer Spannungen nicht herabstufen
-
Rückreiseverkehr und Baustellen sorgen am ersten Septemberwochenende für volle Autobahnen
-
Jahre nach sächsischem Munitionsskandal: Schießplatzbetreiber in Schwerin verurteilt
-
Datensatz für KI-Training: Bundesgerichtshof prüft Nutzung von Foto
-
Weimarer Dreieck: Wadephul betont enges Verhältnis zu Frankreich und Polen
-
Benzinpreis steigt auf neues Allzeithoch
-
Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten
-
UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren
-
Nach WM-Gold: Springreiter Vogel erstmals Weltranglistenerster
-
Wadephul bedauert Schließung der Goethe-Institute in Russland
-
E-Auto-Trend setzt sich fort: Anteil an Neuzulassungen steigt über 32 Prozent
-
Berliner Senat hält Herthas Stadionstandort an der Jesse-Owens-Allee für geeignet
-
Anzeige wegen möglicher unbefugter Briefwahl in Dessauer Pflegeheim
-
Linken-Kandidatin entschuldigt sich nach Wasserwurf bei Wahlforum in Halle
-
Bayerisches LKA prüft politischen Hintergrund nach Brandattacke in München
-
Russland kündigt Schließung der Goethe-Institute als Reaktion auf Berlin an
-
Super E10 erreicht nach neuer Eskalation im Irankrieg nominalen Preisrekord
-
Drei Brände halten Berliner Feuerwehr mit mehr als 120 Kräften in Atem
-
Berlin-Wahl: CDU liegt in neuer Umfrage knapp vor Linken
-
Weniger Jugendliche trinken Alkohol - Rauschtrinken bei Männern weiter verbreitet
-
Brandsätze auf Rüstungsfirmen in München: Polizei geht von politischem Motiv aus
-
Weitere Wirtschaftsinstitute heben Wachstumsprognose für 2026 deutlich
-
Bundesfinanzhof: Beiträge an Schulförderverein können steuerlich absetzbar sein
-
Dzeko tritt aus Bosniens Nationalmannschaft zurück
-
Deutschland sagt weitere 250 Millionen Euro für Energieversorgung in Ukraine zu
-
Einkommensteuer: Unions-Politiker wollen durch Haushaltskürzung höhere Entlastung
-
Moskau kündigt Schließung von russischen Standorten des Goethe-Instituts an
-
Schmiererei an Gebäude von Rüstungsorganisation in Bonn - Staatsschutz ermittelt
-
"SZ": Freier Platz im VW-Aufsichtsrat wird kurzfristig besetzt
-
Cousins startet: Raiders setzen "Nr. 1" Mendoza auf die Bank
Bürgergeld-Gesetz der Koalition verfehlt Mehrheit im Bundesrat
Der Bundesrat hat das größte sozialpolitische Reformprojekt der Ampel-Koalition blockiert. Der Gesetzentwurf zur Einführung des Bürgergelds verfehlte am Montag in der Länderkammer die erforderliche Mehrheit, weil Bundesländer mit Regierungsbeteiligung der Union der Vorlage die Zustimmung verweigerten. Endgültig gescheitert ist das Bürgergeld und die damit verbundene Abkehr vom Hartz-IV-System aber noch nicht: Bund und Länder wollen nun im Vermittlungsausschuss nach einem Kompromiss suchen. Die Suche steht allerdings unter großem Zeitdruck.
Kompromissbereitschaft signalisierten neben Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auch Vertreter von unionsregierten Ländern. "Meine Hand zur Lösung ist ausgestreckt", sagte Heil im Bundesrat. Kompromiss sei für ihn "kein Schimpfwort". Der Minister forderte, nun auf "parteipolitische Spielchen" zu verzichten. Er könne sich Kompromisslinien vorstellen - wolle dazu aber öffentlich nicht ins Detail gehen, sagte Heil.
Mit dem neuen Bürgergeld will die Bundesregierung im Verhältnis zwischen Jobcenter und Leistungsbeziehenden mehr auf Vertrauen setzen anstatt auf Sanktionsdrohungen. Die Union sieht darin die Abkehr vom Prinzip "Fördern und Fordern", das ihrer Ansicht nach das bisherige Hartz-IV-System zu einem Erfolg gemacht hat.
Unionsvertreter bekräftigten diese Kritik im Bundesrat, Koalitionsvertreter wiesen die Kritik zurück - und beide Seiten betonten dabei den Willen, einen Kompromiss zu suchen. Die Union wolle mit ihrer Ablehnung "nicht die Reform verhindern, sondern die Reform aufwerten, die Perspektiven der Arbeitslosen verbessern und die Akzeptanz des Bürgergelds stärken", sagte etwa die baden-württembergische Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) im Bundesrat.
Hoffmeister-Kraut sprach für die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart, die sich wegen interner Differenzen über das Bürgergeld der Stimme enthielt - so wie die meisten Landesregierungen mit CDU-Beteiligung. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) etwa kritisierte die Vorlage im Kurzbotschaftendienst Twitter als "leistungsfeindlich" - und äußerte die Hoffnung, im Vermittlungsausschuss "eine vernünftige Lösung" zu finden.
Das CSU-geführte Bayern stimmte mit Nein. Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) begründete im Bundesrat die Kritikpunkte. "Das Gesetz ist und bleibt das falsche Signal zur falschen Zeit", sagte er. Mit dem Bürgergeld sende die Koalition "das Signal: Arbeiten lohnt sich immer weniger". Das sei "schlichtweg ungerecht" gegenüber Arbeitnehmern mit niedrigen Verdiensten.
Zu den Kritikpunkten der Union zählt, dass es Sanktionen gegen Beziehende nur noch im wiederholten Falle wegen Pflichtverletzungen wie etwa verpassten Terminen geben soll. Zudem kritisiert sie, dass das Schonvermögen, das bei Beziehenden nicht angetastet wird, auf 60.000 Euro steigen soll.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte nach dem Bundesratsvotum, dass sie in diesen Punkten Kompromissmöglichkeiten sehe. "Der Vermittlungsausschuss hat schon mehrfach bewiesen, dass er große Themen einigen kann", sagte sie.
Minister Heil bat den Vermittlungsausschuss, bis zur nächsten Bundesratssitzung am 25. November einen Kompromiss zu erarbeiten. Wenn diese Frist nicht eingehalten wird, könne das Bürgergeld nicht wie geplant zum 1. Januar umgesetzt werden. Dann käme auch die geplante Erhöhung des Regelsatzes um 53 auf 502 Euro vorerst nicht.
Die Bundes-CDU will sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. "Wir haben gar keinen Druck, diese Reform jetzt im Schweinsgalopp durch die Parlamente zu bringen", sagte Generalsekretär Mario Czaja im ZDF.
Von den Grünen auf Bundesebene kamen scharfe Töne. Grünen-Chef Omid Nouripour kritisierte die Ablehnung durch die Union als "extrem misslich, weil es Unsicherheit bringt". Nouripour kritisierte "die permanente Argumentation der Union mit falschen Zahlen".
FDP-Parlamentsgeschäftsführer Johannes Vogel rief die Union zu konstruktiven Gesprächen im Vermittlungsausschuss auf. Wenn es dort darum gehen solle, "ein gutes Gesetz noch besser zu machen", dann sei seine Partei dafür offen.
F.Qawasmeh--SF-PST