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"GenZ"-Proteste: Zahlreiche Menschen gehen in deutschen Städten auf die Straße
An den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" haben am Samstagnachmittag zahlreiche Menschen teilgenommen. Die Polizei meldete in einigen Städten den Einsatz von Pyrotechnik, weitgehend blieb es aber friedlich. Unter anderem in Frankfurt am Main wurde der Demonstrationszug wegen Pyrotechnik zwischenzeitlich angehalten, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. In Köln teilten die Beamten mit, die Versammlung werde "weiterhin als Standkundgebung" fortgesetzt.
"Wir haben festgestellt, dass in der Versammlung von Teilnehmenden Pyrotechnik gezündet wird", erklärte die Kölner Polizei in ihrem Kanal im Messengerdienst Whatsapp. Das sei "sehr gefährlich" und "nicht akzeptabel".
In Köln sagte eine Polizeisprecherin zunächst, die Teilnehmerzahl der dortigen Proteste liege "deutlich" unter den von den Organisatoren angemeldeten 15.000 Teilnehmern. Genaue Angaben zu Teilnehmerzahlen mache die Kölner Polizei nicht.
In Berlin schätzte die Polizei, dass in der Spitze 5000 Menschen an der Demonstration teilnahmen. Dort gab es eine vorläufige Festnahme, wie eine Sprecherin sagte. Aber auch in der Hauptstadt blieb es demnach weitgehend friedlich. In Frankfurt ging die Polizei von rund 8000 Teilnehmenden aus und in München gab die Polizei einen Zwischenstand von etwa 4000 Demonstrierenden aus.
Damit blieb der Zulauf zu den Protesten niedriger als von den Organisatoren erhofft. Köln, Berlin, München und Frankfurt galten als die Städte mit den größten Anmeldezahlen - laut Homepage der Organisatoren hatten sich dort insgesamt mehr als 50.000 Menschen angemeldet.
In diesen vier Großstädten veranstaltete "GenZ regelt" eigene Kundgebungen für bessere Bildung und ein bezahlbares Leben, in 30 weiteren Städten konnten sich Interessenten örtlichen Initiativen anschließen. Deutschlandweit hatten fast 180.000 Menschen bundesweit für die Demos zugesagt.
In Leipzig gingen nach Angaben der Stadt rund 6000 Menschen auf die Straße. Demnach blieb die Kundgebung auch dort zunächst friedlich. In Freiburg nahmen laut Polizei in der Spitze etwa 3500 Teilnehmer teil, demnach war die Versammlung dort gegen 15.45 Uhr beendet.
Für Hamburg schätzte ein örtlicher Polizeisprecher die Teilnehmenden auf eine "mittlere vierstellige" Zahl. Vereinzelt zündeten Demonstrierende dort demzufolge Pyrotechnik, ansonsten sei zunächst "alles gut" geblieben.
"GenZ" bezeichnet in etwa die Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis Ende 20. Die Initiatoren fordern von der Politik ein stärkeres Eintreten für die Belange junger Menschen. Im Vorfeld hatten die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer möglichen Unterwanderung etwa durch linksextreme Kräfte gewarnt.
Am Samstag gab es auch in Frankreich erneut Demonstrationen gegen gestiegene Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem. In den vergangenen Wochen waren bei Protesten dort hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. Vor zwei Wochen kam es dabei zu massiven Ausschreitungen. Am vergangenen Wochenende kam es am Rande der Proteste erneut zu Gewalt, allerdings in einem deutlich geringeren Ausmaß.
Z.Ramadan--SF-PST