Sawt Falasteen - Bundeswehr beteiligt sich an Manöver der Ukraine-Verbündeten

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Bundeswehr beteiligt sich an Manöver der Ukraine-Verbündeten
Bundeswehr beteiligt sich an Manöver der Ukraine-Verbündeten

Bundeswehr beteiligt sich an Manöver der Ukraine-Verbündeten

Deutschland schickt rund zehn Stabsoffiziere und bis zu zwei A400M-Tankflugzeuge zur Übung Koalicja 2026. Das Manöver soll die Einsatzfähigkeit einer künftigen Friedenstruppe testen.

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Die Bundeswehr wird erstmals an einem gemeinsamen Militärmanöver der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums entsendet Deutschland rund zehn Stabsoffiziere und stellt Tankflugzeuge sowie logistische Unterstützung bereit.

Die Übung mit dem polnischen Namen Koalicja 2026 soll im November in Polen, im rumänischen Luftraum und im westlichen Schwarzen Meer stattfinden. Ein Ministeriumssprecher bezeichnete die deutsche Teilnahme als Zeichen der Geschlossenheit mit den Partnerstaaten.

Vereinbart wurde das Manöver im Juli bei einem Gipfeltreffen in Paris. Polens Ministerpräsident Donald Tusk kündigte die Übung im August öffentlich an. Sie solle konkrete Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Region vorbereiten.

Frankreich und Großbritannien hatten bereits im Januar die Bildung einer multinationalen Truppe beschlossen. Diese soll einen möglichen Waffenstillstand oder ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland absichern. Die Koalition der Willigen wurde Anfang 2025 vom damaligen britischen Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron als europäische Reaktion auf den Amtsantritt Donald Trumps gegründet. Ihr gehören 36 Staaten an.

Im November wird erstmals praktisch geprüft, ob eine solche multinationale Truppe gemeinsam eingesetzt werden könnte. Die Bundeswehr stellt nach Angaben des Verteidigungsministeriums bis zu zwei Transportflugzeuge des Typs A400M für die Luftbetankung zur Verfügung. Die Maschinen sollen von Deutschland aus operieren.

Darüber hinaus unterstützt Deutschland die Verlegung von Truppen durch das Bundesgebiet in Richtung Übungsraum. Damit umfasst der Beitrag neben der Stabsarbeit auch Luftoperationen und Logistik.

Die Teilnahme am Manöver legt noch nicht fest, wie ein möglicher deutscher Beitrag zu einer späteren Friedenstruppe aussehen würde. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Juli erklärt, über Art und Umfang müssten die Bundesregierung und der Bundestag gesondert entscheiden.

Die Gesamtzahl der beteiligten Soldaten ist noch offen. Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting sprach Mitte Oktober bei einem Besuch seines amerikanischen Amtskollegen Pete Hegseth in Washington von mehreren Tausend Soldaten. Die britische Times berichtete von insgesamt 1500 französischen, britischen und deutschen Kräften zusätzlich zu polnischen Truppen.

O.Farraj--SF-PST