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Wahlbehörde in Peru erklärt Keiko Fujimori zur Siegerin der Präsidentenwahl
Drei Wochen nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru ist die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori offiziell zur Siegerin erklärt worden. Fujimori setzte sich mit 50,13 Prozent der Stimmen gegen ihren linksgerichteten Rivalen Roberto Sánchez mit 49,86 Prozent durch, wie die Wahlbehörde am Montag in Lima mitteilte. Der 51-Jährigen gelang es somit im vierten Anlauf, das höchste Staatsamt in Peru zu erobern.
"Mit jedem Tag kommen wir dem Beginn eines Weges der Ordnung und Hoffnung für alle Peruaner näher", schrieb Fujimori nach der Bekanntgabe des Ergebnisses im Onlinedienst X. Die Stichwahl vom 7. Juni entschied sie mit einem hauchdünnen Vorsprung von weniger als 50.000 Stimmen für sich.
Die 51-Jährige ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte. Der Wahlkampf drehte sich um die zunehmende Kriminalität in Peru und um die chronische politische Instabilität, die dazu geführt hat, dass das südamerikanische Land in einem Jahrzehnt acht Präsidenten erlebt hat. Für den Fall ihres Wahlsiegs hatte Fujimori ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt.
Ihr Rivale Sánchez, der zum ersten Mal kandidierte, kommentierte das Wahlergebnis zunächst nicht. Er hatte den Behörden Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Auslandsstimmen vorgeworfen und bereits erklärt, dass er eine von Fujimori geführte Regierung nicht anerkennen werde.
Fujimori wird ihre fünfjährige Amtszeit am 28. Juli antreten. Sie war mit 19 Jahren First Lady in Peru geworden, nachdem sich ihre Mutter öffentlich von ihrem Vater losgesagt hatte. Später machte sie in den USA eine Ausbildung zur Betriebswirtin.
Ihr Vater wurde von seinen Anhängern dafür gefeiert, dass er die linken Rebellen von der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad besiegte und die peruanische Wirtschaft stabilisierte. Später wurde er jedoch wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und saß 16 Jahre im Gefängnis. Er starb 2024.
Viele Peruaner haben dunkle Erinnerungen an die Regierungszeit ihres Vaters und verweigern jedem mit dem Namen Fujimori die Stimme. Dreimal war Keiko Fujimori mit ihren Präsidentschaftsambitionen gescheitert.
K.AbuDahab--SF-PST