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CDU-Vizechef Laumann würde bei Zusammenarbeit mit AfD "postwendend" Partei verlassen
Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Karl-Josef Laumann hat seine Partei eindringlich vor jeder Art von Zusammenarbeit mit der AfD gewarnt. "Auch in einer Minderheitsregierung müsste die CDU im Parlament Mehrheiten suchen", sagte Laumann laut Mitteilung vom Donnerstag der "Zeit". Mehrheiten "im demokratischen Spektrum" mit SPD und Grünen seien "die eine Sache". Doch "jegliche Art" von Kooperation mit der AfD wäre "gleichbedeutend mit dem Ende der CDU".
"Viele Mitglieder, die ich kenne, wären dann nicht mehr in der Partei", sagte Laumann weiter. Auf die Frage, ob er dann selbst nach 52 Jahren in der CDU auch gehen würde, antwortete er: "Ja, das würde ich, und zwar postwendend." Die Inhalte und Positionen der AfD seien "unvereinbar mit den Werten der Christdemokratie", betonte Laumann. "Die AfD-Leute sind ganz anders als wir - das sind keine Demokraten."
Mit Sorge blickt der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister auf mögliche Siege der AfD bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. "Was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern eine absolute Mehrheit holen würde?", fragte er. "Ich will niemanden belehren, aber ich hoffe, dass die Wähler im Osten wissen, was das bedeuten würde - es wäre eine tiefe, eine unfassbar schlimme Zäsur für die ganze Bundesrepublik."
S.Barghouti--SF-PST