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Verbände fordern Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung
Mehrere Verbände haben Qualitätsvorgaben für die frühkindliche Bildung gefordert. "Bund und Länder müssen sich gemeinsam zu verbindlichen Standards in der Kindertagesbetreuung bekennen", hieß es in der am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Sozialverbands Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Gewerkschaft GEW und des Verbands katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK). "Es geht um qualitativ hochwertige Bildung, verlässliche Betreuung und zukunftsfähige Erziehung."
"Investitionen in Bildung versprechen eine hohe Rendite und bilden den Grundstein für bessere Bildungsverläufe der Kinder", betonten die Verbände. Dennoch werde in der aktuellen Haushaltsdebatte auch über Einsparungen im Bildungsbereich diskutiert, etwa bei der Finanzierung der Kindertagesbetreuung. Die Organisationen warnten vor einer Aufweichung von Qualitätsstandards. Notwendig seien vielmehr gute Personalschlüssel, Leitungsfreistellung sowie mehr Zeit für Fort- und Weiterbildung.
"Bund und Länder sind in der gemeinsamen Verantwortung, gute Rahmenbedingungen und gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Ländern zu schaffen", betonte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern. Kitas seien "die ersten Bildungseinrichtungen, die Kinder kennenlernen". Diese bräuchten "stabile und gute strukturelle Bedingungen, die Fachkräfte das bestmögliche Arbeitsumfeld."
AWO-Vorstand Marvin Deversi warnte davor, den Fokus bei der Weiterentwicklung des Kita-Qualitätsgesetzes allein auf die Frage der Sprachkompetenz zu richten. Sprache sei zwar "ein wichtiger Faktor für gelungene Bildungserfahrungen", verpflichtende Sprachstandserhebungen könnten jedoch "Verbesserungen in der Strukturqualität nicht ersetzen".
P.AbuBaker--SF-PST