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Londoner Polizei stuft Messerangriff auf Juden als "terroristisch" ein
Die britische Polizei hat den Messerangriff auf Juden in London als "terroristische" Attacke eingestuft. Es werde untersucht, "ob dieser Angriff absichtlich die jüdische Gemeinschaft zum Ziel hatte", teilte Laurence Taylor von der Londoner Polizei am Mittwoch mit. Im von vielen Juden bewohnten Londoner Stadtteil Golders Green hatte ein Angreifer am Mittwoch zwei Menschen verletzt; der Verdächtige wurde festgenommen.
Londons Bürgermeister Sadiq Khan und der britische Regierungschef Keir Starmer verurteilten die Attacke. "Angriffe auf unsere jüdische Gemeinschaft sind Angriffe auf Großbritannien", erklärte Premierminister Starmer im Onlinedienst X. Khan sprach von einer "Serie schockierender antisemitischer Angriffe" auf die jüdische Gemeinschaft in der britischen Hauptstadt. "Es darf in der Gesellschaft absolut keinen Raum für Antisemitismus geben", betonte er.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu forderte die britischen Behörden auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Worte reichten nicht aus, erklärte Netanjahu: "Wir fordern und erwarten Maßnahmen der britischen Regierung, um die Juden in England zu schützen und Antisemiten vor Gericht zu stellen."
Seit Beginn des Iran-Kriegs durch Angriffe der USA und Israels Ende Februar gab es in London eine ganze Reihe von Anschlägen auf Synagogen und andere jüdische oder israelische Einrichtungen. 26 Verdächtige wurden im Zuge der Anschlagsserie bislang festgenommen. Viele der Anschläge beanspruchte die zuvor weitgehend unbekannte Gruppe Harakat Aschab al-Jamin al-Islamija (Islamische Bewegung des Volkes der Rechten Hand, Hayi) für sich, die offenbar mit dem Iran in Verbindung steht.
I.Saadi--SF-PST