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Frankreichs Innenminister will Konzert von Rapper Kanye West verbieten
Der französische Innenminister will ein Konzert des US-Rappers Kanye West in Marseille wegen dessen antisemitischer Äußerungen verhindern. Es würden "alle Möglichkeiten geprüft", hieß es am Dienstag im Umfeld des Innenministers Laurent Nuñez. Dieser habe bereits mit dem zuständigen Präfekten und dem Bürgermeister von Marseille über ein Verbot gesprochen.
Marseilles linker Bürgermeister Benoît Payan hatte bereits Anfang März erklärt, dass Kanye West in seiner Stadt nicht willkommen sei. "Ich weigere mich, dass Marseille zur Bühne wird für Menschen, die Hass und enthemmten Nazismus propagieren", erklärte Payan im Onlinedienst X.
Die britische Regierung hatte Anfang April eine von West beantragte Einreisegenehmigung für ein Musikfestival im Sommer abgelehnt. Seine Anwesenheit sei dem öffentlichen Wohl nicht dienlich, lautete die Begründung. Die Veranstalter sagten das Festival daraufhin ab.
West hätte im Juli ursprünglich an allen drei Abenden des Wireless-Festivals in London auftreten sollen. Wegen antisemitischer Äußerungen des Rappers hatte der geplante Auftritt jedoch scharfe Kritik ausgelöst.
West hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Negativ-Schlagzeilen gemacht. Zum 80. Jahrestag des Weltkriegs-Endes im vergangenen Jahr veröffentlichte er einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der 48-Jährige, der mit seinem erratischen Auftreten auch frühere Fans irritiert, seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit.
R.Shaban--SF-PST