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Explosionen und mehrere Tote bei iranischen Angriffen in der Golfregion
Durch die iranischen Vergeltungsangriffe sind in der Golfregion am Wochenende mehrere Menschen getötet worden. Städte wie Dubai, Doha und Riad wurden auch am Sonntag von Explosionen erschüttert, während die iranischen Revolutionsgarden nach der Tötung des obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei durch eine US-israelischen Attacke den Beginn neuer Angriffswellen verkündeten.
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die "siebte und achte Welle der Operation Ehrliches Versprechen 4" gegen den "Feind" sei gestartet worden. Die Ziele wurden zunächst nicht genannt. Die iranische Armee hatte zuvor bekannt gegeben, neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion geflogen zu haben.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP und Anwohner berichteten von Explosionen aus dem katarischen Doha und Bahrains Hauptstadt Manama.
Abu Dhabi und Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden ebenfalls von Detonationen erschüttert. Insgesamt seien seit Beginn der iranischen Angriffe drei Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten getötet worden, erklärte das Verteidigungsministerium der Emirate. Es handele sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 165 ballistische Raketen entdeckt. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums löste ein iranischer Drohnenangriff auf einen Marinestützpunkt in Abu Dhabi, auf dem französische Streitkräfte stationiert sind, einen Brand aus.
Im bei Touristen beliebten Dubai beschädigten Trümmerteile einer abgefangenen Drohne das Luxushotel Burdsch Al Arab, wie das Dubaier Medienbüro in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Bei einer Explosion unbekannter Ursache auf der künstlich angelegten Insel The Palm in Dubai waren zuvor vier Menschen verletzt worden.
Auch aus Kuwait wurden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes wurde ein Mensch getötet. 32 Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer.
Im Osten der saudiarabischen Hauptstadt Riad waren laut AFP-Reportern und Anwohnern laute Explosionen zu hören. Saudi-Arabien fing am Sonntag nach Angaben aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen iranische Raketen ab, die den Flughafen von Riad und einen Luftwaffenstützpunkt mit US-Streitkräften ins Visier genommen hätten.
Das saudiarabische Außenministerium teilte mit, angesichts der iranischen Angriffe auf das Königreich den iranischen Botschafter einbestellt zu haben.
Die US-Verteidigungssysteme fingen unterdessen mindestens zwei Drohnen über der nordirakischen Stadt Erbil ab. Am US-Konsulat ertönten einem AFP-Reporter zufolge Sirenen. Explosionen waren zu hören und Rauch war am Himmel zu sehen.
Staatsmedien im Oman berichteten von zwei Drohnen, die den Hafen von Dukm ins Visier genommen hätten. Ein Arbeiter sei verletzt worden. Das Sultanat hatte zuletzt im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran vermittelt.
Der Iran greift als Reaktion auf die massive Welle von Luftangriffen der USA und Israels am Samstagmorgen auf die Islamische Republik Ziele in Israel und Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion an. In Israel wurden mehrere Menschen getötet, auch drei Angehörige der US-Streitkräfte wurden getötet.
Die Golfstaaten wollten nach Angaben aus Diplomatenkreisen am Sonntagabend über eine einheitliche Reaktion auf die iranischen Angriffe beraten. Geplant sei ein Onlinetreffen der Außenminister des Golf-Kooperationsrats wegen der Flughafenschließungen, erfuhr AFP aus Diplomatenkreisen. Die jüngste Eskalation in Nahost hat erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Der Golf-Kooperationsrat umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, den Oman, Katar und Bahrain.
Mehrere Botschaften der USA riefen ihre Staatsbürger am Sonntag zur Vorsicht auf. Die US-Botschaft im Oman rief Mitarbeiter und US-Bürger dazu auf, sich angesichts der aktuellen Lage in Sicherheit zu bringen. Die US-Botschaft in Manama forderte US-Bürger auf, Hotels in Bahrains Hauptstadt angesichts von Berichten über einen Angriff auf ein Hotel am Sonntag zu meiden. Die US-Botschaft in der jordanischen Hauptstadt Amman rief ihre Mitarbeiter auf, das Botschaftsgelände zu meiden, da es ins Visier genommen werden könne.
Das britische Außenministerium forderte Briten in Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf, sich in Sicherheit zu bringen. Das Außenamt in London riet von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen in die vier Länder ab.
Frankreich erklärte sich bereit, seine Staatsangehörigen aus dem Nahen Osten zu evakuieren - sobald die Lage es zulasse, sagte eine Regierungssprecherin.
E.AbuRizq--SF-PST