-
Conference League: Freiburg löst Ticket für die Ligaphase
-
Trump: Russland "wird kein Nato-Gebiet angreifen"
-
Trump benennt Ontariosee in "Amerikasee" um - und will Atlantik umtaufen
-
VfB Stuttgart in der Champions League: Auslosung mit Inter Mailand und Atlético Madrid
-
Streit mit Kanada: Trump benennt Ontariosee in "Amerikasee" um
-
"Schlächter von Bosnien": Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist tot
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Merz schließt Zusammenarbeit mit AfD kategorisch aus
-
Zahl der Toten nach Sturzflut am Himalaya erhöht sich auf fast 400
-
Champions League: Bayern am Finalort und gegen Arsenal
-
Beim Doppelpack: DBB-Frauen verpatzen Generalprobe für Heim-WM
-
Medikamente bei Hitze: Welche Arzneimittel das Risiko für Dehydrierung und Kreislaufprobleme erhöhen
-
Zwei Todesopfer an Brandenburger Schule: 19-jähriger Tatverdächtiger festgenommen
-
UEFA gibt Boykott-Drohung auf - und fordert Infantino-Rückzug
-
Aktivisten: Mehr als 500 Menschen seit Jahresbeginn im Iran hingerichtet
-
Rechtspopulistin Le Pen will Frankreichs EU-Beitrag herunterfahren
-
Koalitions-Klausur in Münster, Razzia gegen Artgemeinschaft und Tod von Yayoi Kusama
-
Merz: Werden Urheber von Leipziger Drohnenvorfall "in nächsten Tagen" feststellen
-
Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist tot
-
"Lange Ferien" beendet: Goretzka wechselt zu Aston Villa
-
Sebastian Polter wechselt als Spieler-Trainer nach Wilhelmshaven
-
"Beziehungstat": 19-Jähriger tötet an Brandenburger Schule zwei Menschen
-
Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg
-
UNO fordert nach Meta-Vergleich besseren Kinderschutz in allen Social-Media-Apps
-
Suche beendet: Goretzka wechselt zu Aston Villa
-
Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren
-
UNO fordert 1,1 Milliarden Dollar für Kampf gegen Ebola in DR Kongo
-
FIFA-Machtkampf: UEFA bereitet Anzeige gegen Infantino vor
-
Medien: Zwei Menschen bei Gewalttat an Brandenburger Schule getötet
-
Anhörung von NSU-Mittäterin Zschäpe: OLG München entscheidet über weitere Haftdauer
-
Koalitionsfraktionen wollen Tabaksteuer stärker erhöhen als geplant
-
Aus Abschiebehaft in Bayern geflohener 26-Jähriger am Hauptbahnhof Köln gefasst
-
Deutschland und fünf weitere EU-Länder: EU-Budgetentwurf muss deutlich schrumpfen
-
Früherer PKK-Kader in Hamburg angeklagt
-
Nach Sturzflut am Himalaya: Helfer suchen nach 1400 Vermissten - Mehr als 360 Tote geborgen
-
Gewalttat an Brandenburger Schule - vermutlich Verletzte
-
Anschläge vom 11. September 2001: Prozess gegen Drahtzieher beginnt 2028
-
Diebe stehlen chemischen Stoff und bieten ihn geschädigter Firma zum Kauf an
-
Sender: Früherer bosnisch-serbischer Armeechef Ratko Mladic tot
-
Auftrag Heim-WM: Rankel ist neuer Eishockey-Bundestrainer
-
Atubolu-Wechsel nach Frankfurt vor Abschluss
-
Deutschland und fünf weitere EU-Länder: EU-Budget muss um hunderte Milliarden gekürzt werden
-
Union und SPD bei Fraktionsklausur: Auf der Suche nach dem "Mut von Münster"
-
Ermittlungen nach Bränden in Hürtgenwald dauern an: Ursache weiter unklar
-
Nordzucker schließt Zuckerfabrik in Dänemark: 150 Jobs betroffen
-
Rheinland-Pfalz: Fast fünf Jahre Haft für Erzieher wegen sexuellen Missbrauchs
-
Nach Sturzflut: Bereits mehr als 350 Todesopfer in Nepal geborgen
-
Formel 1: Colapinto auch 2027 im Alpine
-
Russland greift Kiew am helllichten Tag mit Drohnen an
-
Demokratiefestival in Magdeburg einen Tag vor der Landtagswahl
-
Forschungseisbrecher "Polarstern" legt zwei Millionen Seemeilen zurück
Steinmeier zu Garnisonkirche: "Wir blenden Schattenseiten der Vergangenheit nicht aus"
Zur Wiedereröffnung des Turms der Garnisonkirche in Potsdam hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einer weiter kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bauwerks aufgerufen. Es sei wichtig, "dass wir Geschichte nicht beschönigen, dass wir nichts ausklammern", sagte Steinmeier bei einem Festakt am Donnerstag. "Der wiederaufgebaute Turm ruft uns dazu auf, zu erinnern, zu differenzieren, aber keinesfalls zu vergessen." Die Wiedereröffnung war nicht unumstritten - eine Bürgerinitiative hatte anlässlich des Festakts zu Protesten aufgerufen.
Die kriegsbeschädigte Ruine der Garnisonkirche war 1968 auf Geheiß der SED gesprengt worden. Am 21. März 1933 hatte dort der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg bei einem Festakt zur Konstituierung des Reichstages Reichskanzler Adolf Hitler demonstrativ die Hand gereicht. Dies gilt als Symbol der Verbindung zwischen preußischen Traditionen und dem Nationalsozialismus. Über den Wiederaufbau der Kirche war deshalb lange gestritten worden.
Unter dem Motto "Potsdam ohne Garnisonkirche" formierte sich zudem eine Bürgerinitiative gegen den Wiederaufbau. Diese rief auch am Donnerstag zu Protesten gegen die "Nazi-Kirche" auf. "Denn dieses Wahrzeichen des Terrors darf niemals unwidersprochen bleiben", hieß es im Protestaufruf weiter. Rund einhundert Menschen demonstrierten gegenüber der Garnisonkirche, laut Polizei blieb die Veranstaltung friedlich.
"Ein Ort, der nicht mehr da ist, würde das kritische Erinnern auch nicht leichter machen", sagte Steinmeier. "Wir aber stellen uns heute diesen Fragen; wir blenden die Schattenseiten der Vergangenheit nicht aus, sondern wir machen sie sichtbar, um daraus zu lernen."
Steinmeier verwies darauf, dass zeitgleich mit dem Turm am Donnerstag eine Ausstellung zur Geschichte der Garnisonkirche eröffnet wurde. Diese Gleichzeitigkeit sei notwendig, betonte der Bundespräsident. Denn der Bau stehe auch für "Wegmarken, an denen wir Deutsche den falschen Weg gewählt haben". Er sei "mit Hilfe seiner religiösen Bestimmung als Ort der Macht benutzt" worden.
Steinmeier verwies darauf, dass die Kirche, die zeitweise Ruhestätte des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. und Friedrichs des Großen war, auch ein zentrales Symbol "für Militarismus und Nationalismus" gewesen sei. "Im Kaiserreich stellten hier ausgewählte Hof- und Garnisonprediger die Religion in den Dienst nationalistischer Propaganda, verherrlichten Krieg und bedingungslosen Gehorsam."
1933 hätten dann die Nationalsozialisten die Kirche für den "Tag von Potsdam" nach ihrer Machtübernahme missbraucht, um eine Allianz "von konservativer Tradition und Nationalsozialismus" zu inszenieren, sagte der Bundespräsident. Dies sei eine Allianz gewesen, "die nicht zuletzt das Ende der ersten deutschen Demokratie besiegelte".
Die Idee des Wiederaufbaus habe "die Gemüter schon seit Jahrzehnten" bewegt, "und bis heute wird die Debatte darüber emotional hoch aufgeladen geführt", sagte Steinmeier. Dies könne aber "ein sehr gutes Zeichen sein, wenn wir schwierige Fragen in unserer Gesellschaft kontrovers diskutieren". Für ihn sei die Debatte um die Garnisonkirche "Ausweis eines kritischen Geschichtsbewusstseins".
Der wiederaufgebaute Turm verpflichte "zur kritischen Auseinandersetzung mit unserem historischen Erbe", erklärte auch Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Wichtig sei es jetzt, "Brücken zu bauen - und aufeinander zuzugehen - im städtebaulichen wie im gesellschaftlichen Sinn". Er wünsche sich, dass der Kirchturm "ein Ort der Begegnung wird, ein Ort der gelebten Toleranz".
In der Kirche werde schonungslos die deutsche Geschichte aufgearbeitet, sagte dem RBB der evangelische Pfarrer und Programmvorstand der Stiftung Garnisonkirche, Jan Kingreen. "Das gefällt eigentlich keinem, der sich als rechtsradikal definiert", wies Kingreen Kritik am Wiederaufbau zurück. "Es gibt in der Kirche selbst, an diesem Ort, keinerlei Anknüpfungspunkte für Rechte oder Rechtsradikale."
H.Darwish--SF-PST