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Anschläge vom 11. September 2001: Prozess gegen Drahtzieher beginnt 2028
Mehr als 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA kommt der mutmaßliche Drahtzieher vor Gericht. Der Prozess gegen Khalid Sheikh Mohammed soll am 5. Juni 2028 beginnen, wie das zuständige US-Militärgericht in Guantánamo auf Kuba am Donnerstag mitteilte.
Sheikh Mohammed war 2003 in Pakistan gefasst worden. Er wurde drei Jahre lang in Geheimgefängnissen vom US-Geheimdienst CIA verhört und 2006 ins Gefangenenlager Guantánamo gebracht, wo er bis heute inhaftiert ist. Der ausgebildete Ingenieur, der an einer US-Universität studiert hatte, plante die Anschläge nach eigenen Angaben "von A bis Z". Er galt als einer der wichtigsten Helfer des Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden, den die USA 2011 in Pakistan aufspürten und töteten.
Der Prozess folgt auf ein jahrelanges juristisches Tauziehen. Im August 2024 widerrief die damalige US-Regierung unter Präsident Joe Biden eine Strafvereinbarung mit Sheikh Mohammed und den beiden Mitbeschuldigten Walid bin Attash und Mustafa al-Hawsawi. Sie sollten sich der Verschwörung schuldig bekennen und damit der Todesstrafe entgehen. Nach scharfen Protesten von Hinterbliebenen wurde die Vereinbarung aufgehoben.
In zwei Wochen gedenken die USA der fast 3000 Todesopfer der islamistischen Anschläge vor 25 Jahren. Sie starben, als die Exremisten Passagierflugzeuge kaperten und diese unter anderem in die Zwillingstürme des World Trade Centers lenkten. Die Anschläge erschütterten die USA bis ins Mark. Es folgte ein langer "Krieg gegen den Terror" unter anderem in Afghanistan.
U.AlSharif--SF-PST