-
Hunderttausende demonstrieren in Frankreich - erneut gewaltsame Zusammenstöße
-
Zusammenstöße mit der Polizei am Rande von "GenZ"-Protesten in mehreren Städten
-
Matchball vergeben: Struff verpasst erneuten Final-Einzug
-
Zehntausende Menschen nehmen an weitgehend friedlichen "GenZ"-Protesten teil
-
US-Außenminister: Trump hat noch keine Entscheidung über neue Iran-Angriffe getroffen
-
Bundesliga ehrt Kane mit XXL-Projektion
-
Evakuierte aus umkämpfter ukrainischer Stadt Oleschky zurück bei ihren Angehörigen
-
Regierung: 320.000 Teilnehmer bei neuen Protesten in Frankreich
-
Berliner Linke stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD
-
USA warnen Russland vor drohendem Anschlag in Moskau
-
Stuttgart setzt Ausrufezeichen in Leverkusen
-
Torflaute hält an: Schalke steckt unten fest
-
Berliner Linke stimmt für Koalitionsverhandlungen mit Grünen und SPD ran/oer
-
"GenZ"-Proteste: Zahlreiche Menschen gehen in deutschen Städten auf die Straße
-
Überraschung bei Haas: Hirakawa ersetzt Ocon in Mexiko
-
Araghtschi: Iran sieht derzeit "keine Notwendigkeit" für Gespräche mit den USA
-
Zugunglück in Spanien: Verzweiflung bei Trauergottesdienst in Urda
-
Medienbericht: US-Regierung will mehr als 150 Afghanen abschieben
-
Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf
-
Nur wenig Zulauf zu "GenZ"-Protesten: Bisher friedlicher Verlauf
-
Neunter Sieg: Hertha gewinnt Spitzenspiel in Kaiserslautern
-
Starker Reese: Wolfsburg untermauert Aufstiegsambitionen
-
US-Regierung genehmigt Patriot-Verkauf an Ukraine - Selenskyj fordert Lösung für Übergang
-
USA, Südkorea und Japan fordern "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas
-
UN-Mission in Somalia nach mehr als 30 Jahren beendet
-
Offiziell: Chatzialexiou wird Eintracht-Sportvorstand
-
Burnham "offen" für Entschuldigung für britische Rolle im Sklavenhandel
-
Linken-Parteitag: Eralp gibt nach "Angst"-Bericht "Schutzversprechen"
-
Protesttag in Frankreich: Streit um Route von zentralem Demonstrationszug in Paris
-
Medien: Chatzialexiou wird Eintracht-Sportvorstand
-
Parteitag der Linken in Berlin: Eralp sieht ihre Partei geeint
-
Nach fünf Monaten: Boldt muss in Hannover gehen
-
Streit um Verfassungsgericht: Polens Präsident bestellt Regierung und Opposition ein
-
Verstappen schimpft nach Lawson-Kollision: "Nicht sehr klug"
-
UN-Biodiversitätskonferenz endet mit Kompromissen - gemischte Reaktionen von Umweltschützern
-
Martín reist aus Sepang ab - Márquez nutzt Chance im Sprint
-
محمد بن راشد يتابع مخططات وقف تحدي القراءة العربي في دبي
-
Flávio Bolsonaro begründet Flucht aus Brasilien mit angeblicher "Verfolgung"
-
الشارقة الإسلامي يدرج صكوكاً بقيمة 500 مليون دولار في ناسداك دبي
-
Grubauer muss vom Eis - Kraken gehen baden
-
جاسيندا أرديرن تدرّس القيادة القائمة على التعاطف في جامعة سيدني
-
Orlando gelingt Revanche: Wagner lobt "starke Reaktion"
-
UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich auf zentrale Naturschutz-Beschlüsse
-
Drei Pleiten - und nun die Bayern: FSV trifft "harter Schlag"
-
"Die Gejagten": Gestiegene Erwartungen für DHB-Frauen
-
Eberl: Bayern fiebern Klassiker entgegen
-
"Bin anders gebaut": Hamilton bis 2030 in der Formel 1?
-
النائب العام العسكري الإماراتي يؤكد المساواة في أداء الخدمة الوطنية
-
US-Regierung billigt Patriot-Verkauf - Selenskyj warnt vor langen Lieferfristen
-
قمة في دبي تناقش الامتثال ومكافحة الجرائم المالية في قطاع الصيرفة
Dieselskandal: Strafprozess soll Verantwortung von Ex-VW-Chef Winterkorn klären
Neun Jahre ist es her, dass der Skandal um manipulierte Dieselmotoren aufflog - doch bis heute ist die genaue Verantwortung der VW-Konzernspitze unklar. Seit Dienstag muss sich in Braunschweig der damalige VW-Chef Martin Winterkorn vor Gericht verantworten. Darum geht es: Wann wusste Winterkorn was und wie ging er mit diesem Wissen um? Ob das aufwendige Verfahren alsbald Licht ins Dunkel bringt, ist fraglich - seine Verteidigung wies bereits alle Vorwürfe zurück.
Bis zuletzt war unklar, ob der gesundheitlich angeschlagene 77-Jährige tatsächlich erscheint, mehrfach wurde sein Verfahren bereits verschoben. Verantworten muss sich der ehemalige Konzernchef, der im Zuge des Abgasskandals 2015 zurückgetreten war, wegen Vorwürfen des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs, der uneidlichen Falschaussage sowie der Marktmanipulation. Besonders der erste Vorwurf wiegt schwer - Winterkorn drohen bei einem Schuldspruch bis zu zehn Jahre Haft.
Das Gericht bündelte dazu drei unterschiedliche Anklagen, die alle im Zusammenhang mit eingebauter Schummelsoftware in Millionen Dieselmotoren stehen. Die Software ließ den Abgasausstoß im Testbetrieb niedriger erscheinen, im realen Straßenverkehr wurden die Grenzwerte jedoch nicht eingehalten und die Autos hätten gar nicht zugelassen werden dürfen.
Bei Ankunft am Gericht zeigte sich Winterkorn zurückhaltend und äußerte sich nur knapp, er sprach ruhig und langsam. Es gehe ihm "ganz gut", sagte der 77-Jährige vor Journalistinnen und Journalisten. Danach befragt, wie er auf sein Lebenswerk blicke, sagte er: "Wenn ich die schönen Autos sehe, ganz gern." Vor Gericht äußern werde er sich am Dienstag nicht. "Warten wir's ab", sagte er noch, danach befragt, was er vom Prozess erwarte.
Danach folgte bis auf persönliche Angaben Winterkorns zunächst nichts mehr von der Anklagebank. Dafür lauschte Winterkorn aufmerksam dem Verlesen der ersten langen Anklage, auch für die zweite kürzere sei er noch aufnahmefähig, sagte Winterkorn vor der Pause. "Außergewöhnlich umfangreich" sei das Material, sagte ein Gerichtssprecher im Vorfeld, er erwartet ein langes Verfahren. Bis zum September kommenden Jahres sind rund 90 Verhandlungstermine angesetzt.
Sein Anwalt Felix Dörr erklärte, dass Winterkorn "die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückweist". "Wir sind fest davon überzeugt, dass alle Vorwürfe gegen ihn widerlegt werden können", fuhr er in einer Prozesspause fort. "Insofern sehen wir eigentlich dem Verfahren mit Gelassenheit entgegen." Sie hätten außerdem die Erwartung, dass es nicht bis kommendes Jahr dauern werde, um das Verfahren zu beenden.
Den Worten des Anwalts zufolge ist geplant, dass Winterkorn am Mittwoch eine Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen abgibt. Dörr sagte weiter mit Blick auf den gesundheitlichen Zustand des 77-Jährigen, Winterkorn gehe es "recht gut" und er sowie seine Verteidigung seien zuversichtlich, dass er den Prozess bewältigen könne.
Winterkorn hatte im Verlauf der vergangenen Jahre immer wieder erkennen lassen, die verbotenen Abschalteinrichtungen weder angeordnet noch davon gewusst zu haben. Als VW im September 2015 nach Ermittlungen in den USA den Betrug dann einräumen musst, räumte Winterkorn seinen Posten.
Wie am Dienstag aus der Anklage wegen Betrugs hervorging, steht allerdings der Vorwurf im Raum, Winterkorn habe "spätestens im Mai 2014" vom Einsatz der verbotenen Software gewusst - und nichts unternommen, um die Fahrzeuge zu stoppen. Auch sei "mit Wissen und Willen des Angeklagten" Werbung zu den betroffenen Autos verteilt worden, die diese als besonders umweltfreundlich priesen. Das Ganze sei geschehen, um dem Konzern "hohe Gewinne" zu verschaffen, wovon auch Bonuszahlungen abhingen.
Außerdem geht es um den Vorwurf, in einem Untersuchungsausschuss des Bundestags 2017 falsch ausgesagt zu haben. Nicht zuletzt muss sich Winterkorn wegen mutmaßlicher Marktmanipulation verantworten. Er soll "trotz Kenntnis" des Einbaus illegaler Abschalteinrichtungen und erwarteter finanzieller Risiken durch Schadenersatzforderungen den Kapitalmarkt "vorsätzlich nicht rechtzeitig informiert haben". Volkswagen hatte damals erst Tage nach Auffliegen des Skandals eine Pflichtmitteilung an die Anleger veröffentlicht.
Q.Najjar--SF-PST