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Ministerin: Trumps Politik ist "Chance für den Forschungsstandort Deutschland"
Die Präsidentin der Wissenschaftsministerkonferenz, Bettina Martin (SPD), sieht das Vorgehen der Trump-Regierung gegen Wissenschaftseinrichtungen in den USA als "Chance für den Forschungsstandort Deutschland". Es müsse nun deutlich gemacht werden, dass Deutschland "offen ist für bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in den USA in ihrer Freiheit in Forschung und Lehre massiv eingeschränkt werden", sagte die Wissenschaftsministerin Mecklenburg-Vorpommerns dem "Handelsblatt" laut Vorabmeldung vom Mittwoch.
Die SPD-Politikerin zeigte sich überzeugt, dass die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland "hochattraktiv für amerikanische Forschende ist - und damit ein absoluter Wettbewerbsvorteil". Weiter sagte sie: "Der massive Angriff der Trump-Regierung auf die Wissenschaftsfreiheit ist für die Wissenschaft eine Katastrophe, und das nicht nur in den USA, sondern weltweit, denn erfolgreiche Forschung ist international."
Wenn jetzt die hochkarätigen Partner an Universitäten und Forschungseinrichtungen der USA in ihrer Arbeit massiv behindert würden und Forschungsförderung gestrichen werde, sei das "ein herber Rückschlag für die Forschung - gerade in für die Menschen so wichtigen Bereichen wie der Gesundheits- oder Klimaforschung", sagte Martin.
Martin setzt zugleich auf eine Rückkehr deutscher Forscher: In den vergangenen Jahrzehnten seien viele aufgrund der hervorragenden materiellen Rahmenbedingungen in die USA gegangen - "doch ich denke, dass sie vor allem wissenschaftlich frei und erfolgreich arbeiten wollen", sagte die Ministerin. "In Deutschland ist ihnen diese Freiheit garantiert."
Wie Deutschland nun konkret vorgehe, werde aktuell im Kreis der Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister "intensiv diskutiert", sagte die SPD-Politikerin.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt den Druck auf renommierte US-Universitäten erhöht - unter anderem wegen pro-palästinensischer Demonstrationen. Anfang März verkündete er die Überprüfung der staatlichen Unterstützung für die Columbia University und nahm einen prominenten pro-palästinensischen Aktivisten dort fest. Auch anderen Hochschulen wurde mit der Kürzung von Mitteln gedroht.
R.Halabi--SF-PST