-
US-Regierung hebt Exportbeschränkungen für Anthropic-Modelle auf
-
Trump erzielt mit Kryptowährungen 2025 Einnahmen von 1,2 Milliarden Dollar
-
USA haben mit Abschiebung von ungewollten Migranten nach Palau begonnen
-
Reiche will Rechenzentren schneller ans Netz schließen
-
Ungewöhnlicher Schritt: Trump kündigt Republikaner-Parteitag vor Zwischenwahlen an
-
Jubel mit Deschamps: Frankreich lässt Schweden keine Chance
-
Vor Koalitionsausschuss: Kirchen gegen weitere Kürzungen bei Entwicklungshilfe
-
Nach WM-Aus: Koeman tritt als Bondscoach zurück
-
Nachfolge von Bosnien-Beauftragten Schmidt: US-Diplomat geschäftsführend ernannt
-
Hummels: "Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern"
-
Comeback in Wimbledon: Williams kämpft vergeblich
-
NBA: James setzt Karriere fort und verlässt die Lakers
-
Undav findet klare Worte: "Haben Deutschland enttäuscht"
-
Dreijähriger sechs Tage nach Erdbeben in Venezuela gerettet
-
Nusa und Haaland treffen: Norwegen erreicht WM-Achtelfinale
-
Lys, Siegemund und Seidel raus: Schwächste Bilanz seit 2008
-
Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade
-
Mit viel Mühe und starken Nerven: Zverev in Runde zwei
-
Merkel-Bildnis für Porträt-Galerie im Kanzleramt präsentiert
-
Staatsbürgerschaftsrecht: Schlappe für Trump vor Oberstem US-Gericht
-
Merkel-Porträt für Porträt-Galerie des Kanzleramts präsentiert
-
Uganda: Mitarbeiter von Elektro-Motorradbauer werfen Vorgesetzten Misshandlung vor
-
Französische Nationalversammlung macht Weg für Sterbehilfe frei
-
Großbritannien will Asylsuchende künftig an Kosten für Unterhalt beteiligen
-
Datenschützer fordern Ausstieg aus EU-Datenabkommen mit den USA
-
Neuendorf über Nagelsmann: "Nicht zur Tagesordnung übergehen"
-
"Unvorbereitet" in die Hitzewelle: Grüne stellen Misstrauensantrag gegen Regierung
-
Berliner Gericht bestätigt deutsches Sendeverbot für russischen Sender RT
-
Untersuchung: Rekordzahl neuer Millionäre weltweit im vergangenen Jahr
-
Oberstes US-Gericht kippt Trump-Plan für eingeschränkte Staatsbürgerschaft
-
Veterinäramt rettet in Erfurt 93 Brieftauben vor Verdursten
-
Heimkehr nach Spanien: Grimaldo-Transfer zu Atlético perfekt
-
Tausende fordern in Südafrika bei Protesten Ausweisung illegaler Migranten
-
Großbritannien investiert 300 Milliarden Pfund in Verteidigung bis 2030
-
18-Jähriger nach Tötung von älterem Bruder in Kassel in Untersuchungshaft
-
Netzagentur: DB soll Fernzug-Konkurrenz mehr Platz einräumen
-
Dobrindt skeptisch zu AfD-Verbotsverfahren - Verfassungsschutz behält Partei im Visier
-
Entsetzen nach Bluttat in Stade hält an: Mordkommission übernimmt Ermittlungen
-
Tödliche Schüsse auf Jugendlichen in Dortmund: Freispruch von Polizisten bestätigt
-
Zwei Tote bei Brand von Pflegeheim in Sachsen-Anhalt - 62-Jährige festgenommen
-
Premiere in Wimbledon: Hanfmann erstmals in Runde zwei
-
Verfassungsschutz: Deutschland durch Angriffe von innen und außen unter Druck
-
US-Gesandte zu Iran-Gesprächen in Katar - Iran mit "Experten-Delegation" in Doha
-
Vermutlich über 58.000 Gebäude in Venezuela zerstört - Noch zehntausende Vermisste
-
Mutmaßlich "Krieg des Terrors" in Rumänien geplant: Festgenommener in Untersuchungshaft
-
Paketbombe in Monaco: Justiz geht von Mordversuch an Geschäftsmann mit ukrainischen Wurzeln aus
-
Vor Koalitionsausschuss: Forderung nach Ergebnissen - "aber bitte keine Hektik"
-
Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab
-
Gericht bestätigt Beförderungsstopp: Vorerst keine Ernennung zu Stabsfeldwebel
-
Gericht: Ehepaar muss bei getrennten Hauptwohnsitzen separat Rundfunkbeitrag zahlen
Luce: Ferraris geniale Stromwende
Rom wird zum Schauplatz eines Einschnitts, der bei Ferrari größer kaum sein könnte: Am 25. Mai 2026 will der Hersteller seinen ersten vollelektrischen Serien-Ferrari der Öffentlichkeit präsentieren. Der Name des Modells steht bereits fest – „Luce“, italienisch für „Licht“. Und er ist Programm: Nicht als Abkehr von der Tradition, sondern als bewusst gesetzter Startpunkt in eine Zukunft, in der Leistung, Emotion und Elektrifizierung zusammenfinden sollen. Ferrari spricht damit nicht nur über eine neue Antriebsart – sondern über einen neuen Abschnitt der Markenidentität.
Drei Phasen bis zur Weltpremiere – und ein bewusst aufgebauter Spannungsbogen
Ferrari hat die Einführung des Luce nicht als klassischen „Vorhang auf“-Moment angelegt, sondern als mehrstufige Enthüllung. Nach der frühen technischen Sichtbarmachung zentraler Komponenten folgte Anfang 2026 die nächste, stark designgetriebene Etappe: Name und Innenraum wurden vorab gezeigt, ohne das vollständige Exterieur offenzulegen. Diese Dramaturgie ist kein Zufall. Sie signalisiert, dass Ferrari den Luce nicht als bloßes „E-Modell“ verstanden wissen will, sondern als Start eines eigenständigen Segments innerhalb der eigenen Modellwelt – mit eigenem Charakter, eigener Formensprache und einer klaren Botschaft: Elektrifizierung ist hier nicht Selbstzweck, sondern Werkzeug für neue Möglichkeiten.
Was bisher feststeht: Leistung jenseits der 1.000-PS-Marke – und Alltagstauglichkeit als Ziel
Obwohl Ferrari bei finalen Daten traditionell zurückhaltend ist, sind inzwischen mehrere technische Eckpunkte bekannt, die den Anspruch des Luce klar abstecken. Im Raum stehen über 1.000 PS als Spitzenleistung (je nach Betriebsmodus), kombiniert mit einer Beschleunigung, die im Supersportwagenbereich zuhause ist: 0–100 km/h in etwa 2,5 Sekunden gilt als Richtwert. Dazu kommt eine WLTP-Reichweite von rund 530 Kilometern – ein Wert, der ausdrücklich zeigt, dass Ferrari den Luce nicht nur als Kurzstrecken-„Showcar“ positioniert, sondern als Hochleistungsfahrzeug mit ernstzunehmender Reisedistanz.
Für die Ladeperformance soll eine Hochvolt-Architektur sorgen: Schnellladen bis 350 kW wird genannt – ein Niveau, das den Luce in die erste Reihe moderner Performance-Elektroautos stellt. Der Fokus liegt damit nicht nur auf Maximalwerten auf der Rennstrecke, sondern auch auf einem Punkt, der für anspruchsvolle Kunden zunehmend entscheidend ist: Zeit. Wer auf langen Strecken unterwegs ist, erwartet nicht bloß Reichweite, sondern kurze Ladefenster – und genau hier will Ferrari offensichtlich auf Augenhöhe mit den Besten sein.
Vier Elektromotoren, neue Fahrdynamik-Logik – und Ferrari-typische Präzision
Technisch deutet vieles darauf hin, dass Ferrari beim Luce auf eine Viermotoren-Konfiguration setzt – also je einen Elektromotor pro Rad. Das ist weit mehr als ein „Allradantrieb“ im klassischen Sinn: Es ermöglicht extrem feine Momentenverteilung (Torque Vectoring), neue Stabilitätsstrategien und eine Fahrdynamik, die nicht mehr an mechanische Kopplungen gebunden ist. Ergänzend werden moderne Systeme wie Hinterachslenkung und ein hochentwickeltes Fahrwerkskonzept genannt, das in der Lage sein soll, Karosseriebewegungen sehr aktiv zu kontrollieren.
Das Ziel dahinter ist klar: Ferrari will verhindern, dass sich „elektrisch“ nach Gewicht und Trägheit anfühlt. Stattdessen soll der Luce das liefern, was Fans seit Jahrzehnten mit dem Namen verbinden: unmittelbare Reaktion, messerscharfe Präzision und eine Balance, die nicht erst bei hohen Geschwindigkeiten überzeugt, sondern schon im ersten Lenkwinkel.
Der Sound: keine Theaterkulisse, sondern „echte“ Signatur
Eines der emotionalsten Themen rund um Elektro-Sportwagen ist der Klang. Ferrari hat hier offenbar eine eindeutige Richtung eingeschlagen: Statt künstlicher „Verbrenner-Inszenierung“ soll ein System zum Einsatz kommen, das reale Schwingungen des Antriebsstrangs nutzt und verstärkt. Die Idee: Der Luce soll nicht so tun, als hätte er Zylinder – er soll als Elektro-Ferrari erkennbar sein, aber dennoch eine markentypische akustische Identität tragen. Das ist ein heikler Balanceakt, denn Sound ist bei Ferrari nicht Dekoration, sondern Teil der Fahrerbindung. Gerade deshalb wirkt diese Lösung wie ein Versuch, Authentizität über Effekte zu stellen.
Ein Interieur wie ein Manifest: Retro, taktil, bewusst gegen den Touch-Trend
Noch bevor das Exterieur vollständig gezeigt wird, ist klar: Der Innenraum ist ein Statement. Statt riesiger Bildschirmlandschaften dominiert ein Ansatz, der auf taktile Bedienung setzt – mit klassischen Tasten, Schaltern und Instrumenten, die bewusst an mechanische Logik erinnern. Dieses „Retro im Hightech-Gewand“ polarisiert bereits in der öffentlichen Wahrnehmung, aber genau das macht es so Ferrari-typisch: Nicht jedem gefallen – aber eindeutig wiedererkennbar sein.
Zentral ist dabei die Philosophie, dass ein Sportwagen nicht wie ein Smartphone funktionieren muss. Viele Funktionen sollen blind bedienbar bleiben, ohne durch verschachtelte Menüs zu führen. Ergänzt wird das durch ein digitales Anzeige-Set-up, das offenbar nicht in erster Linie „größer“, sondern klarer und fokussierter sein will. Auch das Lenkrad greift diese Linie auf: eine Dreispeichen-Ästhetik, die historische Anmutung mit moderner Ergonomie verbindet. Interessant ist zudem, dass der verantwortliche Gestalter öffentlich eingeräumt haben soll, angesichts der Tragweite des Projekts „nervös“ zu sein – ein selten offenes Signal dafür, wie groß der Druck ist, hier den richtigen Ton zu treffen.
Design-Kooperation mit LoveFrom: Maranello trifft Silicon Valley – ohne Ferrari zu verlieren
Ein weiterer, sehr bemerkenswerter Punkt ist die Designpartnerschaft: Für den Luce wurde das Interieur nicht ausschließlich im klassischen Ferrari-Designkosmos entwickelt, sondern in Zusammenarbeit mit LoveFrom, dem Kreativkollektiv um Jony Ive und Marc Newson. Damit holt Ferrari bewusst externe Perspektiven an Bord – nicht, um die Marke zu „entfremden“, sondern um neue Produktlogik zu integrieren: Reduktion, Klarheit, Interaktionsdesign. Gleichzeitig soll der Luce eindeutig als Ferrari erkennbar bleiben. Genau darin liegt die Herausforderung: Minimalismus, ohne sterile Beliebigkeit; Innovation, ohne Traditionsbruch.
Karosserie und Konzept:
Viertürer, neue Proportionen – und ein Segment, das Ferrari so noch nicht hatte
Zum äußeren Auftritt hält Ferrari die Spannung bislang hoch. Was jedoch als sicher gilt: Der Luce wird ein Viertürer. Prototypen und die bisherige Einordnung deuten auf eine Karosserie hin, die eher in Richtung Crossover/GT als in Richtung klassischer, flacher Zweisitzer geht – ohne dass Ferrari das Wort „SUV“ bemühen müsste. Der Luce soll damit nicht nur „der erste Elektro-Ferrari“ sein, sondern auch ein Fahrzeug, das neue Nutzungsprofile abdeckt: mehr Alltag, mehr Raum, mehr Vielseitigkeit – bei Ferrari-typischem Leistungsanspruch.
Preis und Positionierung: Luxus-Grenzbereich – und bewusst exklusiv
Offizielle Preisangaben stehen noch aus. In der Branche werden jedoch Beträge im Bereich von rund einer halben Million Euro diskutiert – abhängig von Ausstattung und Individualisierung. Und genau hier dürfte Ferrari ansetzen: Der Luce wird nicht über Volumen definiert werden, sondern über Exklusivität, Personalisierung und technische Eigenständigkeit. Besonders wichtig: Ferrari hat zugleich deutlich gemacht, dass Kunden – gerade im Sammlerumfeld – nicht „gedrängt“ werden sollen, elektrische Modelle zu kaufen, um weiterhin Zugang zu Sondereditionen zu erhalten. Das ist ein Signal der Beruhigung an eine Klientel, die Tradition nicht nur fährt, sondern als Wertanlage betrachtet.
Bedeutung für Ferrari: Elektrisch – aber nicht einheitlich
Der Luce steht auch für eine strategische Botschaft: Ferrari setzt weiterhin auf einen Multi-Energy-Kurs. Elektrisch ist ein neues Kapitel, aber nicht das einzige. Damit bleibt Raum für verschiedene Antriebe – und für die Möglichkeit, Emotion auf mehreren Wegen zu erzeugen. Der Luce ist in diesem Bild der Türöffner: Er muss beweisen, dass Ferrari-Essenz nicht am Verbrennungsmotor hängt, sondern an Fahrgefühl, Reaktion, Design-Integrität und Charakter.
Der 25. Mai 2026 als Moment der Wahrheit – und was danach kommt
Am 25. Mai 2026 soll der Luce in Rom vollständig enthüllt werden. Kurz darauf – so ist es angekündigt – sollen Bestellungen möglich sein. Spätestens dann wird sich entscheiden, ob Ferraris Ansatz aufgeht: Ein Elektroauto, das nicht versucht, „wie früher“ zu wirken, sondern „wie Ferrari – nur elektrisch“. Wenn der Luce dieses Versprechen einlöst, beginnt tatsächlich eine neue Ära: nicht als Abkehr von der Vergangenheit, sondern als Neudefinition dessen, was ein Ferrari im Kern ausmacht.