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Russischer Außenminister Lawrow spricht bei UN-Generaldebatte
Bei der UN-Generaldebatte in New York spricht am Samstag der russische Außenminister Sergej Lawrow. Die Rede vor der UN-Vollversammlung wird vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine mit besonderer Spannung erwartet. Lawrow hatte bereits am Donnerstag eine Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gehalten, dabei schwere Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben - und den Saal nach seiner Rede verlassen. Am Samstag wird vor der UN-Vollversammlung auch der chinesische Außenminister Wang Yi sprechen.
Pakistans Regierungschef fordert internationale Gerechtigkeit für Klimaschäden
Angesichts der verheerenden Überflutungen in Pakistan hat Regierungschef Shehbaz Sharif bei der UN-Generaldebatte von reicheren Ländern Unterstützung für sein Land im Kampf gegen den Klimawandel gefordert. Die Natur habe "gegen Pakistan gewütet, ohne auf unseren CO2-Abdruck zu schauen, der bei fast Null liegt", sagte Sharif am Freitag. Es sei daher "durchaus vernünftig, eine gewisse Annäherung an die Gerechtigkeit" für die vom Klimawandel verursachten Schäden zu erwarten, die sein Land erlitten habe.
Federer verliert im letzten Spiel seiner Profikarriere
Superstar Roger Federer (41) hat sich mit einer Niederlage von der großen Tennis-Bühne verabschiedet. Der Schweizer unterlag beim Laver Cup in London an der Seite von Rafael Nadal im letzten Match seiner einzigartigen Profikarriere gegen das US-Doppel Jack Sock/Frances Tiafoe mit 6:4, 6:7 (2:7), 9:11. Damit steht es zwischen Europa und der Auswahl der restlichen Welt nach dem ersten Tag 2:2.
Vor Federer-Abschied: Europa führt beim Laver Cup mit 2:1
Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas haben das Team Europa am letzten Arbeitstag von Roger Federer beim Laver Cup mit 2:1 in Führung gebracht. Der Norweger Ruud bezwang in London zunächst den Amerikaner Jack Sock mit 6:4, 5:7, 10:7, anschließend setzte sich Tsitsipas (Griechenland) gegen den Argentinier Diego Schwartzman locker mit 6:2, 6:1 durch. Im dritten Einzel verkürzte der Australier Alex de Minaur durch ein 5:7, 6:3, 10:7 gegen den Schotten Andy Murray.
Nach 0:1 gegen Italien: England steigt ab
Zwei Monate vor der Fußball-WM in Katar sucht Vize-Europameister England noch seine Form und muss in der Nations League aus der A-Liga absteigen. In der Neuauflage des EM-Finales verloren die Three Lions in Italien 0:1 (0:0) und liegen in der Gruppe A3 vor dem letzten Spiel am Montag (20.45 Uhr) gegen die deutsche Nationalmannschaft mit vier Punkten Rückstand auf dem letzten Platz.
Große WM-Ernüchterung: Erste Pleite für Flick
Weltmeister? So? Niemals! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat zwei Monate vor der WM in Katar ihre erste Niederlage unter Hansi Flick erlitten und riesige Zweifel an der Mission fünfter Stern aufgeworfen. Nach dem ernüchternden 0:1 (0:1) gegen Ungarn im 14. Länderspiel unter Bundestrainer Flick ist das Etappenziel Finalturnier in der Nations League außer Reichweite geraten.
Bremerhaven Tabellenführer, Mannheim weiter ohne Sieg
Die Fischtown Pinguins Bremerhaven haben am chaotischen dritten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Tabellenführung erobert und den Fehlstart der Adler Mannheim verschärft. Die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch besiegte den Titelkandidaten mit 4:3 (1:1, 2:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Mannheim wartet als Vorletzter weiter auf den ersten Sieg.
Ultrarechte Meloni schließt Wahlkampf in Süditalien ab
Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Italien hat die aussichtsreichste Kandidatin für den Posten der Regierungschefin, Giorgia Meloni, ihren Wahlkampf mit einem Auftritt im Süden des Landes beendet. "Ich bin eine Patriotin. Wir sind eine Partei des Südens und der Nation", erklärte die Chefin der Rechtsaußen-Partei Fratelli d'Italia (FDI) am Freitag vor einem vorwiegend jungen Publikum in Neapel und versprach, sich für die von Armut und hoher Arbeitslosigkeit geprägte Region einzusetzen.
Belgien nimmt umstrittenen Atomreaktor dauerhaft vom Netz
Belgien hat einen umstrittenen Atomreaktor bei Antwerpen dauerhaft vom Netz genommen. Der Meiler Doel 3 liefere seit Freitagabend keinen Strom mehr, sagte eine Sprecherin des Betreibers Engie der Nachrichtenagentur AFP. Deutsche Atomkraftgegner und Politiker bis hin zur Bundesregierung hatten jahrelang für das Aus gestritten. Doel 3 wurde vor rund 40 Jahren in Betrieb genommen. Er ist der erste der insgesamt sieben belgischen Reaktoren, der abgeschaltet wird.
Kiew: Exhumierung von 447 Leichen in Isjum abgeschlossen
Die ukrainischen Behörden haben die Exhumierung der Leichen nahe der zurückeroberten Stadt Isjum abgeschlossen. Insgesamt seien 447 Leichen exhumiert worden, teilte die Staatsanwaltschaft der ostukrainischen Region Charkiw am Freitag in Onlinenetzwerken mit. Der Gouverneur von Charkiw hatte zuvor von 436 Leichen gesprochen, von denen 30 ihm zufolge Folterspuren aufwiesen.
Bewährungsstrafe für Frankfurt - Köln zweimal ohne Fans
Nach den schweren Ausschreitungen im Europapokal kommt Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Champions League mit Geld- und Bewährungsstrafen davon. Der 1. FC Köln muss dagegen seine nächsten beiden Auswärtsspiele in der Conference League ohne mitreisende Fans bestreiten.
US-Chefdiplomat fordert von China "Frieden und Stabilität" in Taiwanstraße
US-Außenminister Antony Blinken hat bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung "Frieden und Stabilität" in der Taiwanstraße gefordert. Blinken habe bei dem 90-minütigen Gespräch am Freitag in New York betont, dass Frieden in der Region "von entscheidender Bedeutung für die regionale und globale Sicherheit und den Wohlstand" sei, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price.
U21 verliert Reifeprüfung gegen Frankreich
Die deutsche U21 hat beim Jubiläum von Trainer Antonio Di Salvo den Härtetest gegen Frankreich verloren. Die DFB-Auswahl musste sich vor 5427 Zuschauern in Magdeburg verdient mit 0:1 (0:0) geschlagen geben und offenbarte neun Monate vor der EM vor allem offensiv noch einige Baustellen.
Aktivisten melden mindestens 50 Tote bei Protesten im Iran
Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bislang mindestens 50 Menschen getötet worden. Zuletzt seien sechs Menschen am Donnerstagabend in Reswanschahr in der nordiranischen Provinz Gilan von Sicherheitskräften erschossen worden, teilte die Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Oslo am Freitag mit. Tausende Gegendemonstranten gingen am Freitag für das Tragen von Kopftüchern auf die Straße.
Müller führt DFB-Auswahl als Kapitän aufs Feld
Thomas Müller wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nach der Corona-Infektion von Manuel Neuer in der Nations League gegen Ungarn als Kapitän aufs Feld führen. Der Münchner bildet mit seinen Teamkollegen Serge Gnabry und Leroy Sane die offensive Mittelfeldreihe hinter Stürmer Timo Werner.
Sieben Menschen bei Explosion nahe Moschee in Kabul getötet
Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe einer für gewöhnlich von Taliban-Mitgliedern besuchten Moschee in Kabul sind mindestens sieben Menschen getötet worden. 41 weitere wurden verletzt, darunter auch Kinder, wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagte. Ein örtliches Krankenhaus hatte zunächst von vier Toten gesprochen. Bislang bekannte sich niemand zu dem Anschlag.
Kiew: 30 der 436 in Isjum exhumierten Leichen weisen Folterspuren auf
Die ukrainischen Behörden haben nahe der zurückeroberten Stadt Isjum insgesamt 436 Leichen exhumiert, von denen 30 den Angaben zufolge Folterspuren aufweisen. "Die meisten (Leichen) weisen Anzeichen eines gewaltsamen Todes auf, 30 weisen Folterspuren auf", teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.
Abbas: Israel "zerstört" Zwei-Staaten-Lösung
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israel vorgeworfen, die Bemühungen um eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt gezielt zu torpedieren. Israel "zerstört durch vorsätzliche und bewusste Politik die Zwei-Staaten-Lösung", sagte Abbas am Freitag bei der UN-Generaldebatte in New York. "Das beweist eindeutig, dass Israel nicht an Frieden glaubt", fügte Abbas hinzu. "Deswegen haben wir keinen israelischen Partner mehr, mit dem wir sprechen können."
Vor Federer-Abschied: Europa geht 2:0 in Führung
Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas haben das Team Europa am letzten Arbeitstag von Roger Federer beim Laver Cup mit 2:0 in Führung gebracht. Der Norweger Ruud bezwang in London zunächst den Amerikaner Jack Sock mit 6:4, 5:7, 10:7. Anschließend setzte sich Tsitsipas (Griechenland) gegen den Argentinier Diego Schwartzman locker mit 6:2, 6:1 durch.
UN-Ermittler sehen Beweise für russische Kriegsverbrechen in Ukraine
UN-Ermittler haben im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zahlreiche Kriegsverbrechen festgestellt. "Auf der Grundlage der (...) gesammelten Beweise ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen wurden", sagte der Leiter der Untersuchungskommission für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, Erik Mose, am Freitag vor dem UN-Menschenrechtsrat.
Bund will Deserteuren aus Russland Schutz bieten - nach Einzelfallprüfung
Die Bundesregierung will russischen Deserteuren großzügig Schutz in Deutschland gewähren - allerdings sieht sie dabei auch Sicherheitsprobleme. In jedem Einzelfall müssten die "tatsächlichen Beweggründe" der Ausreise nach Deutschland geprüft werden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag in Berlin. Insbesondere müsse darauf geachtet werden, ob Einreisende "womöglich im Auftrag der russischen Staatsmacht" nach Deutschland kämen.
Porsche baut vor Börsengang den Aufsichtsrat um
Vor dem am Donnerstag geplanten Börsengang baut der Sportwagenbauer Porsche den Aufsichtsrat um. Es würden notwendige neue Ausschüsse etabliert, das Präsidium werde von acht auf sechs Mitglieder verkleinert, teilte Porsche am Freitag mit. Drei Frauen ziehen neu in das Kontrollgremium ein, das damit weiblicher wird.
Russlands Energie am Limit
Neoms teurer Wüstentraum
Schwedens stille Wende
Chinas gigantischer Vorsprung
Ex-Jugendtrainer in Frankfurt wegen Vergewaltigung und Missbrauchs von Jungen vor Gericht
Ein früherer Jugendtrainer muss sich seit Freitag wegen des Verdachts der Vergewaltigung und des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen vor dem Landgericht Frankfurt am Main verantworten. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Anklage wurde weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlesen.
Tausende demonstrieren im Iran für das Tragen von Kopftüchern
Tausende Menschen im Iran haben nach dem Tod von Mahsa Amini für das Tragen von Kopftüchern demonstriert. Sie seien nach den Freitagsgebeten durch die Hauptstadt Teheran gezogen und damit einem Aufruf der Behörden gefolgt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Die Behörden nahmen derweil einen Aktivisten sowie eine Journalistin fest, die über Aminis Tod berichtet hatte. Die Bundesregierung forderte den Iran auf, die Umstände des Todes der jungen Frau aufzuklären, der landesweite Proteste ausgelöst hatte.
Geywitz will Wohngeld verdoppeln
Das Wohngeld soll sich im Zuge der vom Bund geplanten Reform im Schnitt verdoppeln. Die Anhebung werde im Jahr 2023 voraussichtlich zu einer durchschnittlichen Erhöhung um rund 190 Euro pro Monat führen, heißt es in dem Gesetzentwurf von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD), welcher der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Der derzeitige Durchschnittsbeitrag steige damit von 180 Euro pro Monat auf 370 Euro. Der DGB forderte mehr Personal für die Bearbeitung der Wohngeld-Anträge.
Testspiel in Düsseldorf: Kamada schießt Japan zum Sieg
Daichi Kamada hat den deutschen WM-Gruppengegner Japan zum Testspiel-Sieg gegen die USA in Düsseldorf geführt. Der Fußball-Profi von Eintracht Frankfurt erzielte beim 2:0 (1:0) den Führungstreffer (24.) für die Asiaten, Kaoru Mitoma (88.) traf spät zur Entscheidung.
Einmalzahlung für Studierende kommt wohl erst im Januar
Die Einmalzahlung von 200 Euro, die Studierende im Zuge des Entlastungspaketes bekommen sollen, wird vermutlich erst Anfang Januar ausgezahlt. Das geht aus einem internen Papier aus dem Koalitionsausschuss hervor, das der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Die genauen Modalitäten der Auszahlung hingen vom Ergebnis der bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen ab, heißt es ergänzend in einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Parlamentarische Anfrage der CSU-Abgeordneten Katrin Staffler.
Brüsseler Terrorprozess verschiebt sich um mehrere Wochen
Der ursprünglich für Mitte Oktober angesetzte Prozess um die Brüsseler Terroranschläge mit 32 Toten von 2016 verzögert sich. "Derzeit gehen wir von einem mehrwöchigen Aufschub aus", sagte Gerichtssprecher Luc Hennart am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Grund ist der Abbau des Panzerglas-Kastens für die Angeklagten, den die Anwälte der Beschuldigten durchgesetzt hatten.
Gasumlage wird noch verfassungsrechtlich geprüft
Gut eine Woche vor ihrer Einführung wird die umstrittene Gasumlage zur Unterstützung angeschlagener Gasimporteure noch verfassungsrechtlich geprüft. Das Bundesinnenministerium nehme diese Aufgabe derzeit zusammen mit dem Bundesjustizministerium wahr, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. SPD-Chef Lars Klingbeil zog die von der Opposition von Beginn an scharf kritisierte Maßnahme grundsätzlich in Zweifel.
Besuch bei "schwierigen Partnern": Kanzler Scholz reist auf Arabische Halbinsel
Erstmals seit seinem Amtsantritt reist Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu einem Besuch in die energiereichen Monarchien auf der Arabischen Halbinsel. Am Samstag führt der Kanzler Gespräche mit den Spitzen des saudiarabischen Königshauses. Am Sonntag dann trifft er die Staatsüberhäupter der Vereinigten Arabischen Emirate und von Katar. Die drei Länder sind wichtige Exporteure von Öl und Gas. Die Bundesregierung hofft auf konkrete Vertragsabschlüsse am Rande der Kanzler-Reise. Große Differenzen gibt es aber bei den Menschenrechten.
Wirbel um Äußerung von der Leyens zu Italien-Wahl
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit Äußerungen zur Italien-Wahl am Sonntag heftige Kritik auf sich gezogen. Der frühere italienische Innenminister und Chef der rechtsnationalen Lega, Matteo Salvini, forderte am Freitag "eine Entschuldigung oder den Rücktritt" von der Leyens, wie er der Zeitung "Corriere della Sera" sagte. Ein Sprecher der Kommissionspräsidentin wies den Eindruck zurück, sie habe dem aussichtsreichen Rechtsbündnis unter Beteiligung der Lega gedroht.
Gesetzentwurf sieht Verdoppelung des Wohngeldes vor
Das Wohngeld soll sich im Zuge der vom Bund geplanten Reform im Schnitt verdoppeln. Die Anhebung werde im Jahr 2023 voraussichtlich zu einer durchschnittlichen Erhöhung um rund 190 Euro pro Monat führen, heißt es in dem Gesetzentwurf von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD), der der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Der derzeitige Durchschnittsbeitrag steige damit von 180 Euro pro Monat auf 370 Euro.