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30 Jahre alter Cold Case in Nordrhein-Westfalen gelöst: Vermisster Mann lebt
Ermittler aus Nordrhein-Westfalen haben einen jahrzehntealten sogenannten Cold Case um einen verschwundenen Mann gelöst. Der seit knapp 30 Jahren Vermisste wurde nicht getötet, sondern lebt nach wie vor, wie die Polizei in Mönchengladbach am Donnerstag mitteilte. Demnach war der damals 37-Jährige Boris C. aus Viersen im September 1994 verschwunden. Wenig später fanden Ermittler sein Auto mit Blutspuren in Düsseldorf.
Deswegen gingen die Beamten davon aus, dass C. bei einem Verbrechen getötet wurde. Rund drei Jahre nach seinem Verschwinden ließ ihn seine Familie für tot erklären. In den folgenden Jahrzehnten wurde in dem Fall immer wieder ermittelt. Moderne Untersuchungen ergaben, dass das gefundene Blut im Auto tatsächlich von C. stammte. Auch international wurde nach ihm gesucht.
Im vergangenen Jahr fanden die Ermittler schließlich heraus, dass der Mann noch lebt. Er wurde zweifelsfrei identifiziert. Es stellte sich heraus, dass das verlassene Auto mit den Blutspuren Teil einer von ihm erdachten Legende war, um sich ins Ausland absetzen zu können. Die Verletzungen hatte er sich selbst zugefügt. Der Cold Case gilt für die Ermittler damit als aufgeklärt.
T.Khatib--SF-PST