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Spaniens Steuerbehörde untersucht Juan Carlos frühere Jagdausflüge
Spaniens Steuerbehörde hat eine Untersuchung zu den Ausgaben des ehemaligen Königs Juan Carlos für frühere Jagd-Ausflüge eingeleitet. Wie die Zeitung "El Mundo" am Mittwoch berichtete, soll der Ex-Monarch die Herkunft der Gelder offenlegen, mit denen die Flüge und andere Ausgaben während seiner Jagd-Ausflüge in den Jahren 2014 bis 2018 bestritten wurden. Zu dem Zeitpunkt hatte Juan Carlos bereits abgedankt und genoss keine Immunität als Monarch mehr.
Die Steuerbehörde geht dem Verdacht nach, dass die Ausflüge ein Geschenk waren. Steuerzahler in Spanien müssen aber alle Geschenke innerhalb einer bestimmten Frist den Behörden melden. Laut "El Mundo" übersteigen die möglicherweise übernommenen Summen nicht die Schwelle von 120.000 Euro pro Jahr, ab der das Verschweigen von geldwerten Vorteilen ein strafrechtliches Vergehen darstellt, auf das bis zu fünf Jahre Haft stehen.
Die Staatsanwaltschaft hatte im März drei Ermittlungsverfahren gegen Juan Carlos unter anderem wegen dubioser Geldgeschenke aus den Jahren 2008 bis 2012 eingestellt. Als Grund nannte sie auch seine damalige Immunität als Staatsoberhaupt.
Der 84-jährige Ex-Monarch, der im August 2020 wegen des Verdachts auf Veruntreuung ins Exil nach Abu Dhabi gegangen war, kehrte daraufhin im Mai erstmals wieder für einen Kurzbesuch in seine Heimat zurück, um an einer Segel-Regatta teilzunehmen.
Dabei verbrachte er auch einen halben Tag mit seinem Sohn König Felipe VI. und anderen Familienmitgliedern im Zarzuela-Palast in Madrid. Seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2014 geht Felipe auf Distanz zu seinem Vater, um das Ansehen der spanischen Monarchie wieder zu verbessern. Spanischen Zeitungsberichten zufolge soll ihn der Medienrummel um die Rückkehr seines Vaters massiv gestört haben.
Ursprünglich wollte Juan Carlos dieses Wochenende für eine weitere Regatta nach Spanien zurückkehren. Nach Angaben des Segelclubs sagte er seinen Besuch jedoch kurzfristig aus "persönlichen Gründen" ab. Nach Informationen der Zeitung "El País" soll sein Sohn ihn darum gebeten haben.
L.AbuTayeh--SF-PST