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Glamouröses Popkonzert zu Ehren von König Charles III.
Rund 20.000 Menschen auf Schloss Windsor und Millionen vor den Bildschirmen haben am Sonntagabend das glamouröse Popkonzert zu Ehren des britischen Königs Charles III. verfolgt. Einen Tag nach dessen Krönung versammelten sich die Zuschauer westlich von London, um Stars wie Lionel Richie, Take That und Katy Perry zu sehen. Auf der Ehrentribüne saßen neben Charles und Camilla auch Thronfolger William mit seiner Frau Kate und den Kindern George und Charlotte.
In ganz Großbritannien waren Großbildschirme aufgestellt, um das Konzert zu übertragen, an dem sich auch Orchestermusiker, Chöre, Schauspieler und Ballette beteiligten. Nach Angaben der Veranstalter konnte es in mehr als hundert Ländern der Welt gesehen werden.
"Wir freuen uns und fühlen uns geehrt, dass unser frisch gekrönter König Charles III. zu uns stößt, dessen lebenslange Leidenschaft für die Künste wir während der gesamten Show feiern werden", sagte der Schauspieler Hugh Bonneville, der die Show moderierte.
Prinz William betrat zwischendurch die Bühne und würdigte seinen Vater. Seine verstorbene Großmutter, Elizabeth II., wäre nun "eine sehr stolze Mutter", sagte der Thronfolger. In den vergangenen 50 Jahren habe sein Vater sein Leben in den Dienst am Nächsten gestellt, in Großbritannien, in den Staaten des Commonwealth und rund um den Globus. "Papa, wir sind alle so stolz auf Dich", sagte William.
Lionel Ritchie riss die Royals mit seinen Hits "Easy Like Sunday Morning" oder "All Night Long" von den Sitzen. Auch der chinesische Pianist Lang Lang und der italienische Tenor Andrea Bocelli traten auf. Hollywood-Star Tom Cruise, die Schauspielerin Joan Collins und der Sänger Tom Jones wurden mit Videobotschaften zugeschaltet.
Bereits tagsüber hatten hunderttausende Briten ihren Monarchen mit Straßenpartys und Nachbarschaftspicknicks gefeiert. Während die prunkvolle Krönung am Samstag in der Westminster Abbey auf mehr als tausend Jahren royaler britischer Tradition voller Rituale und Symbole gründete, waren die mehr als 67.000 Feiern des "Coronation Big Lunch" (Großes Krönungs-Mittagessen) am Sonntag deutlich bürgernäher.
"Es ist wunderbar. Man braucht so etwas, um die Gemeinschaft zusammenzubringen", sagte die 67-jährige Annett Cathcart auf einem dieser Feste in Ashley Green in Südengland. "Es ist die perfekte Art zu feiern." Der Montag wurde wegen der Krönung in ganz Großbritannien zum Feiertag erklärt. Die Briten sind aufgerufen, die freie Zeit mit gemeinnütziger Arbeit zu verbringen.
Am Samstag hatten zehntausende Menschen in London dem Königspaar zugejubelt, als Charles III. und seine Frau Camilla nach der Krönung in einer goldenen Kutsche zum Buckingham-Palast fuhren und anschließend vom Balkon des Palastes winkten.
Sky News engagierte einen Lippenleser, der verstanden haben will, dass Charles III. am Samstag nicht mit allem zufrieden war: Demnach war der 74-Jährige über Verzögerungen im Programm ungehalten und beschwerte sich, solche Verzögerungen seien "langweilig".
Die Krönungsfeierlichkeiten sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Pfund (rund 114 Millionen Euro) gekostet haben. In einer Zeit, in der viele Briten mit der Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, sorgte dies für massive Kritik. Auch der rüde Umgang mit Monarchie-Gegnern, die von der Polizei teils stundenlang in Gewahrsam genommen wurden, sorgte für Unmut.
R.Halabi--SF-PST