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Britische Autohersteller alarmiert wegen drohender Zollgebühren auf E-Autos
Die britische Autoindustrie ist besorgt wegen eines drohenden Anstiegs der Zollgebühren auf E-Autos. Die Preise für Fahrzeuge aus britischer Herstellung könnten in der EU dadurch um 3600 Pfund (4150 Euro) steigen, warnte der Herstellerverband SMMT am Mittwoch. Gleiches drohe für EU-E-Autos in Großbritannien.
Nach dem Brexit hatte sich die Regierung in London im letzten Moment 2021 noch auf ein Freihandelsabkommen mit der EU verständigt, das Zölle auf Autos verhindert. Das Abkommen enthält jedoch eine Klausel, dass mindestens 45 Prozent des Werts der verbauten Autoteile aus Großbritannien oder der EU stammen müssen. Die Batterien von E-Autos kommen jedoch oft aus China, weshalb ab dem 1. Januar 2024 zehn Prozent Zusatzzoll fällig werden.
"Wir weisen schon seit einigen Monaten darauf hin, dass die Ursprungsregel eine große Bedrohung darstellt", sagte Mike Hawes, Geschäftsführer der SMMT, der Nachrichtenagentur AFP. Sie mache E-Autos nicht wettbewerbsfähig, Leute würden deshalb voraussichtlich weiter Diesel und Benziner kaufen. SMMT fordert einen Aufschub des Inkrafttretens der Klausel bis 2027, damit Großbritannien eigene Batteriefabriken bauen kann.
"Es wird sehr viel in die europäische und britische Batterieproduktion investiert, aber man kann nicht in zwölf Monaten eine ausreichende Anzahl von Batterien zaubern", sagte Hawes. "Das wird zwei oder drei Jahre dauern." EU-Industriekommissar Thierry Breton lehnte einen Aufschub zuletzt jedoch ab. "Was verhandelt wurde, wurde verhandelt."
G.AbuOdeh--SF-PST