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LNG-Spezialschiff im Industriehafen von Lubmin angekommen
Das Spezialschiff "Neptune" zur Aufbereitung von Flüssiggas (LNG) hat am Freitag den Industriehafen von Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Die sogenannte Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) soll dort ihren Platz am LNG-Terminal einnehmen, wie der Betreiber Regas mitteilte. "Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich mit der Gasversorgung beginnen zu können", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Knabe.
Die Inbetriebnahme könne "selbstverständlich" erst erfolgen, wenn alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. "Wir gehen weiterhin von Dezember aus", erklärte Knabe.
Bei dem Terminal handelt es sich um ein privat finanziertes Projekt. Gemietet hat Regas das Spezialschiff vom französischen Energiekonzern TotalEnergies.
FSRU nehmen Flüssigerdgas von Tankern auf und machen es an Bord wieder gasförmig. Anschließend wird das Gas ins Versorgungsnetz eingespeist und über Pipelines weiterverteilt. Über das LNG-Terminal in Lubmin können jährlich bis zu 5,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas importiert werden. Laut Regas reicht das aus, um zwei Millionen Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen.
Außer dem Terminal in Lubmin gibt es noch fünf weitere LNG-Spezialschiffe, die das Bundeswirtschaftsministerium angemietet hat - zwei für Wilhelmshaven, eins für Brunsbüttel, eins für Stade und eins ebenfalls für Lubmin.
In Wilhelmshaven kam am Donnerstag das LNG-Spezialschiff "Höegh Esperanza" an. Am Samstag wird das Terminal feierlich eingeweiht, unter anderen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP).
U.AlSharif--SF-PST