-
Havanna erklärt sich zu Gesprächen mit Washington "ohne Druck" bereit
-
Pentagon-Chef Hegseth bleibt Nato-Verteidigungsministertreffen fern
-
Steigende Ausgaben schicken Aktienkurs von Amazon auf Talfahrt
-
Venezuelas Parlament bringt Amnestiegesetz auf den Weg
-
OpenAI-Rivale Anthropic bringt neue Version von KI-Modell Claude heraus
-
Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland
-
Nordrhein-westfälischer Arzt erzielt Teilerfolg mit Klage gegen Abtreibungsverbot
-
Betrieb am Berliner Flughafen BER wegen Eisregen "im Prinzip eingestellt"
-
Trump unterstützt Orban vor Wahl in Ungarn im April
-
Überschwemmungen in Portugal werfen Schatten auf Präsidentenstichwahl
-
Danone weitet Rückruf von Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit Giftstoff aus
-
Trump: Brauche Wahlsiege "für mein Ego"
-
Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi: USA und Russland nehmen Militärdialog wieder auf
-
Mehrere Unfälle wegen Glätte auf Autobahn 10 in Brandenburg - 19 Verletzte
-
"Deutschlandtrend": SPD legt auf 15 Prozent zu - Union weiter vorne
-
Zwei Chinesen in Frankreich wegen Spionage angeklagt
-
Merz würdigt Golfstaaten bei Reise als "zuverlässige Kooperationspartner"
-
Kreise: Macrons Berater bemüht sich in Moskau um Gespräche mit Putin
-
Milliardär Musk bekennt: Geld macht nicht glücklich
-
Rechnungshof sieht Milliardenverschwendung bei Gesetz für schnellere Arzttermine
-
Frauen-Klubs stimmen gegen Zusammenarbeit mit DFB
-
US-Vizepräsident Vance in Mailand eingetroffen
-
Tod eines Zugbegleiters: Debatte über Konsequenzen
-
Trotz geringer Inflation und trotz des starken Euro: EZB lässt Leitzinsen unverändert
-
Tod von 17-Jährigem in Castrop-Rauxel: Ermittler gehen von geplanter Tat aus
-
Branchenverbände fordern Fokus auch auf Sanierungen im neuen Heizungsgesetz
-
Scheidender Ministerpräsident Kretschmann: "Ich bin froh, dass ich aufhöre"
-
Bericht: Bundeskriminalamt registriert 321 Sabotageverdachtsfälle in vergangenem Jahr
-
Scharfe Kritik nach Epstein-Enthüllungen: Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt ab
-
Tod eines Zugbegleiters bei Ticketkontrolle: Debatte über Konsequenzen
-
"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne legen kräftig zu
-
Gnabry verlängert beim FC Bayern
-
Selenskyj drängt nach Ukraine-Gesprächen in Abu Dhabi auf "schnellere Ergebnisse"
-
Von Netflix bis ZDF: Regierung plant Investitionspflicht in Deutschland
-
Deutsche Eishockey-Frauen verpatzen Olympia-Auftakt
-
Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin
-
EZB lässt Leitzins zum fünften Mal in Folge unverändert
-
Menschenrechtskommissar: UN-Organisation befindet sich im "Überlebensmodus"
-
Stadtameisen bei Futter weniger wählerisch - Hinweis für Stresspegel
-
Russland weist deutschen Diplomaten aus - Wadephul: "Völlig inakzeptabel"
-
Unter Drogen stehende Zweijährige führt Ermittler auf Spur von Pillenversteck
-
Baden-Württemberg: Frau von Müllwagen überrollt und tödlich verletzt
-
Bundeswehr zieht wegen Iran-Konflikts temporär Soldaten aus dem Nordirak ab
-
Niedersachsen verbietet künftig Anbindehaltung von Rindern
-
Greenpeace protestiert in Mailand gegen Ölkonzern Eni als Olympia-Sponsor
-
Koalition einigt sich auf Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender
-
Krankenhäuser hoffen auf Wiedereinführung des Zivildienstes
-
Gentechnisch veränderter Mais: Anbauverbot in Italien rechtmäßig
-
"Spiegel": Großteil der von Spahn beschafften Corona-Masken ungenutzt verbrannt
-
EU hofft auf baldigen Abschluss eines Handelsabkommens mit Australien
Forderungen nach Abkehr von Fossilen prägen Gipfel-Segment von UN-Klimakonferenz
Eindringliche Appelle zu deutlich mehr Tempo beim Klimaschutz und zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas haben am Freitag die Beratungen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs der UN-Klimakonferenz in Dubai geprägt. Am Nachmittag traf dort auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ein. Er nahm zunächst am Start des von ihm maßgeblich unterstützten Klimaclubs teil, einer Koalition von inzwischen 36 Staaten, die sich als Vorreiter beim Klimaschutz verstehen.
"Wir können einen brennenden Planeten nicht retten mit einem Feuerwehrschlauch aus fossilen Brennstoffen", drang UN-Generalsekretär António Guterres auf das rasche Ende von deren Nutzung. Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, lasse sich nur einhalten, wenn "wir das Verbrennen aller fossilen Brennstoffe beenden", stellte er klar. Stattdessen müsse der Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigt werden. Auf dem Spiel stehe nichts anderes als "das Schicksal der Menschheit".
Der britische König Charles III., der erstmals als Staatsoberhaupt an einer Klimakonferenz teilnahm, forderte von den Teilnehmenden eine "entscheidende Wende im Kampf gegen die Erderwärmung". "Die Erde gehört nicht uns, wir gehören der Erde", betonte er. Die Welt sei bei der Senkung der Emissionen bislang "nicht auf einem guten Weg".
Auch weitere der mehr als 140 nach Dubai gereisten Staats- und Regierungschefs forderten entschlossenes Handeln gegen die Erderwärmung. Vor allem die G7-Gruppe wichtiger Industriestaaten sollten "ein Beispiel geben und sich zum Aus für die Kohle bis 2030 bekennen", forderte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Das Gipfeltreffen (World Climate Action Summit) findet offiziell parallel zu den eigentlichen Konferenzberatungen statt und soll diesen zusätzlichen Schwung verleihen.
Klimakonferenzpräsident Sultan Ahmed al-Dschaber, selbst Chef des staatlichen Ölkonzerns der Vereinigten Arabischen Emirate, räumte ein, die Rolle fossiler Energien müsse neu betrachtet werden. In einem ersten Verhandlungstext, der in Dubai bekannt wurde, wird eine "Reduzierung" oder eine "Abkehr von fossilen Energien" vorgeschlagen.
Brasiliens Präsident Luis Inácio Lula da Silva schlug in seiner Rede in Dubai einen neuen Fonds zum Schutz der großen tropischen Regenwälder vor und sicherte eine deutliche Senkung der brasilianischen Emissionen zu. Brasilien ist Gastgeber der UN-Klimakonferenz 2025.
Scholz rief auf der Gründungsveranstaltung des Klimaclubs dazu auf, "Strategien und Standards für eine kohlenstofffreie Industrie zu entwickeln". Genau dies soll eine zentrale Aufgabe des Clubs sein. "Uns eint die Überzeugung, dass der Klimawandel die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist", sagte Scholz weiter.
"Wir wollen, dass dekarbonisierte Industrieproduktion das Geschäftsmodell der Zukunft wird", beschrieb er das gemeinsame Ziel der Clubmitglieder. Als Beispiele nannte Scholz die Stahl- und Zementindustrie, wo die Abkehr von fossilen Energieträgern als besonders schwierig und aufwändig gilt. Dem Club gehören die meisten wichtigen Industriestaaten, aber auch mehrere Entwicklungsländer an - nicht jedoch wichtige Schwellenländer wie China oder Indien. Am Samstagvormittag will Scholz auch vor dem Plenum der Klimakonferenz sprechen.
Überschattet wurde die Klimakonferenz von dem Nahost-Konflikt. Die iranische Delegation reiste ab aus Protest dagegen, dass auch Israel an den Beratungen teilnimmt. Israels Präsident Isaac Herzog verließ Dubai vorzeitig, ohne seine geplante Plenarrede gehalten zu haben. Es gab am Rande des Konferenzgeschehens aber auch diverse bilaterale Gespräche, unter anderem mit US-Außenminister Antony Blinken. In mehreren Plenarreden vor allem arabischer Staatschefs spielte der Krieg im Gazastreifen ebenfalls eine Rolle.
F.Qawasmeh--SF-PST