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Kaum Veränderungen: DFL präsentiert neuen Verteilerschlüssel
Keine Revolution nach dem Streit: Bei der Verteilung der TV-Gelder im deutschen Fußball wird es künftig keine großen Veränderungen geben. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten neuen Verteilerschlüssel hervor, der einstimmig vom Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) beschlossen wurde. Damit zerschlugen sich auch die Hoffnungen von derzeit zweitklassigen Traditionsvereinen wie dem Hamburger SV und Schalke 04 auf mehr Geld.
Bei den nationalen Medienerlösen bleiben die bisherigen Faktoren "Gleichverteilung, Leistung, Interesse und Nachwuchs samt ihrer bisherigen Gewichtung" sowie dem Verhältnis von 80:20 Prozent zwischen Erst- und Zweitligisten bestehen. Vor allem die Säule "Interesse" hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, hatten die Traditionsvereine aus dem Unterhaus doch gefordert, dass der Faktor des öffentlichen Interesses an den jeweiligen Vereinen künftig stärker gewichtet werden sollte.
Der Gesamtanteil beträgt aber auch hier weiterhin drei Prozent, es kommt nur zu leichten Veränderungen. Ab der Saison 2025/26 "werden neben dem über eine Marktforschung ermittelten Interesse an jedem Klub auch die nationalen TV-Reichweiten sowie die Zahl der jeweiligen Vereinsmitglieder berücksichtigt". Damit honoriere der Verteilerschlüssel "sowohl die Vereins- und Mitgliederarbeit als auch die Attraktivität der Clubs für TV-Zuschauer".
Man habe "in konstruktiven, konzentrierten Diskussionen eine gute Weiterentwicklung des bewährten Schlüssels erreicht. Dazu haben die Mitglieder des Präsidiums verschiedenste Interessen bestmöglich zu einer Gesamtperspektive für den deutschen Profifußball zusammengeführt und am Ende ein einstimmiges Ergebnis erreicht", sagte Hans-Joachim Watzke, Sprecher des DFL-Präsidiums: "Dies ist nach der ausgesprochen erfolgreichen Rechte-Ausschreibung ein weiteres sehr gutes Signal für den Ligaverband."
Ab der Saison 2025/26 erhalten die 36 Erst- und Zweitligisten pro Spielzeit insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Der neue Verteilerschlüssel gilt bis zur Saison 2028/29.
J.Saleh--SF-PST