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Nullnummer für Dürr und Aicher
Am achten Tor passierte es. Lena Dürr rutsche weg, der Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora, auf den sie sich so gefreut hatte, war am Sonntagvormittag nach nicht einmal neun Sekunden für sie schon beendet. "Das ging schneller als gedacht nach innen gelegt, weggerutscht, ist noch bisschen glatt da oben, schade", sagte die 33 Jahre alte Münchnerin mit nahezu versteinerter Miene im ZDF.
Für Dürr war das Ausscheiden im ersten Lauf ein seltenes Missgeschick. Zuletzt war sie in einem Slalom vor mehr als einem Jahr nicht ins Ziel gekommen, danach hatte sie in elf Rennen in Serie gepunktet und dabei viermal auf dem Podium gestanden, zweimal schon in diesem Winter - ein Muster an Beständigkeit. Die Gelegenheit, eine neue Serie zu starten bietet sich für Dürr am Dienstag der kommenden Woche beim Nachtslalom in Flachau.
Zumindest für den Slalom gilt das auch für Emma Aicher. Die 21 Jahre alte Allrounderin hatte das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere vor Augen - nach einem starken ersten Lauf ging sie als Fünfte im Zwischenklassement ins Finale. Dort kam sie allerdings nur unwesentlich weiter als zuvor Dürr: Am neunten Tor passierte es, Aicher fädelte ein und schrie ihren Ärger über die eisige Piste. Die beste Deutsche war damit Jessica Hilzinger auf Rang 21.
Zrinka Ljutic aus Kroatien feierte unterdessen ihren zweiten Sieg im Weltcup und den zweiten nacheinander im Slalom. Die 20-Jährige siegte mit einem Vorsprung von 0,16 Sekunden vor Wendy Holdener aus der Schweiz und Anna Swenn Larsson aus Schweden (+1,19 Sekunden). Die schwedische Olympiasiegerin Sara Hector hatte den Riesenslalom in Kranjska Gora gewonnen, Aicher und Dürr belegten dabei die Plätze 24 und 25.
Y.Zaher--SF-PST