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Weikert über Burmester-Abberufung: "Alternativlos"
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will sich bei der Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes nicht auf eine bestimmte politische Ausrichtung potenzieller Kandidaten fixieren. "Wir treffen keine Entscheidung vor dem Hintergrund der Frage, ob jemand SPD- oder CDU-Mitglied ist", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Er schließe nur "eine Person mit einer Mitgliedschaft in der AfD vollkommen aus und auch eine der extremen Linken."
Am Montag war auf einer außerordentlichen Präsidiumssitzung beschlossen worden, dass der bisherige Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester abberufen wird. Burmester wurde am 22. November von der Kölner SPD als Oberbürgermeisterkandidat präsentiert. Noch während Burmesters Vorstellung teilte der DOSB mit, dass es "unabhängig vom Wahlausgang an der Spitze des Hauptamtes einen Wechsel geben" werde.
Die Abberufung Burmesters sei "alternativlos" gewesen, sagte Weikert der FAZ. Man befinde sich mit dem 61-Jährigen derzeit "in aussichtsreichen Gesprächen über eine einvernehmliche Trennung." Am Donnerstag hatte der DOSB mitgeteilt, dass der frühere hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in den Vorstand aufrückt. Der 72-Jährige wird "Vorstand mit besonderen Aufgaben", er tritt den Posten am 1. Januar 2025 an und soll bis zum 30. Juni den Vorstand "kommissarisch ergänzen".
Negative Folgen aus dem Bruch der Ampel-Regierung für eine potenzielle Olympia-Bewerbung Deutschlands fürchtet Weikert nicht. "Wir haben einen Kabinettsbeschluss, und ich habe auch bereits Gespräche mit der CDU-Spitze geführt. Ich habe den Eindruck, dass sie voll hinter einer Olympiabewerbung steht", erklärte der 63-Jährige. Er erwarte, "egal wer am Ende regiert, ein klares Bekenntnis von der neuen Regierung." Laut Weikert spreche "einiges dafür", sowohl eine Bewerbung für 2036 als auch 2040 auf den Weg zu bringen.
In anderen Bereichen wünscht sich Weikert stärkere Unterstützung aus der Politik. "Wir werden zum Beispiel noch nicht in ausreichendem Maß gehört, wenn es etwa um Trainer und Trainerinnen geht, um deren Arbeitsbedingungen." Rang zehn im Medaillenspiegel bei Olympia 2024 sei "weit weg von gut. Das ist nicht zufriedenstellend. Um nach vorn zu kommen, sind gute Trainer wichtig." Er kämpfe daher für eine angemessene Bezahlung und gegen Zeitverträge.
K.AbuDahab--SF-PST