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Heim-EM: DFB verzichtet auf eigenes Design für Kapitänsbinde
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ein mögliches Reizthema frühzeitig vor der Heim-EM abgeräumt. DFB-Spielführer Ilkay Gündogan wird bei der EURO mit der offiziellen Kapitänsbinde der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auflaufen. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf SID-Anfrage. Demnach verzichtet der Verband auf ein eigenes Design für das Stück Stoff, das er bei der UEFA per Ausnahmegenehmigung wie jeder andere Turnierteilnehmer hätte beantragen können. Zuerst hatte die Bild-Zeitung berichtet.
Die Kapitänsbinde gab bei den vergangenen beiden Turnieren Anlass zu hitzigen Debatten. Bei der EM 2021 gab es Diskussionen um die Regenbogenfarben am Arm von Manuel Neuer, bei der WM in Katar 2022 drohte der Weltverband FIFA dem DFB und anderen Verbänden wegen der Botschaft "One Love" mit nicht genau definierten Konsequenzen. Die Debatte überschattete das ganze Turnier und wurde von der sportlichen Leitung um Bundestrainer Hansi Flick mitverantwortlich gemacht für das blamable Vorrunden-Aus.
Nun wird Gündogan in den Länderspielen gegen die Ukraine am Montag in Nürnberg und gegen Griechenland am 7. Juni in Mönchengladbach mit der klassischen Binde in Schwarz-Rot-Gold auflaufen. Beim Turnier trägt der Profi des FC Barcelona beginnend mit dem Eröffnungsspiel am 14. Juni gegen Schottland in München die UEFA-Binde.
Dort platziert der Dachverband seine klassische Kampagne "UEFA Respect", verfügbar ist sie in Blau und Gelb. Die Botschaft soll alle Bereiche des Spiels abdecken: Respekt vor dem Gegner, den Trainern und Offiziellen, den Schiedsrichtern und Fans, dazu eine klare Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist im Vorfeld des Turniers bemüht, Debatten wie vor Katar zu umgehen. Der Verband hat sich das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben, es müsse "nicht immer die große Weltpolitik sein", sagte Neuendorf und betonte die gesamtgesellschaftliche Verantwortung: "Da müssen wir nicht groß auf die Mannschaft zugehen."
H.Darwish--SF-PST