-
Formel 1: Hadjar fehlt auch in Monza
-
Céline Dion singt mit Fans vor ihrem Pariser Hotel
-
Minister: Israel plant Umsiedlung von Bevölkerung des Gazastreifens
-
USA: Goldener Trump-Dollar kommt in Umlauf
-
Frau stirbt nach Attacke mit Messer und Feuer durch Ehemann in Stuttgart
-
Selenskyj bietet Deutschland nach Anschlagsversuch in Leipzig Hilfe an
-
Nach Angriff auf Hochzeitsfeier: Teheran wirft den USA "Kriegsverbrechen" vor
-
Rücksichtslos gefahren: Golf-Star Tiger Woods verliert vorerst Führerschein
-
Ermittlungen nach Angriffen auf Umspannwerke wegen Anschlagsverdachts
-
Nach Autounfall: Woods bekennt sich doch schuldig
-
US-Ölriese Chevron will Ölförderung in Venezuela verdoppeln
-
Zwei Leichen in Mehrfamilienhaus in Bayern: Haftbefehl gegen Verdächtigen
-
Niederlande verlagern 86 Tonnen ihrer Goldreserven aus USA und Kanada nach London
-
George Clooney: Die USA "werden von den am wenigsten qualifizierten Leuten regiert"
-
"Sprache der Eskalation": Bundesregierung weist Kritik aus Moskau zurück
-
Reiche stimmt Reform der Einkommensteuer im Kabinett zu - der Ärger der SPD bleibt
-
EU-Kommission genehmigt Reiches Pläne für neue Gaskraftwerke
-
Filmfestival in Venedig: Jury-Präsidentin kritisiert geringen Frauenanteil im Wettbewerb
-
Nach Anschlagsversuch in Leipzig: EU stützt Deutschlands Vorgehen gegen Russland
-
Stallbrand in Niedersachsen: 120 Schweine verenden
-
Mädchen zu Selbstverletzung genötigt und Männer attackiert: Jugendstrafe in Hamburg
-
Anschlag auf NRW-Umspannwerk: Abschussvorrichtungen für Pyrotechnik gefunden
-
Erntebilanz: Agrarminister Rainer bescheinigt "massive Krise von nationaler Tragweite"
-
Chinas Präsident Xi kündigt bei Besuch in Ägypten Ausweitung von Investitionen an
-
Taliban-Regierung verteidigt Protestverbot gegen Kritik von Menschenrechtsorganisationen
-
Erntebilanz: Agrarminister Rainer sieht "massive Krise von nationaler Tragweite"
-
Studie: KI-Chatbots können Sanktionen gegen russische Medien umgehen
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. kündigt mehrwöchige Trauerzeit an
-
Trump nominiert Hung Cao dauerhaft zum US-Marine-Staatssekretär
-
Umfrage: Zwei von drei Deutschen offen für Rechenzentrum am eigenen Wohnort
-
Nicaragua: Parlament billigt Ausschluss von Oppositionsparteien von Wahlen
-
IG Metall weist Bericht über beschlossenes Aus von VW-Werken zurück
-
WM-Bewerbung: DFB will Ende des FIFA-Machtkampfs abwarten
-
Patientenschützer fordern Zusammenlegung von privaten und gesetzlichen Pflegekassen
-
Klingbeil offen für weitere Steuerentlastung - wenn Union Vorschläge macht
-
Schüsse auf Firmengelände im Zentrum Hamburgs: Zwei Tote und ein Schwerverletzter
-
Dresdner Bischof Timmerevers gibt Amt ab - Zustimmung von Papst Leo XIV.
-
Deutsche Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet: DIW hebt Wachstumsprognose an
-
Doppelmord in Schleswig-Holstein: Bundesgerichtshof bestätigt Kieler Urteil
-
Ausbildungssuche abgebrochen: Behörde kann Kindergeld von Mutter zurückverlangen
-
Festsitzender Penisring verursacht Feuerwehrseinsatz in Dresden
-
Transmensch in Berlin angegriffen und beleidigt
-
Goldene Henne für Lebenswerk: Auszeichnung für Schauspieler Armin Mueller-Stahl
-
Anfangsverdacht "verfassungsfeindlicher Sabotage" an Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen
-
Premier League gibt fünfmal so viel wie Bundesliga aus
-
Konflikt mit Bundesspitze: Thüringer BSW-Abgeordnete verlassen Partei und Fraktion
-
Töchter und Enkel leben im Ausland: Charlotte Knobloch fühlt sich einsam
-
Bundesregierung will frühkindliche Bildung stärken
-
Terrorermittlungen nach Angriff auf Umspannwerk in Brandenburg
-
Studie: KI-Chatbots können Sanktionen russischer Medien umgehen
Kanzler vor China-Besuch unter Druck von allen Seiten
Vor seinem geplanten China-Besuch gerät Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) von vielen Seiten unter Druck. Vertreter der verfolgten uigurischen Minderheit in China prangerten am Dienstag in Berlin eklatante Menschenrechtsverletzungen an und forderten Scholz zum Verzicht auf die Reise auf. Menschenrechtsaktivisten, aber auch Oppositionsvertreter verlangten von Scholz klare Worte zur Lage der Menschenrechte in China. Die chinesische Staatspresse hingegen warnte den Kanzler vor öffentlichen Belehrungen und riet ihm zu "pragmatischer Kooperation".
Auf Einladung der Bundespressekonferenz trat der Präsident des Weltkongresses der Uiguren, Dolkun Isa, am Dienstag vor Medien in Berlin auf - und übte scharfe Kritik an den Reiseplänen. Mit dem Besuch am Freitag in Peking entscheide sich Scholz, "Präsident Xi zu huldigen und damit das Leid von Millionen Menschen völlig außer Acht zu lassen", sagte Isa.
Besonders scharfe Kritik übte Isa daran, dass Scholz eine hochrangige Wirtschaftsdelegation mit nach Peking nimmt. Dies zeige, "dass für Deutschland der Profit weiter über den Menschenrechten steht". Damit widerspreche Scholz auch den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags der Ampel-Parteien. Isa berichtete von Millionen Uiguren, die in den vergangenen fünf Jahren in der chinesischen Provinz Xinjiang interniert worden seien. Er sprach von "Konzentrationslagern" und warf China "Völkermord" vor.
Der Deutschland-Direktor von Human Rights Watch, Wenzel Michalski, forderte von Scholz eine klare Position zu Menschenrechtsverletzungen in China. "Die Reise sollte nicht abgesagt werden", sagte Michalski bei der Pressekonferenz mit Isa. "Man muss aber auch über die unangenehmen Dinge sprechen - nämlich die Menschenrechtsverletzungen." Positiv hob Michalski hervor, dass der Kanzler persönlich mit den Menschenrechtlern gesprochen habe.
Nach Angaben der Bundespressekonferenz gab es vor der Veranstaltung mit den China-Kritikern eine Intervention seitens der chinesischen Botschaft in Berlin. Der regierungsunabhängige Verein der Hauptstadtjournalisten habe dies "mit Befremden" zur Kenntnis genommen, sagte Ute Welty von der Bundespressekonferenz. Falls der chinesische Botschafter "hier zu Gast sein möchte zu unseren Bedingungen, erneuern wir hier unsere Einladung", fügte sie hinzu.
Die chinesische Führung reagiert in der Regel sehr sensibel auf ausländische Kritik. Dies wurde am Dienstag auch in der Berichterstattung der Staatspresse über Scholz' Besuch deutlich, in der Erwartungen an den Kanzler formuliert wurden.
"Um die Reise zu einem Erfolg zu machen, muss er sich auf pragmatische Kooperation konzentrieren und nicht auf Geopolitik - ungeachtet des Drucks radikaler westlicher Politiker und Medien", heißt es in einem veröffentlichten Kommentar der nationalistisch ausgerichteten staatlichen Zeitung "Global Times" mit Bezug auf Scholz.
Die Staatszeitung warnte ausdrücklich vor offener Kritik der Deutschen an den chinesischen Gastgebern: "Das Gastgeberland vor einem Besuch mit unfundierten Forderungen unter Druck zu setzen, ist in vielerlei Hinsicht falsch."
Bei den Vereinten Nationen schlossen sich am Montag Deutschland und weitere 49 UN-Mitgliedstaaten einer Erklärung an, in der "schwere und systematische" Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Provinz Xinjiang angeprangert werden. Die Staaten seien "zutiefst besorgt" über "anhaltende Menschenrechtsverletzungen an Uiguren und anderen überwiegend muslimischen Minderheiten in Xinjiang", heißt es in von Kanada vor dem für Menschenrechte zuständigen Ausschuss der UN-Generalversammlung verlesenen Erklärung.
Der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt forderte Scholz dazu auf, bei seiner China-Reise die Menschenrechtslage in der Volksrepublik anzusprechen. Er würde sich dies von Scholz "wünschen", sagte Hardt im ZDF-"Morgenmagazin".
Scholz' Peking-Besuch am Freitag erfolgt zu einer Zeit, in der verstärkt über die Risiken wirtschaftlicher Abhängigkeiten zu China diskutiert wird. Jüngst hatte etwa der Einstieg eines chinesischen Staatskonzerns bei einem Terminal im Hamburger Hafen für Streit auch in der Bundesregierung geführt.
I.Matar--SF-PST