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Mädchen zu Selbstverletzung genötigt und Männer attackiert: Jugendstrafe in Hamburg
Weil er Mädchen zu Selbstverletzungen nötigte und Männer attackierte, soll ein 18-Jähriger in Haft. Das Landgericht Hamburg verurteilte ihn am Mittwoch zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren. Es sprach ihn wegen mehrerer Fälle von sexuellem Missbrauch und zehnmaliger gefährlicher Körperverletzung schuldig.
Wie das Gericht feststellte, hatte der Angeklagte insgesamt sieben Mädchen über das Internet unter Druck gesetzt, um sie zu sexuellen und selbstverletzenden Handlungen zu nötigen. Dabei soll er teils allein und teils zusammen mit anderen gehandelt haben. Außerdem habe er siebenmal in einer Gruppe homosexuelle Männer angegriffen und verletzt. Dazu habe er sich mit ihnen unter falschem Namen über Datingplattformen verabredet.
In den vergangenen Monaten waren mehrere Fälle von mutmaßlichem Onlinesadismus bekannt geworden. Unter anderem steht in Hamburg ein 21-Jähriger vor Gericht, der sich selbst "White Tiger" nannte. Er soll psychisch labile Jugendliche über das Internet zu Gewalttaten gegen sich selbst gedrängt haben, ein 13-Jähriger soll Suizid begangen haben. Der 21-Jährige ist wegen Mordes und fünffachen versuchten Mordes angeklagt.
Das Landgericht stellte aber nicht fest, dass der nun in erster Instanz verurteilte 18-Jährige mit ihm zusammengearbeitet hatte. Da dieser zur Tatzeit noch Jugendlicher war, war die Verhandlung gegen ihn nicht öffentlich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, dagegen kann noch vor dem Bundesgerichtshof vorgegangen werden.
I.Yassin--SF-PST