-
IAEA: Akw Saporischschja seit mehr als einer Woche ohne externe Stromversorgung
-
Dritter Sieg: Nürnberg mit bestem Start seit 1999
-
Norwegen trauert um Harald V. - neuer König Haakon VIII. hält Rede an die Nation
-
Operation nötig: Pogacar bricht sich Schlüsselbein
-
Sirtaki zum Auftakt: Dortmund dominiert den HSV
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. würdigt verstorbenen Vater in erster Rede
-
Patrouille Suisse begeistert Tausende beim Jubiläum in Altenrhein
-
Lausanne-Sport soll Nicolas Cozza für drei Jahre verpflichtet haben
-
Neue Gewalt in Kusra: Israelische Siedler dringen in palästinensisches Haus ein
-
Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände
-
Bayer Leverkusen plant offenbar weiter mit Robert Andrich
-
Darmstadt 98 verpflichtet William Mikelbrencis
-
Thüringer BSW hält trotz Kritik am Sonderparteitag am 6. September fest
-
Flekken kritisiert Leverkusen nach 2:3-Niederlage in Elversberg
-
Finnlands Präsident Stubb hält russischen NATO-Angriff für unwahrscheinlich
-
Kubicki erwartet FDP-Ergebnis von fünf bis sechs Prozent in Sachsen-Anhalt
-
Gladbachs Daiki Hashioka nach Kopfverletzung in Leipziger Klinik untersucht
-
El Mala widmet erstes Saisontor Basketballstar Dennis Schröder
-
Esther González wechselt nach Vertragsauflösung zu Al-Qadsiah
-
Berner Regierung will Vetorecht der Gemeinden bei großen Energieanlagen streichen
-
Siedlergewalt in Kusra: Fahrzeuge beschlagnahmt und Ermittlungen eingeleitet
-
Zweijähriges Mädchen bei russischem Drohnenangriff auf Kiew getötet
-
Kinderärztin wirft Merz in Bürgergespräch schädliche Politik vor
-
Coca-Cola-Abfüller erhöht Abgabepreise ab September
-
McDonald’s bringt M&M Bacon und mehrere neue Aktionsprodukte zurück
-
Führerscheine von 2002 bis 2004 müssen bis Januar 2027 umgetauscht werden
-
Gebühren können Altersvorsorge über 40 Jahre erheblich mindern
-
Wiesn-Bedienungen können in 16 bis 18 Tagen bis zu 16.000 Euro verdienen
-
Mobiler Freizeitpark Happy Fun World öffnet in Ettlingen
-
Karlsruher Großraumdiskothek Agostea kündigt Schließung an
-
Karlsruher SC verliert torreiches Heimspiel gegen Wolfsburg mit 2:5
-
Deutsch-französische Musikfreizeit fordert verlässlichere EU-Förderung
-
Siegmund fordert Beobachtung der Stimmenauszählung
-
Audrey Werro sagt Start in Bellinzona ab
-
Deichmann und Rutkowski beenden Europa-Rundfahrt über 24.000 Kilometer
-
Gosen-Neu Zittau gedenkt zweier Opfer einer Gewalttat
-
Krösche weicht Fragen zu möglichem Eintracht-Abschied aus
-
Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss
-
Dallinga führt Köln bei seinem Debüt zum 3:2 gegen Hoffenheim
-
Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager
-
Pogacar muss Vuelta nach schwerem Sturz verlassen
-
Ndoye trifft in Liverpool, Elversberg feiert historischen Bundesliga-Sieg
-
Heidenheim dreht Spiel gegen Dresden nach spektakulärem Eigentor
-
Lausanne führt zur Pause gegen Zürich, Luzern gleicht in Unterzahl aus
-
Carneys harter Kurs gegen Trump dient auch Kanadas Innenpolitik
-
Person im Bahnhof Leuk von Zug erfasst und getötet
-
Nicht jedes ultraprozessierte Lebensmittel ist automatisch ungesund
-
Micky-Maus-Magazin feiert 75 Jahre Comicgeschichte
-
Zwickau siegt, Erfurt patzt und Halle gewinnt in Berlin
-
Pogacar scheidet als Vuelta-Leader nach Sturz aus
Kiew meldet hunderte Gräber und "Folterräume" in zurückeroberten Gebieten
In der von ukrainischen Truppen zurückeroberten Region Charkiw im Osten des Landes sind nach ukrainischen Angaben hunderte Gräber und mehrere "Folterräume" entdeckt worden. Insgesamt seien nahe Isjum 443 Gräber gefunden worden, darunter eines mit 17 Soldaten, erklärten die ukrainischen Behörden am Freitag. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten von hunderten Gräbern in einem Wald nahe der Stadt, die mit Kreuzen und Nummern gekennzeichnet waren.
"Wir schätzen die Gesamtzahl der Toten anhand der Nummern (der Gräber)", sagte Oleg Kotenko, der ukrainische Regierungsbeauftragte für die Vermisstensuche. In einigen Gräbern könnten jedoch "auch zwei oder drei Menschen" liegen. Die Gräber seien während der Gefechte um die Einnahme Isjums durch Russland im März und während der russischen Besatzung ausgehoben worden. "Viele Menschen sind an Hunger gestorben", fügte er hinzu. "Dieser Teil der Stadt war abgeschnitten, es gab keine Versorgungsmöglichkeiten."
"Das ist nur eine der Massengrabstätten, die in der Nähe von Isjum gefunden wurden", sagte der ukrainische Präsidentenberater Mychailo Podoljak. In den russisch besetzten Gebieten habe es monatelang "Terror, Gewalt, Folter und Massenmorde" gegeben. Den russischen Streitkräften wird seit Monaten vorgeworfen, in den besetzten Gebieten in der Ukraine zahlreiche Gräueltaten an Zivilisten begangen zu haben.
Am Donnerstagabend hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von der Entdeckung eines "Massengrabs" in Isjum gesprochen, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen. Selenskyj verglich Isjum mit den Städten Butscha und Mariupol, die zu Symbolen für die Gräuel der russischen Invasion in der Ukraine geworden sind.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte (OHCHR) kündigte die Entsendung eines Teams nach Isjum zur Prüfung der ukrainischen Vorwürfe an. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) forderte ebenfalls Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen in der Ukraine. Offenbar sei in Isjum ein Massengrab gefunden worden, "hunderte Zivilisten wurden gefoltert und ermordet", erklärte Buschmann im Onlinedienst Twitter. "Diese Kriegsverbrechen dürfen und werden nicht ungesühnt bleiben."
Der ukrainische Polizeichef Igor Klymenko berichtete am Freitag zudem von mindestens "zehn Folterräumen", die in der Region Charkiw entdeckt worden seien. Sechs davon befänden sich in Isjum, zwei weitere in der kleinen Stadt Balaklija.
In mehreren Gebieten unter russischer Kontrolle wurden unterdessen Anschläge auf pro-russische Vertreter gemeldet. In der ostukrainischen Separatistenregion Luhansk wurde der dortige Generalstaatsanwalt nach Behördenangaben bei einer Explosion im Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft getötet. Sergej Gorenko und seine Stellvertreterin Jekaterina Steglenko seien Opfer eines "Terrorakts" geworden, teilte der Separatistenchef von Luhansk, Leonid Passetschnik, im Online-Dienst Telegram mit.
Auch im Süden der Ukraine kamen offenbar mehrere pro-russische Vertreter ums Leben. Bei einem Angriff auf den Verwaltungssitz in Cherson wurden laut Wladimir Rogow, Vertreter der russischen Besatzungsverwaltung, eine Beamtin verletzt und ihr Fahrer getötet.
In der von russischen Truppen besetzten Hafenstadt Berdjansk wurden zwei hochrangige Vertreter der pro-russischen Behörden getötet. Bei den Opfern handele es sich um die Leiterin der Wahlkommission, Ljudmila Bojko, und ihren Mann Oleg Bojko, stellvertretender Leiter der Stadtverwaltung, teilte der Leiter der Besatzungsverwaltung der südukrainischen Region Saporischschja, Jewgeni Balitski, mit. Ljudmila Bojko war demnach vor allem für die Organisation eines Referendums über einen von Moskau angestrebten Anschluss der Region an Russland zuständig. Nähere Angaben zu den Todesumständen machte Balitski nicht.
An der Front dauerte der russische Beschuss am Freitag unvermindert an. In der Region Charkiw wurden nach Angaben der Regionalbehörden zwölf Menschen verletzt, vier weitere in der Stadt Charkiw selbst. In der ostukrainischen Region Donezk wurden nach Angaben des Präsidialamts bei russischen Angriffen insbesondere auf Bachmut fünf Menschen getötet und sechs weitere verletzt.
X.AbuJaber--SF-PST