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Teilergebnisse: Herbe Verluste für Spaniens Sozialisten bei Regionalwahl in Andalusien
Bei der Regionalwahl in Andalusien zeichnet sich eine historische Niederlage für die Sozialisten von Regierungschef Pedro Sánchez ab. Sánchez' Partei konnte sich am Sonntag Teilergebnissen zufolge lediglich 28 der 109 Sitze in dem Regionalparlament sichern. Sollten sich die Zahlen bestätigen, die auf Auszählung von 85 Prozent der Stimmen beruhen, wäre dies das bisher schlechteste Wahlergebnis der Sozialisten in der bevölkerungsreichsten Region des Landes.
Andalusien war rund 40 Jahre lang eine Bastion der Linken. 2019 übernahm jedoch die konservative Volkspartei (PP) die Regierung in der südlichen Region.
Die PP gewann den Teilergebnissen zufolge am Sonntag 52 Mandate und würde damit eine erneute absolute Mehrheit knapp verfehlen. Die rechtsextreme Vox-Partei sicherte sich 16 Sitze und könnte damit zur Königsmacherin werden.
Damit könnte Andalusien dem Beispiel der Regionen Extremadura, Aragonien sowie Kastilien und León folgen, wo Vox nach den jüngsten Regionalwahlen mitregiert. In Andalusien hatte die Partei die PP bislang unterstützt, war jedoch nicht an der Regierung beteiligt. Die PP hat auch eine Zusammenarbeit mit Vox auf nationaler Ebene nicht ausgeschlossen.
Die Abstimmung in Andalusien galt als Stimmungstest für die spanische Parlamentswahl im kommenden Jahr. Sánchez' Popularität im Inland ist aufgrund von Ermittlungen gegen Familienmitglieder und ehemalige politische Verbündete des Regierungschefs wegen Korruption massiv geschwächt. International konnte er sich hingegen durch seinen Konfrontationskurs gegen US-Präsident Donald Trump und Israel profilieren.
PP-Chef Juan Manuel Moreno hatte bei seiner Stimmabgabe am Sonntag auf die landesweiten Auswirkungen des Wahlergebnisses in Andalusien verwiesen, wo fast neun Millionen Menschen leben, was rund 18 Prozent der spanischen Bevölkerung entspricht. "Was in Andalusien geschieht, bestimmt eindeutig auch andere Dinge", sagte Moreno.
G.AbuHamad--SF-PST