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EZB erwartet höhere Inflation durch Iran-Krieg - Leitzins aber vorerst unverändert
Der Iran-Krieg lässt die Inflation in der Eurozone nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) kurzfristig steigen - die mittelfristigen Folgen sind aber noch ungewiss. Angesichts dieser Ausgangslage beließ der EZB-Rat am Donnerstag die Leitzinsen wie im Vorfeld erwartet vorerst unverändert. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hob gleichwohl hervor, dass die Zentralbank "entschlossen" sei, die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent zu halten.
Wie Lagarde bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main ausführte, hängen die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die mittelfristige Inflation entscheidend auch von "indirekten" Folgen der deutlichen Preissteigerungen bei Energie sowie von "Zweitrundeneffekten" ab - und auch davon, wie lange und stark die "Energieschocks" sind.
Grundsätzlich hat der Krieg demnach zu "deutlich unsichereren Aussichten" geführt. Die EZB erwartet allerdings, dass sich der Krieg durch höhere Energiepreise auf kurze Frist "erheblich" auf die Inflation auswirken wird - konkret geht die Zentralbank in einer neuen Projektion nun von einer Inflation in der Eurozone von durchschnittlich 2,6 Prozent für 2026 aus; im Dezember hatte sie noch 1,9 Prozent erwartet.
Parallel dazu gerät demnach auch die Wirtschaft unter Druck: Beim Wachstum wird aktuell für 2026 nun mit 0,9 Prozent gerechnet, statt wie zuvor mit 1,2 Prozent.
Der Krieg habe "Aufwärtsrisiken für die Inflation" und "Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum" zur Folge, sagte Lagarde. Die mittelfristigen Auswirkungen würden nun sowohl von der Intensität und der Dauer des Konflikts als auch davon abhängen, "wie die Energiepreise auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Wirtschaft beeinträchtigen".
Der EZB-Rat sei aber "gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen", sagte Lagarde. Dabei werde die Zentralbank weiterhin einem datenbasierten Ansatz folgen und von Sitzung zu Sitzung entscheiden.
Mit der Entscheidung des EZB-Rates vom Donnerstag liegt der auch für Sparerinnen und Sparer wichtige Einlagenzins weiterhin bei 2,0 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, bleibt bei 2,15 Prozent und der Leitzinssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld, der Spitzenrefinanzierungssatz, bei 2,40 Prozent.
Bereits bei ihren fünf vorangegangenen Zinsentscheidungen im Juli, September, Oktober, Dezember und Anfang Februar hatte die EZB die Zinssätze nicht weiter abgesenkt, die zur Eindämmung der Inflation zuvor erst deutlich angehoben und dann ab Juni 2024 wieder schrittweise abgesenkt worden waren.
Die Entscheidung der Zentralbank war im Vorfeld erwartet worden. "Hätte die EZB die Leitzinsen schon jetzt erhöht, würde sie das ohnehin niedrige Wirtschaftswachstum in Europa noch mehr schwächen", erklärte der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, nach der Sitzung des EZB-Rates. "Hätte sie die Zinsen gesenkt, würde dies einer kostenbedingten Inflation Vorschub leisten", fügte er hinzu.
Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Heiner Herkenhoff, bezeichnte die Entscheidung als "angesichts der hohen Unsicherheit nachvollziehbar". Die wirtschaftlichen Folgen für den Euroraum ließen sich derzeit noch nicht verlässlich abschätzen. In Erwägung ziehen solle die EZB allerdings "diesmal eine schnellere Reaktion" als bei den "vergleichsweise späten" Leitzinserhöhungen zu Beginn der Inflationsphase in den Jahren 2021 und 2022. "Eine entschlossene Zinspolitik kann dazu beitragen, Inflationserwartungen zu dämpfen und den Anstieg der Kapitalmarktzinsen zu begrenzen", erklärte Herkenhoff.
Marktstratege Christian Lenk von der DZ Bank wies am Donnerstag darauf hin, dass der Markt derzeit mit zwei Zinserhöhungen von jeweils 0,25 Prozent in diesem Jahr rechne. Entscheidend sei, "wie lange der Krieg im Nahen Osten noch dauert", erklärte auch er. "Zieht sich die militärische Auseinandersetzung in die Länge, dürfte die Inflation spürbar zurückkehren."
M.Qasim--SF-PST