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Springsteen prangert bei Filmpremiere "Hass" in den USA an
US-Rockstar Bruce Springsteen hat sich bei einer Filmpremiere in New York gegen den zunehmenden "Hass" in der US-Gesellschaft ausgesprochen und zugleich die Vereinigten Staaten als "Land der Hoffnung und Träume" verteidigt, für das es sich zu kämpfen lohne. "Derzeit gibt es jeden Tag Ereignisse, die uns daran erinnern, dass wir besonders gefährliche Zeiten durchmachen", sagte der 76-jährige Musiker bei der Premiere der Filmbiographie "Springsteen: Deliver me from Nowhere".
Er sei sein Leben lang als "eine Art musikalischer Botschafter für Amerika" unterwegs gewesen und habe "versucht, den Abstand zwischen der amerikanischen Wirklichkeit, in der wir oft hinter unseren Idealen zurückbleiben, und dem amerikanischen Traum zu erfassen", sagte Springsteen, während er ein paar Akkorde auf seiner Gitarre anspielte.
Doch obwohl sein Land, "so wie es sich gerade anfühlt", gebeutelt sei, seien die USA weiterhin "ein Land der Hoffnung und Träume, nicht der Angst oder Gespaltenheit oder Zensur durch die Regierung oder des Hasses", sagte Springsteen. "Für dieses Amerika ist es wert zu kämpfen."
Der Rockstar, von seinen Fans auch "der Boss" genannt, ist ein scharfer Kritiker von US-Präsident Donald Trump. Während seiner diesjährigen Tournee sagte er vor seinen Fans, sein Heimatland werde derzeit von einer "korrupten, inkompetenten und verräterischen Regierung" geführt. Er forderte das Publikum dazu auf, "gegen Autoritarismus" und für Freiheit einzutreten.
Trump äußerte sich immer wieder abfällig über Springsteen und bezeichnete ihn als "sehr überbewertet". Auch Künstlerinnen wie Beyoncé und Taylor Swift, die sich kritisch über ihn geäußert hatten, attackierte der US-Präsident.
Die Filmbiographie "Springsteen: Deliver me from Nowhere" von Regisseur Scott Cooper dreht sich um die Entstehung des Albums "Nebraska" (1982), das als eines der wichtigsten Werke Springsteens gilt. Der Musiker wird von Jeremy Allen White gespielt, der mit der erfolgreichen TV-Serie "The Bear" bekannt wurde. Der Film soll am 23. Oktober in die deutschen Kinos kommen.
Q.Jaber--SF-PST