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Israelische Angriffe auf Iran sorgen für massive Beeinträchtigungen im Luftverkehr
Die militärische Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran sorgt für massive Beeinträchtigungen im Luftverkehr. Der Luftraum in mehreren Ländern der Region wurde am Freitag geschlossen. Airlines setzten reihenweise Flüge aus, teils für mehrere Wochen.
Am Freitagmorgen mussten mehrere Flüge von Air India zwischen Indien und den USA oder Europa europäischen, saudi-arabischen oder emiratischen Flughäfen notlanden, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Die Flüge von Delhi nach Wien und von Mumbai nach London waren laut der Seite Flight Aware gerade im Begriff, in den iranischen Luftraum einzufliegen, als Israel seinen Angriff startete. Die Flugzeuge kehrten zu ihren Startflughäfen zurück.
Die Lufthansa kündigte am Vormittag an, den Flughafen in Teheran bis mindestens zum 31. Juli nicht mehr anzufliegen. Zudem verlängerte sie den bereits bestehenden Stopp ihrer Flüge nach Tel Aviv ebenfalls bis Ende Juli und setzte für zunächst eine Woche die Flüge nach Amman in Jordanien, Erbil im Nordirak und Beirut im Libanon aus. Die Regelungen gelten für die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian, Eurowings, ITA Airways, Brussels sowie Lufthansa Cargo.
In der Krisenregion strich die Airline Emirates alle Flüge von und nach Irak, Jordanien, Libanon und Iran. Qatar Airways teilte mit, "aufgrund der aktuellen Situation in der Region" seien vorübergehend Flüge in den Iran und den Irak abgesagt. Der Flughafen Abu Dhabi warnte, dass mit zahlreichen Störungen im Flugbetrieb zu rechnen sei. Weitere Airlines wie Air France und Air India sagten ebenfalls dutzende Flüge ab.
Neben Israel und Iran schlossen auch Jordanien, der Irak und Syrien ihre Lufträume und setzten den Flugverkehr aus. Der jordanische Luftraum sei vorübergehend gesperrt, erklärte die Luftfahrtbehörde in Amman. Starts, Landungen und Überflüge seien angesichts der "regionalen Eskalation" bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen untersagt.
Jordanien werde zudem keine Verletzung seines Luftraums zulassen, sagte Regierungssprecher Mohammed Momani der Nachrichtenagentur AFP. Jordanien, das an Israel grenzt, hat im vergangenen Oktober mehrere Drohnen und Raketen abgefangen, die der Iran auf Israel abgefeuert hatte.
Israel griff mehrere Ziele im Iran an, darunter in der Hauptstadt Teheran und in der Atomanlage Natans. Nach israelischen Angaben feuerte Iran am Morgen rund 100 Drohnen auf israelisches Staatsgebiet ab.
Ob sich der Konflikt auch auf den Langstreckenverkehr in der Region etwa am wichtigen Drehkreuz Dubai auswirken wird, war nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes zunächst nicht absehbar. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, über mögliche Auswirkungen auf die Reisewirtschaft zu spekulieren", erklärte eine Sprecherin. "Die Unternehmen der Reisewirtschaft beobachten die Situation intensiv und sind über den DRV in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt, um schnellstmöglich auf Veränderungen reagieren zu können."
I.Yassin--SF-PST