-
Norwegen will Nutzung von Smart Glasses stärker regulieren
-
Klingbeil: Bundesregierung will Zuckersteuer ausweiten
-
Film "Everytime" als deutscher Beitrag für Oscar-Verlehung nominiert
-
Papstreise nach Frankreich: Hunderttausende melden sich zu Gottesdiensten an
-
US-Medien: CIA-Chef Ratcliffe in geheimer Mission in Moskau
-
Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten
-
Spanien will Rückführungen von Migranten aus Ceuta beschleunigen
-
Vuelta: Pogacar siegt nach Solofahrt
-
Kabinett berät über Stärkung der Wirtschaft - Merz sieht "große Potenziale"
-
US-Medien: Chef des Geheimdienstes CIA zu Gesprächen in Moskau
-
Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad
-
Bangladesch: Zehntausende Rohingya protestieren gegen Bedingungen in Flüchtlingslagern
-
Bekannte mit Stich in Hals getötet: Dreieinhalb Jahre Haft für Mann in Niedersachsen
-
Teilnehmende berichten von guter Atmosphäre bei Kabinettsklausur in Neuhardenberg
-
Erneut 23 Männer nach Afghanistan abgeschoben - "großenteils" schwere Straftäter
-
Feuerwehr rettet in Hessen Pferd aus Güllegrube
-
BSG: Gesetzliche Unfallversicherung greift bei Wegeunfall wegen Unterzuckerung
-
Auftritt von Volkswagen-Chef Blume bei Betriebsversammlungen erntet Kritik
-
Spenden für sich selbst abgezweigt: Haftstrafe für führenden Coronaleugner bestätigt
-
Israelische Siedler im Westjordanland greifen AFP-Journalisten an
-
Medien: Finanzministerium für Ausweitung der Zuckersteuer - Kritik aus Union
-
Umfrage: Gamer geben im Schnitt mehr als 300 Euro pro Jahr für Spiele aus
-
US-Sanktionen gegen Partner des Iran: China will seine Interessen schützen
-
Verbraucherzentrale: Eon-Fernwärmekunden können sich noch Sammelklage anschließen
-
Unicef: Einer Million Kinder in Afghanistan droht Tod durch Unterernährung
-
"Bild": Finanzministerium präzisiert Pläne für Zuckersteuer
-
FC Bayern: Gwinn "sehr nah" vor ihrem Comeback
-
Regierung vor großen Aufgaben: Wirtschaftsschwäche, hybride Angriffe, Klimakrise
-
Neuer vor Auftakt: "Gibt nichts Schöneres"
-
Urteil: Land muss Polizisten nach Amokfahrt von Trier kein Schmerzensgeld zahlen
-
Erneut 23 Männer nach Afghanistan abgeschoben - "großenteils" Straftäter
-
Gewinn von Spielzeughersteller Lego im ersten Halbjahr "besser als erwartet"
-
VW-Chef Blume zu möglichen Stellenstreichungen: "Etwa die Hälfte" in Deutschland
-
Korruptionsverdacht: Früherer armenischer Präsident Kotscharjan festgenommen
-
Baden-Württemberg: Ausgebüxter Papagei macht es sich auf fremdem Balkon gemütlich
-
Cooler Aufritt mit ärztlichem Attest: Nepals Regierungschef darf weiter mit Sonnenbrille ins Parlament
-
TÜV-Verband: E-Autos in Deutschland "auf dem Weg zum Mainstream"
-
Steinmeier wirbt für weitere Zuwanderung - Warnung vor Nationalismus
-
Lobbyranking: Fortschritte bei Transparenz - aber Probleme bei Umsetzung von Regeln
-
VW-Chef Blume trifft auf Beschäftigte - Betriebsrat sieht Vertrauen beschädigt
-
Per Notruf aus fahrendem Auto: Achtjährige stoppt Trunkenheitsfahrt ihrer Mutter
-
Zwei Spiele gesperrt: Bensebaini fehlt BVB bei Pokalauftakt
-
Kanzler ruft trotz wirtschaftlicher Probleme zur Zuversicht auf
-
Merz zu hybriden Angriffen: Urheber werden dafür bezahlen
-
75-Jähriger umfährt Schranken: Tödlicher Bahnunfall in Schleswig-Holstein
-
Medien: Bayern auch zum Ligastart ohne Musiala
-
Warnung vor AfD-Regierung: Bildschirm bei MDR-Sendung in Sachsen-Anhalt schwarz
-
Merz bekennt sich vor Kabinettsklausur zu Kampf gegen Klimawandel
-
Menschenrechtsgericht fordert Freilassung des in der Türkei inhaftierten Kulturförderers Kavala
-
Deutsche Wirtschaft zeigt sich deutlich widerstandsfähiger als erwartet
Türkei greift nach tödlichem Anschlag nahe Ankara PKK-Stellungen an
Nach dem tödlichen Anschlag bei Ankara hat die Türkei in der Nacht zu Donnerstag in Syrien und im Irak Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) angegriffen. Die türkische Armee habe als Vergeltung Luft- und Drohnenangriffe auf insgesamt 47 Ziele vorgenommen und "32 Ziele der Terroristen zerstört", erklärte das türkische Verteidigungsministerium. Indes wurden die ersten Opfer des Anschlags beerdigt. Zudem wurde bekannt, dass der seit 25 Jahren in der Türkei inhaftierte PKK-Anführer Abdullah Öcalan am Mittwoch erstmals seit Jahren wieder Besuch im Gefängnis erhalten hatte.
Im Irak seien 29 und im Norden Syriens 18 Ziele angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Die Angriffe würden am Donnerstag fortgesetzt. Nach Angaben von kurdischen Streitkräften in Syrien kamen zwölf Zivilisten ums Leben, darunter zwei Kinder.
Der Anschlag war Mittwochnachmittag vor dem Hauptquartier der türkischen Verteidigungsindustrie in Kahramankazan etwa 40 Kilometer von Ankara entfernt verübt worden. Fünf Menschen wurden dabei getötet und 22 weitere verletzt. Die türkische Regierung machte schnell die verbotene PKK für den Vorfall verantwortlich. Zwei Angreifer wurden getötet.
Die PKK kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat und wird von Ankara und seinen westlichen Verbündeten als Terrororganisation eingestuft.
Am Donnerstag gab der türkische Innenminister Ali Yerlikaya die Identifizierung eines der beiden Angreifer bekannt. Der Mann mit dem Namen Rojger sei Mitglied der PKK, hieß es. Die ihn begleitende Frau sei noch nicht identifiziert, sagte der Minister. Beide waren auf Bildern einer Überwachungskamera am Tatort zu sehen, wie sie mit einem Sturmgewehr in der Hand aus einem Taxi steigen und das Feuer eröffnen. Auch der Taxifahrer wurde erschossen. Seine Beerdigung fand im Beisein von Parlamentspräsident Numan Kurtulmus statt.
An mehreren Flughäfen in Istanbul wurden infolge des Anschlags die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, wie verschiedene türkische Medien berichteten.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich aktuell beim Treffen der Brics-Staaten im russischen Kasan befindet, dankte "allen unseren Freunden, die ihr Beileid für den gestrigen perfiden Angriff und für ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht haben." Nach Angaben der Präsidentschaft will er im Laufe des Tages nach Ankara zurückkehren.
Der tödliche Angriff erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Anzeichen einer politischen Entspannung zwischen der türkischen Regierung und der kurdischen Führung. Am Donnerstag wurde bekannt, dass der seit 25 Jahren in der Türkei inhaftierte PKK-Anführer Öcalan erstmals seit 43 Monaten Besuch im Gefängnis erhalten habe. Die Familie habe ihn am Mittwoch getroffen, teilte Öcalans Neffe Ömer Öcalan im Onlinedienst X mit.
Seinen Angaben zufolge ist der 75-Jährige "bei guter Gesundheit". Weiter wolle sein Onkel folgende Botschaft senden: "Wenn die Bedingungen eintreten, habe ich die theoretische und praktische Macht, den Konflikt von der Ebene der Gewalt auf eine rechtliche und politische Ebene zu übertragen."
Einem Journalisten der regierungsnahen türkischen Tageszeitung "Hürriyet" zufolge dauerte das Treffen "zwei Stunden". Weiter bestätigte er, dass Öcalan sich bereit erklärt habe, "die Waffen niederzulegen".
Am Dienstag hatte der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), Devlet Bahçeli, Öcalan dazu eingeladen, vor dem Parlament die Auflösung der PKK sowie den Verzicht auf Gewalt anzukündigen. Die MHP ist seit Jahren wichtigster Bündnispartner von Erdogans islamisch-nationalistischer Regierungspartei AKP.
Die pro-kurdische Partei DEM, der auch Öcalans Neffe angehört, erklärte am Mittwoch, es sei "bezeichnend", dass der Anschlag verübt wurde, "während die türkische Gesellschaft Lösungen diskutiert, um die Möglichkeit eines Dialogs zu schaffen".
Öcalan war am 15. Februar 1999 vom türkischen Geheimdienst in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gefasst worden. Der Kurdenführer sitzt seitdem in fast völliger Isolation eine lebenslange Freiheitsstrafe auf der Gefängnisinsel Imrali im Marmara-Meer ab.
Bereits in den Jahren 2012 und 2013 hatte Öcalan einen Dialog und einen Waffenstillstand gefordert, bevor der blutige Konflikt in Diyarbakir, der größten kurdischen Stadt der Türkei, erneut ausbrach. Am Ende dieser Auseinandersetzungen hatten sich die PKK-Kämpfer in die Berge an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak zurückgezogen.
K.AbuTaha--SF-PST