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Bundestagspräsidentin Bas würdigt Mut der Kämpfer bei Warschauer Ghetto-Aufstand
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat zum 80. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto den Mut der Kämpfer und Kämpferinnen gewürdigt. "Es war ein aussichtsloser Kampf, in dem Würde und Mut gegen tiefste Menschenverachtung und Grausamkeit antraten", sagte Bas am Donnerstag im Bundestag.
"Die jüdischen Kämpferinnen und Kämpfer hatten keine Hoffnung auf einen Sieg", sagte Bas. "Sie sahen es aber als ihre Pflicht, öffentlich im Kampf zu sterben, um der Welt ihre Lage vor Augen zu führen."
Besonders wies die Parlamentspräsidentin auf die Situation der im Ghetto lebenden Zivilisten hin. Auch diese hätten Widerstand geleistet. "Sie versteckten sich, erschienen nicht an den Sammelpunkten zur Deportation und unterstützten die Kämpfenden."
"Wir verneigen uns heute vor den jüdischen Aufständischen und allen Opfern des Warschauer Ghettos", sagte Bas weiter. Nach ihrer Rede bat sie die Anwesenden, sich von ihren Plätzen zu erheben.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Mittwoch anlässlich des Jahrestags an einer Gedenkveranstaltung vor dem Denkmal der Helden des Ghettos in Warschau teilgenommen. Dort bat Steinmeier um Vergebung für die Verbrechen der deutschen Besatzer im zweiten Weltkrieg. Er würdigte den "unvorstellbaren Mut" der jüdischen Kämpfer, die sich am 19. April 1943 in aussichtsloser Lage gegen die deutschen Truppen erhoben hatten.
In dem Ghetto, in dem einst rund 450.000 Juden zusammengepfercht waren, lebten nach den Massen-Deportationen im Sommer 1942 nur noch rund 50.000 Menschen. Der Aufstand wurde brutal niedergeschlagen und das Ghetto niedergebrannt, nur wenige Menschen überlebten.
G.AbuHamad--SF-PST