-
Siegmund lehnt AfD-geführte Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt ab
-
Hütters bitteres Heim-Comeback: Augsburg erstmals Spitzenreiter
-
Witkoff fordert Russland und Ukraine zu "Kompromissen" für Kriegsende auf
-
AfD-Erdrutschsieg in Sachsen-Anhalt – absolute Mehrheit unklar - CDU abgeschlagen
-
Nach Austrittswelle: Frühere BSW-Mitglieder in Thüringen gründen neue Partei
-
Siegmund: "Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben"
-
Weidel sieht in Sachsen-Anhalt Regierungsauftrag für AfD
-
US-Gesandter Witkoff nennt Gespräche in Kiew "substanziell"
-
Souverän in Valencia: Barcelona nutzt Real-Patzer
-
Prognosen: AfD in Sachsen-Anhalt weit vor CDU – absolute Mehrheit unklar
-
Nächste Klatsche: Eisbären verlieren auch in Davos
-
Von der Leyen zu zweitägigem Besuch in Grönland eingetroffen
-
Vuelta: Van Aert gewinnt auch 15. Etappe
-
Desolater HSV geht gegen Mainz unter
-
Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
-
Antonelli siegt mit historischer Aufholjagd - Ferraris Fiasko
-
Mehr als 140 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen
-
Sachsen-Anhalt: Wahlbeteiligung um 16.00 Uhr über 65 Prozent
-
Libanons Präsident ruft nach neuen israelischen Angriffen USA um Hilfe an
-
Lawrow nach Leipziger Drohnenvorfall: "Letztlich der Beginn eines echten Krieges"
-
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mobilisiert Wähler
-
Hertha historisch gut und an der Spitze
-
Lawrow: Deutschland will "wieder Krieg" gegen Russland
-
Sachsen-Anhalt: Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr doppelt so hoch wie 2021
-
US-Gesandte Witkoff und Kushner erstmals in Kiew zu Gesprächen über Ukraine-Krieg
-
Anschläge auf Umspannwerke: Polizei rückt zu Einsatz nahe Hambacher Forst aus
-
Iran-Krieg: Mehrere Öltanker und andere Schiffe attackiert
-
Vettels Ehrenrunden für Schumacher: "Ich vermisse Michael"
-
Nach Drohnenvorfall: Innenminister Dobrindt kündigt Schutzschirm gegen Sabotage an
-
Startup aus Bayern schreibt mit erfolgreichem Flug von Trägerrakete Weltraumgeschichte
-
Soforthilfe für die Füchse: Franzose Zaepfel kommt
-
US-Gesandte Witkoff und Kushner per Zug in Kiew eingetroffen
-
Bei Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeichnet sich deutlich höhere Wahlbeteiligung ab
-
Isar Aerospace: Erfolgreicher Start von Trägerrakete "nur ein erster Schritt"
-
Anschläge auf Umspannwerke: Fahndung nach Tatverdächtigem läuft auf Hochtouren
-
Explosionen in Militärgebäude in Bolivien: Drei Tote und mehr als 80 Verletzte
-
CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze gibt seine Stimme in Magdeburg ab
-
Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Siegmund gibt Stimme in Tangermünde ab
-
Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße
-
Vulkanausbruch führt in Indonesien zu schweren Störungen des Flugverkehrs
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Baum in Berliner Tiergarten herausgerissen
-
Tausende pilgern an Freddie Mercurys 80. Geburtstag nach Montreux
-
Pfefferspray in niedersächsischer Disko versprüht - Sechs Verletzte
-
Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt begonnen
-
Nach Landgang in Thailand: US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wieder auf See
-
Trotz Schläger-Wurf: Zverev im Achtelfinale der US Open
-
US-Gesandte und Putin erörtern in Moskau "konkrete Pläne" zur Beendigung des Krieges
-
Jovic gewinnt Duell der Toptalente - Osaka nun gegen Rybakina
-
"Deutschland kann Raumfahrt": Rakete von bayerischem Unternehmen erreicht Orbit
-
Von der Leyen reist nach Grönland
Debatte über Aufheben aller Corona-Schutzmaßnahmen nimmt Fahrt auf
Nach Äußerungen von Experten über das Ende der Pandemie hat im politischen Berlin eine Debatte über das Ende aller Corona-Schutzmaßnahmen begonnen. Während Politiker aus FDP und Union die Maßnahmen schnell beenden wollen, kamen aus der SPD und von den Grünen am Dienstag vorsichtigere Stimmen. Der Ärzteverband Marburger Bund sprach sich gegen weitere Lockerungen aus.
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) schrieb einen Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), wie der "Tagesspiegel" am Dienstag berichtete. Darin habe der Justizminister vorgeschlagen, die bundesweiten Schutzmaßnahmen außer Kraft zu setzen. Er habe Lauterbach um dessen Einschätzung gebeten.
Der Virologe Christian Drosten hatte der Zeitung zuvor gesagt, nach seiner Einschätzung gehe die Pandemie in eine endemische Lage über. Ähnlich äußerte sich der Intensivmediziner Christian Karagiannidis im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Buschmann hatte bereits am Montag via Twitter gefordert, die Schutzmaßnahmen zu stoppen. Das Infektionsschutzgesetz sehe vor, dass die Bundesregierung bei einer günstigen Entwicklung die bundesweit einheitlichen Maßnahmen auch schon vor dem 7. April beenden könne, schrieb er nun in dem Internetdienst.
Bis zum 7. April gilt derzeit das geänderte Infektionsschutzgesetz. Als bundesweite Maßnahme ist darin vor allem eine Maskenpflicht im Fernverkehr von Bus und Bahn und in Gesundheitseinrichtungen vorgesehen. Andere Maßnahmen liegen im Ermessen der Bundesländer.
Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Andrew Ullmann, erklärte: "Wir können und sollten zum Regelfall zurückkehren." Auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) sagte dem "Tagesspiegel": "Mit dieser Erklärung von Christian Drosten, auf dessen Expertise Karl Lauterbach immer gebaut hat, wird jeglicher Grundrechtseinschränkung zur Eindämmung des Corona-Virus die Grundlage entzogen."
Der Ärzteverband Marburger Bund kritisierte diese Forderungen scharf. "Die Aufhebung aller Maßnahmen ist zutiefst unsolidarisch mit dem Klinikpersonal, das in der Pandemie viel geleistet hat und gerade wieder die Grenzen der Belastbarkeit erreicht hat" sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem RND. Der Winter sei "noch lange nicht vorbei und wir erleben erneut eine starke Belastung des Gesundheitswesens auch durch verschiedene virale Erkrankungen."
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe), die hohe Zahl an Atemwegserkrankungen führe zu einem Rekord an Personalausfällen insbesondere auch im Gesundheitswesen. "Mehr Rücksicht wäre hier das Gebot der Stunde, denn es gibt guten Grund zur Hoffnung, dass es dank der Impfung zumindest mit Corona mit dem Ende des Winters in Deutschland vorerst auch vorbei sein dürfte."
Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte im Bayerischen Rundfunk: "Entspannung heißt ja nicht, dass man alle Vorsichtsmaßnahmen fahren lassen kann, man muss noch ein kleines bisschen auf sich und seine Umwelt achten." Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer, warb für Umsicht. Beispielsweise solle sich ein paar Tage lang isolieren, wer einen Infekt habe, schlug er im Deutschlandfunk vor.
Auch Politikerinnen und Politiker der SPD plädierten weiter für Vorsicht. SPD-Chefin Saskia Esken sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben), die gesundheitlichen Folgen einer Infektion seien für viele erheblich. "Wenn wir über den Winter weiterhin rücksichtsvoll miteinander umgehen, werden wir die Corona-Pandemie bald überwunden haben."
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sagte im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir erleben jetzt noch vier Monate Abschiedstournee des Infektionsschutzgesetzes und wenn es dann keine Mutationen gibt, dann wird es auch wirklich in die Phase der Eigenverantwortung übergehen müssen."
Auch die gesundheitliche Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Heike Baehrens, erklärte: "Den Pfad bis zum Ende der Regelungen Anfang April sollten wir beibehalten." Ein anderer Weg, wie von Buschmann gefordert, sei "voreilig".
Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Tino Sorge (CDU), forderte eine Sonderkonferenz von Bund und Ländern Anfang Januar. Dort solle die Beendigung der meisten Corona-Maßnahmen gemeinsam koordiniert werden, sagte er dem RND.
Die Landkreise drängten auf weitere Lockerungen. Der Bund solle "dringend die Notwendigkeit seiner noch bestehenden Maßnahmen überprüfen", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Funke-Zeitungen.
K.AbuTaha--SF-PST