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Erster Gerichtstermin im Rechtsstreit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni
Im 400-Millionen-Dollar Rechtsstreit zwischen Blake Lively und Justin Baldoni sind beide Parteien erstmals vor Gericht aufeinandergetroffen. Richter Lewis Liman kritisierte in New York bei dem Termin mit den Anwälten die öffentliche Austragung des Streits. Hintergrund des Justizverfahrens sind Vorwürfe Livelys, dass Baldoni sie am Filmset von "Nur noch ein einziges Mal" sexuell belästigt habe. Auf diese reagierte der Beschuldigte mit einer Verleumdungsklage.
Bei dem Gerichtstermin mit den Anwälten beider Seiten kritisierte Richter Liman am Montag laut US-Medienberichten das öffentliche Vorgehen beider Seiten. Dieses biete der Öffentlichkeit viel, "woran sie sich ergötzen kann". Sollten die gegenseitigen Attacken in den Medien und im Internet nicht aufhören, werde er den Prozessbeginn nach vorn verlegen, sagte der Richter. Eigentlich soll der Prozess im März kommenden Jahres beginnen.
Der Rechtsstreit geht zurück auf den Dreh des Films "Nur noch ein einziges Mal", bei dem es um häusliche Gewalt geht. Baldoni war Regisseur und männlicher Hauptdarsteller, Lively spielte die weibliche Hauptrolle.
Nach den Dreharbeiten hatte Lively sich über Baldonis Verhalten am Set beschwert und Klage eingereicht. Sie warf ihm unter anderem vor, ständig über sein Sexualleben gesprochen zu haben. Außerdem habe Baldoni versucht, Sex-Szenen in den Film einzubauen, denen sie vorher nicht zugestimmt habe. Produzent Jamey Heath habe sie zudem beim Umziehen beobachtet, obwohl sie ihn gebeten habe, sich umzudrehen. Auch gegen ihn reichte die aus "Gossip Girl" weltbekannte Schauspielerin Klage ein.
Daraufhin verklagte Baldoni seine Kollegin und auch deren Ehemann, Hollywoodstar Ryan Reynolds, wegen Verleumdung. Er fordert von dem Promi-Paar mindestens 400 Millionen Dollar (388 Millionen Euro) Schadenersatz. Der Streit wird von beiden Seiten auch massiv in der Öffentlichkeit ausgefochten.
Unmittelbar vor dem Gerichtstermin am Montag schaltete Baldonis Team eine Website frei, die E-Mails und Chatnachrichten zwischen beiden Seiten zeigen. Auch Dokumente zu dem Fall konnten eingesehen werden. Richter Liman kritisierte Baldoni laut den US-Medienberichten für das Erstellen der Website und erklärte, dieses Vorgehen verletze das Justizprozedere.
Nach dem Gerichtstermin zeigten sich die Anwälte beider Parteien optimistisch. "Wir sind sehr zufrieden damit, wie alle Themen gehandhabt wurden", sagte Baldonis Anwalt, Bryan Freedman, vor dem Gerichtsgebäude zu Pressevertretern. "Wir werden so schnell wie möglich handeln und unsere Unschuld beweisen." Auch Livelys Anwalt Michael Gottlieb sagte, er sei "sehr glücklich darüber, wie die Anhörung gelaufen ist". Er nannte aber keine Details.
O.Salim--SF-PST