-
Schwedische Behörden geben für kommendes Jahr 72 Wölfe zum Abschuss frei
-
Maduro und seine Frau weisen US-Foltervorwürfe zurück
-
Russland: Chefredakteur der "Nowaja Gaseta" nach Festnahme wieder frei
-
Zeitmessung: Schaltsekunde wird abgeschafft
-
Streit ums Geld: EU-Staats- und Regierungschefs verhandeln über EU-Haushalt
-
Pokal-Ausschreitungen: Zuschauer-Teilausschluss für Mannheim
-
Ministerin Reiche muss Video mit Vorwürfen gegen Linke vorläufig löschen
-
Nach erneuten Vorfällen: Nato will über Drohnenangriffe im Schwarzen Meer beraten
-
Carsten Günther soll Präsident an Bundesverwaltungsgericht werden
-
Ukraine lagert erstmals seit 2012 wieder Saatgut in Tresor auf Spitzbergen ein
-
Ministerin Reiche muss Video mit Antisemitismusvorwurf gegen Linkspartei entfernen
-
Trump: Hinrichtung des Attentäters von Fort Hood wird doch nicht live übertragen
-
Smartphone als Ausweis: Bundestag macht Weg für digitale Brieftasche frei
-
Netzentgelte für Gas steigen voraussichtlich - Stromnetzkosten im Schnitt stabil
-
Trump: Hinrichtung des Attentäters von Fort Hood wird nicht live übertragen
-
Urteil: Schulen dürfen Ausübung religiöser Riten verbieten
-
Jeside gilt nicht mehr als Flüchtling: EuGH soll Fragen aus Deutschland beantworten
-
Geplante Steuererhöhung: Tabakindustrie warnt vor Anstieg des illegalen Handels
-
FIFA-Sitzung: Infantino-Entschuldigung, aber offene Fragen
-
Achillessehnenriss: Ski-Star Kilde wieder schwer verletzt
-
Nach 15 Monaten: Leiche von ertrunkenem Studenten aus Starnberger See geborgen
-
Selenskyj widersetzt sich Trump und kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an
-
Mindestens drei Tote bei Rekordregenfällen in Istanbul
-
Mausfigur vor Westdeutschem Rundfunk in Köln erhält Zuwachs von Elefant und Ente
-
Vergabeaffäre: Durchsuchungen bei SPD-Politiker Ahmetovic - Immunität aufgeoben
-
Französischer Premier: Schülerproteste werden zu "Bewegung der städtischen Gewalt"
-
Urteil: Bürgerbegehren zum Ausbau von Radwegen in Köln ist unzulässig
-
Nordrhein-Westfalen: Cannabisplantage in Räumen von ehemaliger Kegelbahn entdeckt
-
Ärzte: Lunge von Papst Leo XIV. erholt sich gut nach Krebsoperation
-
Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus
-
Parlament in Schweden verweigert Wahlsiegerin Andersson Amt der Regierungschefin
-
Lufthansa strebt weitere Aufstockung der Beteiligung an portugiesischer TAP an
-
Hessen: Lastwagenfahrer soll 86-Jährige nach Streit absichtlich totgefahren haben
-
Spanische Staatsanwaltschaft für Ermittlungen gegen Julio Iglesias
-
Steuerhinterziehung in Millionenhöhe in Rheinland-Pfalz: Fünf Jahre Haft
-
Razzia bei mutmaßlicher Geldwäschebande in Berlin und Brandenburg - Festnahmen
-
Selenskyj brüskiert Trump und kündigt neue Angriffe auf russische Raffinerien an
-
Fußgänger bei Pause auf Rastplatz in Hessen von Lastwagen überrollt und getötet
-
Bahnrad-WM: Frauen-Vierer gewinnt Bronze
-
Mieten in deutschen Städten steigen wieder stärker - und schneller als Inflation
-
Mindestens zwei Tote bei Rekordregenfällen in Istanbul
-
Putin-Gegner Chodorkowski: Kein rasches Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht
-
Bahnrad-WM: Dörnbach gewinnt überraschend Keirin-Silber
-
SPD-Bundesparteitag zur Neuwahl der Spitze findet am 16. und 17. Januar statt
-
Tischtennis-EM: Mittelham/Duda spielen um Gold
-
Ohne körperliche Probleme: Zverev im Halbfinale von Shanghai
-
CNN: USA erwägen Einsatz von größter nicht-atomarer Bombe gegen den Iran
-
Erster öffentlicher Auftritt von Harry und Meghan nach Rückkehr nach England
-
Merz fordert zusätzliche Ukraine-Unterstützung: "Über den Winter helfen"
-
Ministerin Bär verteidigt Bafög-Reform - Kritik an Umfang und Zeitplan
PIK-Forscherin Wendt drängt zum Handeln gegen Gesundheitsrisiken durch Klimawandel
Erst nach und nach rücken neben direkten Folgen der Erderwärmung auch die Konsequenzen der Klimakrise für die menschliche Gesundheit ins Bewusstsein. Am Sonntag befasst sich damit die UN-Klimakonferenz in Dubai. Die Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftlerin Amanda Wendt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sieht "viele Aspekte des Klimawandels, die mit direkten und indirekten Gesundheitsrisiken in Verbindung stehen" - und drängt zum Handeln.
Klar seien zunächst unmittelbare Hitzefolgen für den menschlichen Körper, die zu Erkrankungen bis hin zum Tod führen können, sagt die Leiterin der PIK-Arbeitsgruppe Klimawandel und Gesundheit der Nachrichtenagentur AFP. Hinzu komme die Ausbreitung von durch Insekten oder Zecken übertragenen Infektionskrankheiten wie Dengue- oder Zika-Fieber oder auch durch andere Tier-Mensch-Übertragungen von Erregern.
Weiter nennt Wendt "zunehmende Atemwegserkrankungen oder Asthma, mehr Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und generell Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Allgemeinbefinden". Weitere Gesundheitsfolgen ergeben sich demnach aus den Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungssicherheit.
Die Zahl der potenziell Betroffenen ist hoch. Wendt verweist auf Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach 3,6 Milliarden Menschen in Gebieten leben, die als "sehr anfällig" für Klimafolgen gelten - besonders in Subsahara-Afrika, Süd- und Zentralasien, Südamerika und in Inselstaaten. Aber auch in Europa seien in den vergangenen 40 Jahren bis zu 145.000 Todesfälle allein auf Extremwetter und dessen Folgen zurückzuführen gewesen.
"Besonders verletzliche Gruppen" seien weltweit Kinder, Frauen, arme Menschen, indigene Bevölkerungsgruppen, Geflüchtete, ältere Menschen "und alle, die ohnehin unter schwierigen Gesundheitsbedingungen leben", sagt die Forscherin. In Europa dürften Menschen in Städten wegen Verschmutzung und höherer Temperaturen stärker betroffen sein als die Landbevölkerung.
Als Gegenmaßnahmen empfiehlt Wendt in erster Linie die Begrenzung der Erderwärmung selbst, aber auch die bessere Anpassung an deren Folgen. Optionen seien Maßnahmen, die beispielsweise Hitzeauswirkungen verringern. Die Forscherin rät zudem zu einer "nachhaltigeren Landwirtschaft" und "dem Übergang zu gesunder, pflanzen-basierter Ernährung". Beides habe den Vorteil, dass es sowohl der Gesundheit als auch dem Klima nutze.
Außerdem müsse der Gesundheitssektor wegen der zu erwartenden höheren Belastungen gestärkt werden, sagt Wendt. Zudem hebt sie die Bedeutung eines Bewusstseinswandels hervor: "Wir selbst und die Gesellschaft insgesamt müssen die Wechselwirkungen zwischen Klima, Biodiversität und menschlicher Gesundheit sehen und ihnen hinreichende Bedeutung einräumen."
In Deutschland arbeitet das PIK gemeinsam mit der Berliner Charité an der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gesundheit und den deshalb notwendigen Konsequenzen. Wendts Partnerin bei der Charité ist die Klima- und Gesundheitsexpertin Sabine Gabrysch.
Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt laut Wendt im Bereich Ernährung. Aber auch generell sei das Ziel der Kooperation zwischen Klima- und Gesundheitsforschung "Synergien zu erzeugen für die Untersuchung und Bewertung von Lösungen sowohl für Aspekte des Klimawandels als auch des Gesundheitsschutzes."
Bisher dafür in Europa getroffene Vorkehrungen bewertet die Forscherin als unzureichend. Zwar nehme das Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken durch Klimawandel zu - auch seit der Veröffentlichung des Berichts "Gesund leben auf einer gesunden Erde" des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen (WBGU) in diesem Sommer und dem Aufbau eines Planetary Health Hub auf europäischer Ebene. Aber, sagt Wendt: "Mehr bleibt zu tun."
I.Saadi--SF-PST